{"id":243,"date":"2020-07-06T16:15:05","date_gmt":"2020-07-06T14:15:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/?page_id=243"},"modified":"2020-08-10T11:36:12","modified_gmt":"2020-08-10T09:36:12","slug":"stimmpflege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/stimmpflege\/","title":{"rendered":"Stimmpflege"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-background has-cyan-bluish-gray-background-color wp-block-paragraph\">Tipps f\u00fcr die Stimme<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    viel trinken<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    Alkohol und Nikotin meiden<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    normales Sprechtempo<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    kein R\u00e4uspern und Husten<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    reduziertes Sprechen bei L\u00e4rm<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    Sprechpausen machen<br>\n\u00d4\u00c7\u00f3    Erholungszeit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer einmal stockheiser war oder sich einer Operation an den Stimmb\u00e4ndern unterziehen musste, hat es bitter erfahren: Ohne die Stimme geht fast nichts mehr. Sie ist unser wichtigstes Kommunikationsorgan, macht unsere Pers\u00f6nlichkeit aus. Am Telefon machen wir uns ein erstes Bild einer fremden Person und entscheiden intuitiv: Die oder der ist aber sympathisch &#8211; oder eben gar nicht. Genauso, wenn uns ein unbekannter Mensch vorgestellt wird und wir ihn ansprechend finden &#8211; bis er den Mund aufmacht. F\u00fcr gewisse Berufsgruppen ist die Stimme gar ihr Kapital: S\u00e4nger, Schauspieler oder die Stimmen an \u00f6ffentlichen Orten wie Z\u00fcgen, Bahnh\u00f6fen oder Flugh\u00e4fen, \u00abVoices\u00bb genannt. Sie haben eine angenehme Stimmlage, artikulieren verst\u00e4ndlich und k\u00f6nnen sogar erotisierend wirken. Jedenfalls fand ein Kollege die \u00abStimme\u00bb des Airports von Rio de Janeiro so hinreissend, dass er mit ihr ein Rendevous vereinbaren wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mehr Beachtung schenken<\/strong><br>Apropos Brasilien: Dort wurde am 16. April 1999 in Porto Alegre der World   Voice Day gegr\u00fcndet,  interessierte L\u00e4nder schlossen sich der Sensibilisierungskampagne an, und seit 2004 ist die Schweiz dabei. \u00abUnsere Stimme wird zunehmend wichtiger &#8211; in der Schule, bei der Arbeit und in unserem sozialen Umfeld\u00bb, sagten sich damals einige Brasilianer, die beruf- lich mit der Stimme zu tun hatten. \u00abDoch statt unserem einmaligen Instrument Sorge zu tragen, schaden wir ihr, indem wir rauchen, schreien, zu viel Alkohol trinken oder sie nicht richtig einsetzen\u00bb, heisst es auf ihrer Homepage. Ihr Ziel ist also Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention. Unsere Stimme spielt eine zentrale Rolle in unserer Kommunikations- und Informationsgesellschaft, kein Vergleich zur einstigen Produktionsgesellschaft.<br> \u00abIn fast 90 Prozent aller Berufe sind wir auf ein gutes Funktionieren der Stimme angewiesen\u00bb, wird etwa ein Arzt der Klinischen Abteilung f\u00fcr H\u00f6r-, Stimm- und Sprachst\u00f6rungen der Universit\u00e4t Innsbruck zitiert. Der Vorgang der Stimmerzeugung ist h\u00f6chst komplex: \u00dcber 100 Muskelgruppen sind daran beteiligt, und die Voraussetzung daf\u00fcr sind nicht nur ein gesundes Stimmorgan, sondern auch ein normales H\u00f6rverm\u00f6gen und ein intaktes Sprachverst\u00e4ndnis. Die \u00d6sterreicher stellen seit einigen Jahren einen steten Anstieg an Kommunikationsst\u00f6rungen fest. Erh\u00f6hte L\u00e4rm- und Schadstoffbelastungen in Umwelt und am Arbeitsplatz sowie noch nicht absch\u00e4tzbare gesundheitliche Negativfolgen des technischen Fortschritts seien f\u00fcr die Zunahme an Stimm-, Sprech-, Sprach- und H\u00f6rst\u00f6rungen verantwortlich, heisst es.