News – Medien & Informatik

Newsseiten Guido Knaus

Lehrplan 21 – Medien und Informatik

Aussagen zum fächerübergreifenden Bereich Medien und Informatik


Bundesbern im IT-Rausch

netzwoche.ch / Christoph Grau und George Sarpong, 10.07.17 An zweiter Stelle der Prioritätenliste folgt schon gleich der Bereich Bildung und der damit verbundene Erwerb von IT-Kompetenzen. Wenn noch die Thematik des Fachkräftemangels zu diesem Bereich hinzugenommen wird, dann sind sich sogar alle Parteien ausser der BDP einig, dass Bildung ein Hauptthema sein wird.

Laut SP-Nationalrätin Graf-Litscher sollte ICT zu den Grundkompetenzen gehören, die an den Schulen vermittelt werden. Der Lehrplan 21 sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Ausser dem reinen Vermitteln von ICT-Fähigkeiten müsse es aber auch darum gehen, Schülern und der Bevölkerung allgemein den Umgang mit Informationen beizubringen. Der Medienkompetenz kommt laut Graf-Litscher daher eine entscheidende Rolle zu, und diese müsse gefördert werden. Grünen-Nationalrat Glättli stimmt diesen Aussagen zu. SVP-Nationalrat Grüter sieht bei der Bildung auch die Unternehmen in der Pflicht. Ihre Aufgabe sei es, das duale Bildungssystem gerade auch im Bereich der ICT-Ausbildung zu stärken. Ergänzt werden soll dies durch die Fachhochschulen und Hochschulen. Laut Grüter braucht es aber ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen drei Säulen der Ausbildung.


Der Lehrplan ist da, aber die -Mittel fehlen

inside.ch, 23.06.17 ● Die ersten Kantone arbeiten bereits daran, den Lehrplan 21 einzuführen und im Herbst kommen weitere hinzu. Aber das Modul “Medien und Informatik” ist Neuland für die Schulen, Kantone, Behörden und Lehrmittelverlage, fasst ‘SRF’ die aktuelle Situation zusammen. Dem Bericht zu folge steht erst ein Lehrmittel für das Modul zur Verfügung. Es handle sich um “Inform@21” für die 5. und 6. Klasse. Warten müssen die Schulen auf zwei weitere Lehrmittel. Eines davon ist “Einfach Informatik” für die 7. bis 9. Klasse, das ab dem Schuljahr 2018/19 verfügbar sein soll. Noch ein Jahr später soll “Connected” für mehrere Schulstufen fertig sein.


Informatik in der Schule: Umsetzung bereitet Kopfzerbrechen

srf.ch / Méline Sieber, SRF Digital, 22.06.2017  Der Informatikunterricht im Lehrplan 21 steht vor Hürden. Lehrmittel sind knapp und nicht alle Lehrer gut ausgebildet.


Schneider-Ammann will Geld für digitale Bildung

srf.ch, 20.06.2017  Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann möchte die digitale Grund- und Weiterbildung stärken. Das zeigen SRF-Recherchen.

Bei der Weiterbildung sind alle gefordert

srf.ch / Klaus Bonanomi, 20.06.2017  150 Millionen Franken – Wirtschaftsminister Schneider-Ammann möchte die digitale Grund- und Weiterbildung stärken. Das zeigen SRF-Recherchen.


Die Schonzeit an unseren Schulen ist vorbei

nzzas.nzz.ch / Anja Burri, 10.06.2017 ● Die Volksschule in der Schweiz gilt als unantastbar. Doch damit könnte bald Schluss sein. Globale Technologiekonzerne wie Google wittern das grosse Geschäft.


Einfach Informatik

klett.ch  Mit einer dreibändigen Lehrwerksreihe ist die Lösung für den Informatikunterricht auf der Sekundarstufe I unterwegs. «Einfach Informatik» erscheint zum Schuljahr 2018/19. Auch Lehrpersonen ohne fundierte Informatik- kenntnisse kommen damit sehr gut klar.


Kantis könnten digitalen Wandel verschlafen

LuzernerZeitung / Michel Burtscher, 20.05.2017  An den Gymnasien soll das Fach Informatik eingeführt werden. Das sei höchste Zeit, sagt Marc König, Präsident der Konferenz der Gymnasialdirektoren. Er warnt: Die Schweiz müsse aufpassen, dass sie von anderen Ländern nicht abgehängt werde.


Verbände fordern konsequente Umsetzung von Lehrplan 21

inside-it.ch, 18.04.2017  Wirtschaft und Wissenschaft befürchten, dass Informatik weiterhin ein Rand-Dasein fristet.


Schwieriger Wechsel in den digitalen Modus

nzz.ch / Angelika Hardegger, 7.04.2017  Mit Informatikunterricht in der Primarschule sollen die Schweizer Kinder auf das Leben und Arbeiten im digitalen Zeitalter vorbereitet werden. Die Frage ist nur, von wem.


«Man kann vor der Informatik nicht davonlaufen»

nzz.ch / Angelika Hardegger, 7.04.2017  Für den ETH-Professor Juraj Hromkovic ist klar: Informatik wird dereinst den gleichen Stellenwert haben wie die Mathematik.


«Programmieren, so wichtig wie schreiben und lesen»

fritzundfraenzi.ch/ Arena Ristic, 12.2016 ● Um mit der technologischen Entwicklung der Zukunft mithalten zu können, müssen Kinder programmieren lernen, sagt der ETH-Informatikprofessor Juraj Hromkovic – und fordert ein eigenes Schulfach Informatik.


