Versuch 2 – Teilreflexion

Im zweiten Versuch wird der Messzylinder nicht durchschallt, sondern das reflektierte Signal mittels eines einzigen Schallwandlers gemessen:

Durchschallung eines Messzylinders mittels zweier Schallwandler (Sender → Empfänger). Hauptsignal: 100 mm, Nebensignale: 300 mm, 500 mm, 700 mm, … .

 

Messung des reflektieren Schallpulses mittels eines einzigen Schallwandlers. Hauptsignal: 100 mm, Nebensignale: 200 mm, 300 mm, 400 mm, … .

Die laufzeitabhängige Verstärkung (TGC) wird so verlängert, dass auch die durch Mehrfachreflektion erzeugten Nebensignale bei 200 mm, 300 mm, 400 mm sichtbar sind. Gerade auch durch den Vergleich mit den Signalen eines durchschallten Messzylinders (100 mm, 300 mm, 500 mm, 700 mm, …) kann herausgearbeitet werden, dass der Schallpuls mehrfach reflektiert wird, es also an den Rändern des Zylinders zu Teilreflexionen kommt.

Die schwachen Signale zwischen den Nebensignalen werden nicht durch die Longitudinalwellen des Schallpulses, sondern durch dessen Transversalwellen in Festkörpern erzeugt. Ihre Signalstärke ist stark materialabhängig (siehe auch → Versuch 1).

→ Kurzanleitung zu den Versuchen 1 und 2

→ Arbeitsmaterialien zu den Versuchen 1 und 2

→ Video 2: Längenmessung mit Ultraschall