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stetiger L\u00e4rmpegel<\/strong><br>Dass ausgerechnet die Brasilianer die Initianten des Welttages sind, wundert Dr. Michael Hoffmann nicht. \u00abIm S\u00fcden ist der L\u00e4rmpegel meist h\u00f6her als bei uns. Das Radio dr\u00f6hnt, das TV l\u00e4uft den ganzen Tag, und die Familie muss sozusagen mit erheblichem Stimmeinsatz sprechen, um sich \u00fcberhaupt Geh\u00f6r zu verschaffen\u00bb, sagt der leitende Arzt f\u00fcr Geh\u00f6r-, Sprach- und Stimmheilkunde der HNO-Klinik am Kantonsspital St. Gallen. Dass hierzulande eine bedeutende Zunahme an St\u00f6rungen der Stimmorgane festzustellen ist, verneint er. In der Schweiz gibt es auch nur gerade ein Dutzend Phoniater &#8211; zus\u00e4tzlich auf Stimme und Kehlkopf spezialisierte Hals-, Nasen- und Ohrenfachleute (HNO).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Heiserkeit &#8211; was nun?<\/strong><br>Fachleute unterscheiden organische und funktionelle St\u00f6rungen der Stimme. Ein Patient ist beispielsweise seit Wochen heiser. Sein Hausarzt untersucht seinen Rachen und macht eventuell eine Spiegelung der Stimmb\u00e4nder. Falls die Heiserkeit durch eine langwierige Erk\u00e4ltung verursacht wurde, verschreibt er Medikamente. Unter Umst\u00e4nden \u00fcberweist er ihn jedoch an einen Spezialisten. Bei der Untersuchung will Dr. Hoffmann im Beisein einer Logop\u00e4din zuerst die Vorgeschichte der Beschwerden wissen: \u00abWann ist die Heiserkeit zum ersten Mal aufgetreten? Rauchen Sie? Was tun Sie beruflich?\u00bb Arzt und Logop\u00e4din beobachten den Patienten beim Erz\u00e4hlen genau und stellen fest, wie der Patient seine Stimme braucht, in welcher Haltung er berichtet: entspannt oder eher gepresst mit Stimmeinsatz, so dass die Halsschlagadern hervortreten? Dann f\u00fchrt der Arzt ein Endoskop ein und macht eine DVD-Aufnahme. \u00abEine lang andauernde Heiserkeit kann durchaus ein Alarmzeichen f\u00fcr eine organische Ursache sein, etwa einen Kehlkopftumor, der operativ entfernt werden muss. Aber auch Heuschnupfen kann die Stimme angreifen, selten sind hormonelle St\u00f6rungen. Stellt sich eine funktionelle St\u00f6rung heraus &#8211; dabei ist die Funktion des Organs in Mitleidenschaft gezogen -, wird der Patient an unsere Logop\u00e4dinnen \u00fcberwiesen\u00bb, sagt er. Probleme mit der Stimme sind \u00fcbrigens nicht altersabh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lehrer, Manager, M\u00fctter<\/strong><br>Zu Marlise M\u00fcller-Baumberger, Leiterin der Logop\u00e4die am Kantonsspital St. Gallen, und ihren drei Kolleginnen kommen sowohl Lehrer, Kinderg\u00e4rtnerinnen und Manager als auch M\u00fctter kleiner Kinder. \u00abEs ist bedauerlich, dass gerade heutzutage Lehrer in ihrer Ausbildung keine Sprechtechnik erlernen\u00bb, sind sich Phoniater und Logop\u00e4din einig. Nun checken Marlise M\u00fcller-Baumberger und ihre Kolleginnen ein ganzes Feld von Signalen ab, die der Patient, die Patientin aussendet:<br>\u00abDie Atmung, die