Pro Juventute lanciert innovativen Online-Test für Schulen
Lehrpersonen können den Unterricht auf den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler abstimmen

presseportal.ch / Zürich (ots), 03.11.16)  98 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz haben ein Smartphone. Sie nutzen die damit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bisher aber oft ohne das nötige Knowhow und die erforderliche kritische Reflexion. Der Umgang mit Internet, Handy und sozialen Medien ist daher fester Bestandteil des Lehrplans 21. Für diesen wichtigen Schritt bietet Pro Juventute den Schulen nun einen innovativen, webbasierten Einstufungstest an, der das Medienwissen der Schülerinnen und Schüler misst und den Lehrpersonen darauf basierend Unterrichtsinhalte und Lehrmittel vorschlägt. Der sogenannte Medienprofis-Test ist der erste seiner Art. Entwickelt hat ihn die Pädagogische Hochschule Schwyz im Auftrag von Pro Juventute nach streng wissenschaftlichen Kriterien. Ab sofort können Lehrpersonen den Medienkompetenztest für die 3. bis 8. Klasse unter http://www.medienprofis-test.ch kostenlos nutzen. Die Entwicklung des Tests wurde durch die finanzielle Unterstützung von Google.org im Rahmen einer mehrjährigen Partnerschaft mit Pro Juventute ermöglicht. Der Medientest steht Schulen ab 3. November 2016 in Deutsch und ab Frühjahr 2017 in Französisch und Italienisch zur Verfügung.

Medienkompetenz-Test

Schwyz bereitet sich mit Lehrplan 21 auf die digitale Zukunft vor

luzernerzeitung.ch, 03.11.16 ● Mit der Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Schwyz ab dem Schuljahr 2017/18 sollen auch Primarschüler in den Bereichen Medien und Informatik Kompetenzen aufbauen. Der Erziehungsrat hat entsprechende Rahmenbedingungen definiert.

Der Modullehrplan heisst “Medien und Informatik”. Neu sollen Computer und Internet nicht mehr nur im Sinne von Werkzeugen zur Unterstützung von Lernprozessen genutzt werden, sondern selber zum Inhalt im Unterricht werden, teilte der Schwyzer Erziehungsrat am Donnerstag mit.

Der Erziehungsrat legte fest, dass auf der Primarstufe in den 5. und 6. Klassen insgesamt 38 Lektionen pro Schuljahr zur Verfügung stehen sollen. Das entspreche je 19 Lektionen für Medienbildung im Fachbereich Deutsch und für Informatik integriert im Fachbereich Mathematik. Ab der 5. Klasse sollen die erworbenen Kompetenzen benotet werden.

Auf der Sekundarschule, wo der Lehrplan 21 ab dem Schuljahr 2018/19 umgesetzt wird, gibt es bereits heute das Fach “Informatik”. Neu soll dieses auch “Medien und Informatik” heissen. Und es sollen vermehrt Grundkonzepte der Informatik und Inhalte aus der Medienbildung vermittelt werden. (…)


Programmierfans müssen sich bis zur Einführung des Lehrplans 21 gedulden

limmattalerzeitung.ch, 12.10.16 ● Gemeinderat Beat Kunz wollte die Stadt ermuntern, Jugendlichen Informatikkurse anzubieten. Der Zeitpunkt sei nicht der richtige, erwidert diese. Nach der Umsetzung des Lehrplans 21 können Schüler das Modul «Medien und Informatik» besuchen.


Kompetenzencheck für Medien und Informatik

blog.edu-ict.ch / René Moser, 28.09.16 ● Was ist die geeignete Weiterbildung für mich, damit ich methodisch-didaktisch fit bin, im Rahmen des Lehrplans 21 Medien und Informatik zu unterrichten?

Um Lehrpersonen in dieser Fragestellung optimal zu unterstützen und die richtigen Weiterbildungsangebote vorzubereiten, entwickelt die PH Schwyz im Auftrag von 17 Kantonen ein Selbstevaluations-Tool.


PH Zug: Infonium 2/2016 zum Thema «Neue Medien und Informatik»

zg.ch, 09.16 ● Zweifellos haben die Neuen Medien die Arbeitswelt, aber auch die Art der Kommunikation im privaten Umfeld stark verändert. Wie beeinflusst diese zunehmende Digitalisierung die Schule und die Ausbildung von Lehrpersonen? Das Infonium 2/2016 geht dieser Frage nach.


Medien und Informatik in der Volksschule – Empfehlungen an die Gemeinden und an die Schulleitungen
Erziehungsdirektion des Kantons Bern

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien schreitet rasch voran und verändert die Medienwelt. Die Nutzung dieser Technologien durch Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern hat sich in den letzten 10 Jahren ebenso rasch und grundlegend verändert. Eine Verlangsamung dieser Entwicklung ist nicht absehbar.

Das AKVB hat zusammen mit dem Institut für Medienbildung der PHBern im Jahr 2014 sechs Workshops mit einem breiten Teilnehmerkreis durchgeführt mit dem Ziel, die bestehenden Empfehlungen für die Gemeinden und Schulen zu „Medien und Informatik“ zu überarbeiten. Die Ergebnisse dieser Workshops sind in einem Zwischenbericht festgehalten. Ausgehend von diesem Zwischenbericht hat eine Projektgruppe der Erziehungsdirektion mit Fachpersonen aus den Gemeinden dieses Dokument ausgearbeitet (…).


Keine Angst vor Industrie 4.0?

inside-it.ch/hjm, 30.06.16 ● Insgesamt, so der Verband, sei Industrie 4.0 deshalb keine Gefahr sondern eine grosse Chance für den Werkplatz Schweiz. Allerdings steigen die Anforderungen an die Flexibilität und die Qualifikation von Mitarbeitenden sowie Führungskräften. Swissmem findet es daher wichtig, dass der Lehrplan 21, der die “längst fällige” Aufwertung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bringe, in allen Kantonen möglichst bald eingeführt wird.


«Wer keine Progammiersprache beherrscht, sollte nicht die Matura machen dürfen»

computerworld.ch / Fabian Vogt , 21.06.2016 ● Programmieren an der Grundschule ist ein Muss, sagen Wirtschaftsvertreter und Politiker. Der gerade reformierte Lehrplan 21 zeigt, dass die Bildungsinstitutionen im Prinzip dafür sind, die Ausgestaltung aber Schwierigkeiten mit sich bringt.


Schon Erstklässler sollen Programmieren

fm1today.ch, 19.06.16 ●Tablets, Smartphones und Laptops – schon jetzt wissen die meisten Primarschüler, wie diese Gadgets zu benutzen sind. Die digitale Revolution ist längst in der Unterstufe angekommen und neu auch im Lehrplan. Das Programmieren wird zum Pflichtfach.


«Schweizer Schüler sollen programmieren lernen»

20min.ch / S. Spate, 10.06.16 Damit die Schweiz nicht abgehängt wird, fordert Ex-Notenbanker Philipp Hildebrand, dass an Schulen neben dem Lesen auch Programmieren vermittelt wird.


Informatik statt Aufklärung?

blog.tagesanzeiger.ch / Andreas Pfister, 01.06.16 ● Alle wollen Mint fördern. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik seien untervertreten am Gymnasium, heisst es, dafür gebe es zu viel Schöngeistiges. Man hört den Vorwurf der verträumten höheren Töchterschule. Bildungsdirigistische Massnahmen wie ein Numerus clausus für Geisteswissenschaften stehen zur Debatte.

Nun will die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) Gegensteuer geben: Geprüft wird Informatik als neues Grundlagenfach fürs Gymnasium.


Informatik statt Handsgi

tagesanzeiger.ch / Daniel Schneebeli, 16.04.16 ● Bildungsdirektorin Silvia Steiner präsentiert die Zürcher Version für den Lehrplan 21. Es gibt neue Fächer und Änderungen bei den Fremdsprachen.


Programmieren statt stricken

srf / 15.04.16 ● Mehr Computer – weniger Handarbeit. Dazu müssen die Schülerinnen und Schüler länger die Schulbank drücken. Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner informierte am Freitag, wie der Lehrplan 21 im Kanton Zürich umgesetzt werden soll.


BYOD auch bald in Schulen?

inside.it /15.04.16 ● Finanzschwachen Gemeinden fällt es oft schwer, die Schul-ICT dem neuen Lehrplan angemessen aufzurüsten. Lützelflüh kann das Problem mit einer Spende lösen, in Uri sorgt man sich um ICT-Chancenungleichheit.


«Schule sperrt Lebenswirklichkeit aus»

lch.ch / Heinz Weber, 4|2016 ● Trotz reichem Angebot an Geräten, Anwendungen und weltweiter Vernetzung ist die Schule noch keineswegs von Computer und Internet überschwemmt. Das zeigte sich an einer Tagung der Schweizerischen Stiftung für audio- visuelle Bildungsangebote SSAB in Bern.


Zürcher Schüler erhalten ab 2018 “echten” Informatik­unterricht

inside-it.ch/kjo, 30.11.15 ● Der Kanton Zürich beginnt im Schuljahr 2017/18 mit der Einführung des Lehrplans 21, womit “echte” Informatik fester Bestandteil im Volksschulunterricht wird. Dabei geht es darum, den Schülern nicht nur Anwenderwissen sondern auch Informatikgrundlagen zu vermitteln. Wie der Bildungsrat mitteilt, sollen die unteren Klassen ab 2018/19 und die restlichen Schüler ab 2019/2020 nach dem neuen Lehrplan unterrichtet werden.

Im Herbst 2017 beginne man mit den Vorbereitungsarbeiten und Weiterbildungen für die . Lehrpersonen. Ein Schuljahr später soll der neue Lehrplan im Kindergarten und in der Primarstufe bis zur fünften Klasse eingeführt werden. Im Schuljahr 2019/2020 folgt die Einführung in der sechsten Klasse und auf Sekundarstufe I.

Der Bildungsrat hält zudem fest, dass sich das Lehrmittelangebot für den Lehrplan 21 im Kanton Zürich gut entwickelt. Ein Teil entspreche bereits weitgehend den Vorlagen des neuen Lehrplans, andere wiederum seien in Entwicklung und der Handlungsbedarf in Medien und Informatik “ist erkannt”, heisst es weiter.


Kritik am obligatorischen Informatik-Unterricht im Aargau

srf.ch, Regionaljournal Aargau Solothurn, gutm/bras, 18.11.15 ● Informatik soll an Aargauer Kantonsschulen zum Pflichtfach werden, hat das Bildungsdepartement vor zwei Wochen entschieden. Und zwar soll das bereits ab dem nächsten Schuljahr gelten. Der Vorstand des Verbands der Mittelschullehrer AMV weist nun auf Probleme hin.


 
Unterrichtsmaterial “Programmieren” für die Sek 1 im Lehrplan 21

ict-berufsbildung-bern.ch 16.11.15 ● Im neuen Lehrplan 21 der Volksschule ist verankert, dass Informatik – Programmieren, Algorithmen u.a.m. – gelernt werden soll. Passendes Lehrmaterial aber fehlte beim Start 2015 noch. swissICT (externe Seite) bietet mit den Lernzielen kompatible Unterrichtseinheiten. Zielgruppe: Sek 1-Klassen.


Lehrer bleibt trotz Roboter

tagblatt.ch/ostschweiz, Fritz Bichsel, 14.11.15 ● Die Schule müsse in der Digitalisierung mithalten. Trotzdem gebe es in der Volksschule auch künftig Klassen und Lehrer: Darüber sind sich Fachleute am Hochschultag der PH St. Gallen einig.

Beat Döbeli zeigt, dass es um mehr geht als den Umgang mit elektronischen Geräten: Schülern Kompetenzen vermitteln für das Leben in der digitalen Welt, zum Filtern von relevanten Informationen aus Unmengen und zum Verstehen, wie Informatik und weltweite Vernetzung funktionieren. Dafür brauche es Willen der Lehrpersonen, Wissen bei Lehrern und Schülern und Werkzeuge für alle Lernenden.

Der Kanton St. Gallen hat seit 15 Jahren ein Konzept für Informatik in der Volksschule. Jetzt macht er mit dem Lehrplan 21 grosse Schritte, wie Regierungsrat Stefan Kölliker aufzeigt: Ein neues Konzept und Empfehlungen für die lokale Umsetzung sollen «pädagogische Nutzung von Informatik» und «Zugang aller Schüler zu Compter und Internet» sicherstellen. Dafür werden die Lehrpersonen fachlich und didaktisch aus- und weitergebildet sowie Lernsysteme und Lehrmittel entwickelt.

An der PHSG ist in diesen Bereichen das Institut ICT & Medien tätig. Auch sein Leiter Ralph Kugler betont, bei der Digitalisierung der Volksschule stehe das Vermitteln von Kompetenzen an Lehrkräfte und Lernende für das Leben mit Informatik im Zentrum

Fachleute der PHSG empfehlen, bereits im Kindergarten zu beginnen. Und sich von einer falschen Vorstellung zu lösen: Kinder können zwar bereits in diesem Alter elektronische Geräte aller Art bedienen, aber auch ältere haben noch kaum Medienkompetenz.