Stimmgebung, der Klang, der Einsatz der Stimme, die K\u00f6rperspannung &#8211; wenn wir zusammengesunken sitzen, behindern wir Atmung und Stimme. Ausschlaggebend ist auch die Sprechsituation &#8211; oftmals verschl\u00e4gt es uns die Stimme auch vor Stress oder Nervosit\u00e4t, etwa bei einem wichtigen Vortrag\u00bb, sagt sie. Manchmal zeigt eine logop\u00e4dische Therapie keinen Erfolg, etwa wenn so genannte Stimmband-Kn\u00f6tchen operativ entfernt werden k\u00f6nnen. Im Laufe der Therapie lernen die Patienten, in Stimm\u00fcbungen und in der Bewegung ihre Stimme angemessen einzusetzen und richtig zu atmen. Sie wissen um den richtigen Stimmeinsatz und die schonende Art, T\u00f6ne l\u00e4nger auszuhalten. Dabei m\u00fcssen Atem- und Sprech\u00fcbungen auch zu Hause trainiert werden. Marlise M\u00fcller-Baumberger wird immer wieder gefragt, wie man seine Stimme pflegen kann. Ihre Ratschl\u00e4ge:<br>\u00d4\u00c7\u00f3 eine ausreichende Fl\u00fcssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter pro Tag), um die Schleimh\u00e4ute feucht zu halten<br>\u00d4\u00c7\u00f3 Alkohol und Nikotin meiden (letzteres auch passiv)<br>\u00d4\u00c7\u00f3 ein gesundes Wohnklima, wo ausreichend gel\u00fcftet wird und die Luftfeuchtigkeit stimmt<br>\u00d4\u00c7\u00f3 ungewohnte scharfe Speisen meiden, wenn man anf\u00e4llig ist<br>\u00d4\u00c7\u00f3 eine ausgewogene Atmung (Brust- und Bauchatmung)<br>\u00d4\u00c7\u00f3 ein normales Sprechtempo<br>\u00d4\u00c7\u00f3 reduziertes Sprechen in l\u00e4rm-intensiver Umgebung<br>\u00d4\u00c7\u00f3 gewohnheitsm\u00e4ssiges R\u00e4uspern und Husten vermeiden, bei Heiserkeit lieber die Stimme schonen als angestrengt fl\u00fcstern<br>\u00d4\u00c7\u00f3 Sprechpausen machen (Vortrag), sich kurz zur Ruhe zwingen, tief Luft holen, um den Klangk\u00f6rper zu vergr\u00f6ssern<br>\u00d4\u00c7\u00f3 nach einer starken Belastung der Stimme Zeit geben, sich zu erholen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em> Quelle: www.tagblatt.ch (Sybil Jacoby) <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Stimm-Management f\u00fcr Lehrpersonen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/files\/2020\/08\/Stimm-Management-f\u00fcr-Lehrpersonen-1.pdf\">Stimm-Management f\u00fcr Lehrpersonen<\/a><a href=\"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/files\/2020\/08\/Stimm-Management-f\u00fcr-Lehrpersonen-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tipps f\u00fcr die Stimme \u00d4\u00c7\u00f3 viel trinken \u00d4\u00c7\u00f3 Alkohol und Nikotin meiden \u00d4\u00c7\u00f3 normales Sprechtempo \u00d4\u00c7\u00f3 kein R\u00e4uspern und Husten \u00d4\u00c7\u00f3 reduziertes Sprechen bei L\u00e4rm \u00d4\u00c7\u00f3 Sprechpausen machen \u00d4\u00c7\u00f3 Erholungszeit&hellip;<\/p>\n<p><a class=\"btn btn-primary\" href=\"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/stimmpflege\/\">weiterlesen <i class=\"fas fa-arrow-right\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":27,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":15,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-243","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/users\/27"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=243"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":616,"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions\/616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.phsg.ch\/stimme\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}