Digitalisierung und Volksschule: Warum – Was – Wie? 
Hauptreferat von Beat Doebeli am Hochschultag der Pädagogischen Hochschule St. Gallen 2015, Rorschach, 13.11.2015


Informatik an Kantis: «Vertieftes Grundwissen unverzichtbar»

badenertagblatt.ch, Jörg Müller, 06.11.15 ● An den Gymnasien im Aargau ist Informatik ab dem Schuljahr 2016/17 obligatorisches Schulfach. Das ist schweizweit neu und einzigartig. Medienpädagoge Philippe Wampfler erklärt, weshalb.


Medienkompetenz – auch eine Aufgabe der Schule!

lch.ch/Beat Zemp, Nov. 2015 ● Der Lehrplan 21 sieht für die Schule auch die Förderung von Medienkompetenz und Informatik vor. Dazu benötigen Lehrpersonen eine vertiefte Grundausbildung und gezielte Weiterbildungen. Ein neuer Leitfaden des LCH soll sie für den Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit sensibilisieren.


Umsetzung des Lehrplans 21 (ZH)

blog.phzh / Thomas Stierli, 19.10.15 ● Die Umsetzung des Lehrplans 21 in den Bereichen Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen liegt bei den einzelnen Kantonen. Dafür muss unter anderem geklärt werden, ob der Modullehrplan «Medien und Informatik» ein Zeitgefäss in der Stundentafel erhalten soll, wie die Beurteilung im Zeugnis aussehen könnte oder welche Lehrmittel notwendig sind. Die Vorbereitungsarbeiten im Kanton Zürich sind im Gange.

Zentral für eine gelungene Umsetzung sind ohne Zweifel die Kompetenzen der Lehrpersonen. Lehrpersonen müssen nicht nur eine positive Grundhaltung haben, sondern es sich auch zutrauen ICT, Medien und Informatik in den Unterricht zu integrieren. Dieses Zutrauen wächst mit den persönlichen Kompetenzen (…)


Medien und Informatik im Unterricht

mi4u ● Hier finden Lehrpersonen ein Instrument, welches sie auf dem Weg der Förderung informatischer Bildung von Schülerinnen und Schülern im Sinne des Lehrplans 21 Medien und Informatik unterstützt. Diese Webseite bietet bewährte Unterrichtsideen, Materialien für die Gestaltung eigener Unterrichtseinheiten und ein Kompetenzraster, das aufzeigt, wie sich Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien kontinuierlich vom Kindergarten durch die Primarschule hindurch bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit aufbauen lassen.


Medien als Schulfach – jetzt!

aargauerzeitung.ch / Dennis Bühler, 29.09.15 ● Die digitale Transformation der Welt muss endlich Folgen für die Lehrpläne haben und zwar nicht nur an Gymnasien, sondern bereits in der Primarschule. Was im Leben der Kinder und Jugendlichen einen so hohen Stellenwert hat, gehört in den Unterricht.

Während das Internet für alte, mächtige Menschen wie Angela Merkel noch immer «Neuland» ist, sind sie mit ihm aufgewachsen: Kinder, die zwischen 6 und 13 Jahre alt sind und in die Primarschule gehen. Wie selbstverständlich tippen sie auf dem Smartphone rum, das zu Hause rumliegt, ohne Probleme scrollen sie im Internet und zoomen auf dem iPad. Kein Wunder: Während das Internet zum Ende des letzten Jahrtausends – als Merkel noch nicht deutsche Bundeskanzlerin, aber schon nicht mehr jung war – noch kaum eine Rolle spielte, ist es heute allgegenwärtig. Gaben 1997 in einer Umfrage des Schweizer Bundesamts für Statistik noch bloss sieben Prozent der Bevölkerung an, mehrmals pro Woche zu surfen, sind es heute 87.

Seit Montag liegen die Ergebnisse der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) vor, die erstmals in einer gross angelegten Studie die Mediennutzung von Kindern im Primarschulalter untersucht hat. Die Erkenntnisse sind vielschichtig: So zeigt sich erstens, dass die «Generation Touchscreen» hierzulande bisher «mehr Mythos als Realität» ist, wie sich ZHAW-Forscher Daniel Süss ausdrückte; so spielen Schweizer Kinder in ihrer Freizeit lieber Fussball, Fangen oder Verstecken, als dass sie am Computer oder Tablet gamen.

Digitale Medien in den Lehrplan

Doch zweitens verweist die Studie auch auf die herausragende Bedeutung der digitalen Medien für Kinder im Primarschulalter. Mehr als ein Drittel der Sechs- bis Siebenjährigen besitzt ein Handy, bei den 12- bis 13-Jährigen sind es bereits drei Viertel. «Das Handy ist das mit Abstand beliebteste Medium – selbst bei Kindern, die noch gar kein eigenes Gerät besitzen», so Süss. Auf die Frage, welches Medium sie behalten würden, wenn sie alle ausser einem abgeben müssten, antworteten denn auch mit Abstand am meisten der mehr als 1000 befragten Kinder im Primarschulalter mit «Handy». Welche Schlüsse sollten nun aus dieser ZHAW-Studie gezogen werden?

In erster Linie der folgende: Die digitale Transformation der Welt muss endlich Auswirkungen auf die Lehrpläne haben und zwar nicht nur an Gymnasien, sondern bereits in der Primarschule. Was im Leben der Kinder und Jugendlichen einen so hohen Stellenwert hat wie digitale Medien, gehört in den Unterricht – und zwar besser heute als morgen. Den Umgang mit digitalen Medien nicht zu lehren, ist geradezu fahrlässig. Doch das ist leider noch immer Alltag: Eine vor drei Jahren veröffentlichte Studie des Kantons Zürich förderte zutage, dass von 1068 befragten Schülern im Alter von 12 bis 20 Jahren über 70 Prozent in der Schule noch nie oder nur am Rande über das Internet gesprochen hatten.

Viel geändert hat sich in der Zwischenzeit nicht: Noch immer kennt einzig der Kanton Solothurn ein Schulfach, in welchem Medienkompetenz vermittelt wird – genannt wird es seit August «Informatische Bildung», um so die Bedeutung der Informatik zu steigern. «Informatik ist eine Voraussetzung für das Verständnis der Informationsgesellschaft und Teil der Allgemeinbildung», heisst es in einer kürzlich publizierten Broschüre des Solothurner Volksschulamtes zu Recht.

Medienkompetenz im Kindergarten

Immerhin: Im Lehrplan 21, der im März nach ellenlangen Diskussionen endlich zur Umsetzung an die Kantone gereicht wurde, ist Medienbildung obligatorisch vorgesehen. Doch der propagierte integrative Ansatz genügt nicht: Medienbildung muss – wie in Solothurn – als eigenes Fach angeboten werden; ab und zu im Mathe-Unterricht ein Sudoku auf dem Tablet zu lösen oder einen Geschichtsvortrag mit Power Point zu präsentieren, ist gut und recht. Aber zu wenig. Auch soll Medienkompetenz nicht erst ab der 3. Primarschulklasse gefördert werden, sondern schon ab dem Kindergarten. Diesen Bedarf hat die Studie der ZHAW gestern erneut bestätigt.

Zum Schluss eine versöhnliche Nachricht – vielleicht sind die Zeichen der Zeit ja doch erkannt: Imedias, die Beratungsstelle Digitale Medien in Schule und Unterricht der Fachhochschule Nordwestschweiz, stellt dieser Tage eine neue Online-Plattform vor, auf der Lehrer konkrete Ideen finden, wie sie die Medienkompetenz ihrer Schüler fördern können. Nach den Herbstferien wird mi4u.ch zur Verfügung stehen. Allen Lehrern, schweizweit. Sie müssen nur wollen.


Zweifel am fächerübergreifenden Unterricht

netzwoche.ch / CHRISTOPH GRAU UND MARCEL MAURICE URECH, 09.09.2015  ● “Sind Sie dafür, dass Fächer wie Programmierung und Informatik in der Primarstufe schweizweit obligatorisch werden?” – das fragten wir die Parteien zum Bildungswesen. “Vielleicht nicht gerade Programmierung”, entgegnete die BDP, “aber die MINT-Fächer müssen generell wieder gestärkt werden.” Ein Ausbau der Lehre in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wird laut der BDP dafür sorgen, dass sich wieder mehr Schüler für eine Ausbildung in der ICT-Branche entscheiden.

Die CVP sieht dies ähnlich. Informatikwissen werde nur fächerübergreifend vermittelt – das reiche nicht mehr. “Viele Studien haben gezeigt, dass der fächerübergreifende Unterricht zwar möglich und effektiv ist, aber in den allermeisten Fällen nicht umgesetzt wird.” Die Partei schlägt vor: Spätestens ab dem dritten Zyklus (7. bis 9. Klasse) soll es das Fach “Informatik und Medien” geben, besser bereits im 2. Zyklus (3. bis 6. Klasse).

Auch die SP unterstützt die Schaffung eines obligatorischen Fachs ICT/Medien. Es müsse aber mehr vermitteln als bloss die Grundzüge der Programmierung. Zentral sei der Umgang mit Informationen, Daten und Medien. “Die Schüler sollen Medienkompetenz erwerben, sich mit Datenschutz auseinandersetzen und die Bewältigung grosser Datenmengen mittels IT-Anwendungen erlernen.”

Die FDP sieht in der Förderung der MINT-Fächer sogar die Lösung für den Fachkräftemangel. Die Partei fordert, dass ICT im Lehrplan bereits auf der Grundstufe einen wichtigeren Platz einnimmt – Informatik müsse als eigenes Fach unterrichtet werden. Auch bei den Ausbildungen an den Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz sollen die MINT-Fächer einen höheren Stellenwert erhalten.


Medien und Informatik ist kein Thema

beat.doebe.li / Beat Döbeli Honegger, 25.09.2015 ● Es ist keine neue Erkennntis, aber wieder mal ein aktueller Beleg für die Tatsache, dass der Teillehrplan Medien und Informatik (Biblionetz:t17600) kein Thema in der öffentlichen Wahrnehmung des Lehrplans 21 (Biblionetz:w2172) ist.

Im aktuellen Interview der Coop-Zeitung mit Urs Moser Die neue Schule – Das will der Lehrplan 21 (Biblionetz:t18208) kommen die Begriffe ICT, Medien und Informatik nicht vor. (…)

(…) Dass mit dem Lehrplan 21 ein neues Schulfach Medien und Informatik in die Schule kommt, für das die meisten angehenden und amitierenden Lehrpersonen praktisch kein Vorwissen mitbringen, weil das weder in ihrer eigenen Schulzeit noch Ausbildung Thema war: Kein Wort.

Das kann durchaus positiv sein, da so keine anstrengende politischen Diskussionen zu führen sind. Umgekehrt kann es auch zur Folge haben, dass der Bereich schlicht vergessen geht und auch der notwendigen Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen zu wenig Gewicht beigemessen wird. Aber das sage ich ja nicht zum ersten Mal.


Der lange Weg zum Klassenzimmer 2.0

beat.doebe.li / Beat Döbeli Honegger, 09.2015 ● Das Thema «ICT in der Schule» beschäftigt Schul- und Gemeindebehörden seit bald dreissig Jahren. Die Technologie hat sich in dieser Zeit massiv gewandelt, die Herausforderungen für die öffentliche Hand sind jedoch die gleichen geblieben. Der aktuelle Trend zu mobilen Geräten und die Umsetzung des Lehrplans 21 sorgen dafür, dass das Thema vielerorts bald wieder auf der Traktandenliste auftaucht.


Unterrichtsmaterial für die Primarschule (BL)

baselland.ch, 08.2015 ● Unterrichtsmaterial und Jahrespläne 3. – 6. Klasse für die Umsetzung des Modullehrplans “Medien und Informatik”


Solothurner Rückenwind für Tablets

lch.ch / Adrian Albisser, 29.08.2015 ● Im Projekt MyPad erprobten Solothurner Schulklassen zwei Jahre lang Tablets im Unterricht. Der Kanton nutzt die Erkenntnisse aus dem Projekt und lanciert ein neues Schulfach: Informatische Bildung.

Geht es nach Remo Ankli, Bildungsdirektor des Kantons Solothurn, so gehören Tablets schon bald in jede Schultasche. Er sei überzeugt, dass «künftig jeder Schüler ein eigenes Gerät besitzen wird, die Netzwerke leistungsfähiger werden und Cloud-Computing in raschen Schritten an Bedeutung gewinnt», erklärte Ankli an der Medienkonferenz zum Abschluss des MyPad-Projekts Mitte Mai in Solothurn. Von 2012 bis 2014 angelegt, waren an MyPad insgesamt 45 Lehrpersonen sowie 250 Schülerinnen und Schülern von der 3. Klasse bis zur Berufsfachschule beteiligt.

Der nun vorliegende Schlussbericht zieht ein positives Fazit. So habe MyPad den Unterricht bereichert und sei bei fast allen Beteiligten gut angekommen. In einer Online-Befragung bestätigten mehr als zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen, dass die Schule mit dem Tablet allgemein spannender und abwechslungsreicher geworden sei.


Wie man Primarschülern programmieren lehrt

inside-it.ch, 27.08.15 ● Die Einführung des Lehrplan 21 stellt Primarschulen und – Lehrer vor grosse Herausforderungen. SwissICT hilft mit kostenlosen Vorschlägen für Unterrichseinheiten.

Verschiedene Kantone führen nun den Lehrplan 21 für die Volksschule ein. Damit zieht “richtige” Informatik, also die Kunst, Software-Systeme zu machen, in die deutschschweizer Primarschulen ein.

Per Dekret ist die Einführung der neuen Lehrpläne allerdings nicht zu schaffen. Die Umsetzung der neuen Lernziele in die Praxis der Primarschule ist ein mehrjähriger Prozess, der primär in den Schulen selbst stattfindet. Und diese brauchen Unterstützung

Zusammen mit kiknet hat SwissICT die Initiative ergriffen und eine Reihe von (kostenlosen) Informatik-Unterrichtseinheiten entwickelt. Als Programmierumgebung hat man Scratch gewählt. In Scratch programmiert man nicht mit klassischen textlichen “Befehlen” sondern mit grafischen Elementen. Die Programmiersprache ermöglicht intiuitives Lernen und führt rasch zu ersten, motivierenden Erfolgen. Gleichzeitig ist Scratch objekt- und ereignisorientiert und erlaubt die Einbindung von Sensoren und Aktoren. Man kann also zum Beispiel Maschinen und Automaten mit Lego WeDo Robotern bauen.

Die Einführung des neuen Lehrplans stellt hohe Anforderungen an Primarlehrerinnen und -Lehrer, denen seit Jahren immer mehr gesellschaftliche Aufgaben aufgebürdet werden. Konkrete Hilfestellungen wie die Unterrichtseinheiten von SwissICT und kiknet sind dringend gefragt. (hc)


Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen

Beat Doebeli, 25.08.15 ● Workshop der kantonalen ICT-Center an der PHBern – Präsentation von Beat Doebeli


Jetzt auch Lehrplan für Informatik am Gymnasium

inside-it.ch / 18.08.2015 ● Was dem Dachverband ICTswitzerland mit dem Lehrplan 21 für den Kindergarten und die Volksschule gelungen ist, will nun die Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) auch für die Gymnasien erreichen: Die feste Verankerung der Informatik im Lehrplan als Grundlagenfach. Aus diesem Grund arbeitet die SI in einer Arbeitsgruppe mit dem Schweizerischen Verein für Informatik in der Ausbildung (SVIA) an einem Lehrplan für ein Grundlagenfach Informatik, der insbesondere alle Gymnasiastinnen und Gymnasiasten adressiert, wie Dominik Gruntz vom SI-Vorstand mitteilt. Eine erste Version dieses Lehrplans soll noch in diesem Jahr präsentiert werden.

Der Arbeitsgruppe gehe es darum, dass alle künftigen Lehrer, Ärzte, Ingenieure oder auch Juristen ihr Basiswissen aus der Volksschule vertiefen können. Dazu gehöre etwa, eine Programmiersprache zu erlernen, um so Algorithmen und Problemlösungsansätze der Informatik implementieren zu können, wie Gruntz festhält. Konkret werden sich die Lerngebiete an sieben zentralen Schwerpunkten orientieren. Das sind Algorithmen und Programmieren, . Information und Daten, Systeme, Vernetzung und Sicherheit, Modellierung und Simulation sowie Informationsgesellschaft. Man werde für dieses Fach einen Umfang von etwa vier “Jahreswochenlektionen” empfehlen, so der SI-Vorstand.

SVIA-Geschäftsführerin Andrea Leu verweist zur Begründung der gemeinsamen Anstrengungen mit dem SI auf die aktuell unbefriedigende Situation hin. Während etwa der Aargau als Vorreiter gilt und einen entsprechenden gymnasialen Lehrplan bereits auf das Schuljahr 2016-2017 einführen will, liefen in den meisten anderen Kantonen allenfalls erste Gespräche, wie Leu zu inside-it.ch sagte. Hier verstehe sich der nun in Arbeit befindliche Lehrplan als eine Hilfestellung, um möglichst rasch auf kantonaler Stufe oder auf der Ebene der EDK (Erziehungsdirektoren Konferenz) zu einer verbindlichen Verankerung der Informatik als Grundlagenfach in Gymnasien zu kommen. Eigentlich, so Leu weiter, führe man nur die Aktivitäten für Gymnasien weiter, die von der Hasler-Stiftung mit dem Förderprogramm Fit in Informatik (FIT) angestossen worden seien. (vri)


Tagung zu informatischer Bildung in der Primarschule
Wir diskutieren und erkunden, wie das fehlende Puzzlestück eingefügt werden kann!

fhnw.ch, 13.08.2015 ● Das Ziel dieser Tagung ist, VertreterInnen der Pädagogischen Hochschulen, sowie Lehrpersonen in einem informellen Rahmen zusammenzubringen, um zu diskutieren, wie die Informatik in die Primarschule eingebettet werden kann. Lehrpersonen der Primarstufe sind weniger fächerorientiert als diejenigen der Sekundarstufen, was für die Integration von Informatik eine grosse Chance sein kann. Ein Konzept, in welchem die Informatik bzw. die Kompetenz “Computational Thinking” in verschiedenen Disziplinen wie Sprache, Gestalten, Mathematik, Musik etc. integriert werden kann, könnte zu einem erfolgreichen Modell nicht nur für die Primarstufe sondern auch für die Sekundarstufen werden.

Während dieser Tagung wird viel Raum für Diskussionen gelassen, es werden aber auch konkrete Ideen präsentiert. Der Vormittag ist vor allem für VerteterInnen der PH’s interessant, Lehrpersonen sind aber auch herzlich willkommen. Der Nachmittag ist für beide interessant; in parallel laufenden Workshops können die Teilnehmer Beispiele von Aktivitäten der informatischen Bildung für die Schule ausprobieren. Anschliessend wird nochmals reflektiert und diskutiert, mit dem Ziel, konkretere Strategien für die Zukunft zu definieren.


Informatische Bildung in der Schweiz

16.06.15 ● Scalable Game Design Schweiz


Programmieren als dritte Fremdsprache

fit-in-it.ch04.06.2015 ● Lehrpläne sollen die Bedeutung der digitalen Welt berücksichtigen, fordert Prof. Dr. Alexander Repenning, Leiter Informatische Bildung an der Pädagogischen Hochschule FHNW.

Programmieren als dritte Fremdsprache

SonntagsZeitung31.05.2015 ● Lehrpläne sollen die Bedeutung der digitalen Welt berücksichtigen, fordert Prof. Dr. Alexander Repenning, Leiter Informatische Bildung an der Pädagogischen Hochschule FHNW.


Die Minibiber – Entdecke die Informatik!

minibiber.ch02.06.2015 ● Die Minibiber richten sich gemäss dem Lehrplan 21 primär an Lehrpersonen von Schülerinnen und Schülern im Zyklus 1. Die Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sind natürlich auch für den Zyklus 2 und 3 als knifflige Herausforderungen gedacht. Tauchen Sie ein in die spannende Welt der Minibiber und erleben Sie Informatik auf spielerischen und abenteuerlichen Wegen.


Die Zeichen der Zeit erkannt

fit-in-it.ch/Der Bund, 28.05.2015 ● Wie die deutsch-schweizerischen Erziehungsdirektoren kürzlich entschieden haben, sollen Schülerinnen und Schüler in einem eigenen Fach auf die neue digitale Zukunft vorbereitet und mit Kompetenzen im Bereich Informatik ausgestattet werden. Dies soll in einem neuen obligatorischen Modul «Medien und Informatik» geschehen. Das neue Fach wird drei Aspekte abdecken: den Umgang mit den neuen Medien, die Handhabung des Computers (ICT) und Grundlagen der Informatik


Kanton Solothurn: Neue Empfehlungen zur informatischen Bildung

soaktuell.ch23.05.2015 ● Das Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn hat gestern anlässlich einer Medienkonferenz Empfehlungen zur informatischen Bildung des Kantons Solothurn vorgestellt. Die Schulen erhalten damit erprobte Empfehlungen und solide Grundlagen für strategische, technische und organisatorische Entscheide für die informatische Bildung. Damit aktualisiert der Kanton – 23 Jahre nach der ersten Verankerung des Begriffs «Informatik und Medienbildung» im Lehrplan – für die Volksschule die Regelstandards für die informatische Bildung und geht damit in die mobile 1:1-Computing Ära.

Der Kanton Solothurn als Industriekanton erkannte früh den Stellenwert der «informatischen Bildung» für Bildung und Beruf und legte 1992 mit dem Kapitel «Informatik und Medienbildung» im Lehrplan den Grundstein für die Einführung des Computers im Schulunterricht. Zehn Jahre später begann im Rahmen der Swisscom-Bildungsoffensive «Schulen ins Netz» der Einzug des Internets in die Schulzimmer. Seit 2008 bildet das «stufenübergreifende ICT-Entwicklungs­konzept für die Schulen im Kanton Solothurn» den verbindlichen Rahmen für die Nutzung sowie den Unterricht mit ICT, Internet und digitalen Medien in den Schulen. Mit der Verankerung der informatischen Bildung in der Lektionentafel ab der 3. Klasse der Primarschule bis zur 3. Klasse der Sekundarschule hat der Kanton Solothurn in der schweizerischen Bildungslandschaft eine Pionierleistung erbracht, welche im In- und Ausland Beachtung fand.

Informatische Bildung – neu mit Informatik

Das stufenübergreifende ICT-Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2008 wurde auf seine Umsetzung und Wirksamkeit überprüft. Die Ergebnisse zeigten, dass die technischen und pädagogischen Ziele übertroffen wurden. Die Evaluation zeigte aber auch auf, dass die rasante technische Entwicklung sowie die explosionsartige Verbreitung von mobilen Computern in der Gesellschaft und im Beruf zwingend erfordern, das Konzept weiterzuentwickeln.

Das Fach «informatische Bildung» wird mit Informatik ergänzt und baut neu auf drei Säulen auf:

  • Medienbildung, bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit den (digitalen) Medien;
  • ICT-Anwendungskompetenz, Fähigkeit im Umgang mit den digitalen Medien, also Geräten, Technologien und Anwendungen;
  • Informatik erschliesst die Gesetze der Informationsverarbeitung mit dem Computer. Wie „tickt“ die Digitalisierung? Methoden, Möglichkeiten und Grenzen des Computereinsatzes müssen Schülern und Schülerinnen plausibel gemacht werden.
    Steuerungswissen verhindert Fehlinvestitionen

Mit der Einführung von Tablet-Computern als Arbeitsgeräte lancierte der Kanton Solothurn 2012 bis 2014 das Projekt „myPad“, ein schweizweit einmaliges 1:1-Computing-Projekt. In zwölf Schulklassen von der 3. Klasse der Primarschule bis zur 3. Klasse der Sekundarschule und in zwei Klassen der Sekundarstufe II erhielten alle Schüler ein persönliches iPad, das ihnen und ihren Lehrpersonen sowohl in der Schule wie auch in der Freizeit zur Verfügung stand. Insgesamt nahmen 45 Lehrpersonen und 250 Schüler teil. So konnte eine kantonal breit abgestützte Datengrundlage geschaffen werden. Die Ergebnisse des Projekts „myPad“ wurden einbezogen in die Empfehlungen und in die Regelstandards für die informatische Bildung.

Gerüstet für die Zukunft

Mit den aktualisierten Empfehlungen und den überarbeiteten Regelstandards sind die Grundlagen für die Weiterentwicklung geschaffen. Die Einwohnergemeinden als Schulträger, die in diese Richtung weitergehen, sind für die Neuinvestitionen der Zukunft gerüstet.

Vision – Die Zukunft beginnt jetzt

Bildungs- und Kulturdirektor Remo Ankli zeigte sich an der Medienkonferenz überzeugt, dass „Künftig jeder Schüler ein eigenes Gerät besitzen wird, die Netzwerke lei­stungsfähig werden und das Cloud-Computing in raschen Schritten an Bedeutung gewinnen wird. Bildung und Schule würden genauso digital durchdekliniert wie alle anderen Gesellschaftsbereiche. Der lange Zeit als stabil geltende Bildungskanon werde durch diese Digitalisierung der Welt herausgefordert. Dies zu erkennen und damit umgehen zu können, darauf sollten wir unsere Schüler vorbereiten“.


Informatik hält Einzug in Solothurner Volksschulen

inside-it.ch22.05.2015 ● Der Kanton Solothurn will Kindern mehr beibringen als nur Anwendungs- und Medienkompetenz und schafft ein interdisziplinäres Gebiet “informatische Bildung”.

Dass der Kanton Solothurn jedes Volksschulkind mit einem Tablet ausrüsten will, hat gestern schweizweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Dabei ging der wichtigere Teil des gestern vom Departement für Bildung und Kultur vorgestellten überarbeiteten Lehrplans für die Volksschule unter. Neu gibt es in Solothurner Primarschule den interdisziplinären Bereich “informatische Bildung”. Zu diesem gehört nicht mehr nur wie bisher Medienbildung und ICT-Anwendungskompetenz (Digital Literacy), sondern neu auch Informatik. Informatik wird als MINT-Fach behandelt und ist die Domäne der Informatik-Fachlehrperson. Die SchülerInnen sollen lernen, “rechnerische Lösungen komplexer Probleme” zu entwickeln, die “Prozesse steuern, die der Mensch alleine nie bewältigen können.” Die SchülerInnen sollen also nicht einfach nur “programmieren”, sondern Herangehensweisen lernen.

Die Aussage in der gestern veröffentlichten Broschüre “Informatische Bildung” ist deutlich: “Informatik ist eine Voraussetzung für das Verständnis der Informationsgesellschaft und Teil der Allgemeinbildung.”

Scalable Game Design

Natürlich werden die Solothurner Kinder nun nicht mit J2EE, Requirements Engieering und Hadoop geplagt. . Sondern der Kanton setzt auf “Scalable Game Design”, um den ABC-SchützInnen Informatik-Kenntnisse zu vermitteln. Die Erfahrungen würden zeigen, dass auch Lehrpersonen ohne Informatik-Hintergrund schnell lernen, wie sie ihre SchülerInnen für Informatik begeistern können und dass es kein Nachteil sei, wenn der Wissensvorsprung der Lehrpersonen gegenüber ihren Schützlingen klein sei, heisst es in der Broschüre. Ziel ist es, den Kindern “Computational Thinking” zu vermitteln.

BYOD, genug Bandbreite, Cloud, professioneller Support
In der 52-seitigen Broschüre des Solothurner Volksschulamts gibt es eine Reihe von bedenkenswerten Empfehlungen. So schlägt das Amt vor, dass SchülerInnen künftig ein eigenes Gerät haben sollen (eben besagte Tablets) aber auch eigene Geräte nach dem BYOD-Prinzip benützen können sollen.

Weiter stellt das Amt fest, dass Volksschulen zwingend in zwei Bereiche investieren müssten: Genügend Bandbreiten und professionelle, gut gewartete Netzwerke. Die Schulen müssten sich im Klaren sein, dass die Infrastruktur immer heterogener werde. Die Anforderungen an die schulische IT-Infrastruktur seien heute so gross, dass ein professioneller technischer und pädagogischer Support sichergestellt werden müsse.

Schliesslich empfiehlt das fortschrittliche Amt, Cloud-Computing für die persönliche Infrastruktur der SchülerInnen einzusetzen. So könne man Lernsoftware als SaaS-Lösung verteilen. Das Amt warnt vor “kostenlosen” Cloudangeboten der grossen (US)-Anbieter und empfiehlt die Cloud-Dienste von Educanet. (hc)


ICTswitzerland “sehr zufrieden” mit Lehrplan 21

inside-it.ch/Katharina Jochum08.04.2015 ● Die finale Version des Lehrplans 21 liegt vor. Das wichtige Ziel von ICTswitzerland, die Informatik fest zu verankern, ist erreicht.

Letzten Donnerstag hat die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) die finale Version des Lehrplans 21 vorgestellt. Der Stellenwert der Informatik für die Volksschulbildung wurde bereits im Vorfeld diskutiert. Wichtiges Ziel für den Dachverband ICTswitzerland war die Verankerung der Informatik im Lehrplan “und dies haben wir auch erreicht,” erklärt der Präsident der Kommission Bildung von ICTswitzerland, Alain Gut, gegenüber inside-it.ch.

Laut einem Bericht der ‘Berner Zeitung’ von letztem Samstag wurden die Lektionen für “Medien und Informatik” auf knapp die Hälfte zusammengestrichen. In dieser letzten Version ging es unter anderem darum, einzelne Abschnitte einfacher und klarer zu formulieren sowie auch um den Kritikpunkt, der Lehrplan sei insgesamt zu umfangreich.

“Deshalb müssen auch die Kürzungen im Informatik-Bereich im Verhältnis betrachtet werden,” wie Gut weiter erklärt. Diese Kürzungen seien aber nicht dramatisch, denn gleichzeitig sei auch konkretisiert und festgehalten worden, welche Kompetenzen wann vermittelt werden sollen.

Die Verantwortung liegt nun auch bei den Hochschulen

Der Präsident der Kommission Bildung von ICTswitzerland zeigt sich auch zuversichtlich, was die Umsetzung des Lehrplans 21 durch die Kantone anbelangt. Die ersten Kantone haben ihre Lehrpläne bereits vorgelegt und dort sieht man, dass die Informatik jeweils konkret verankert ist.

Wichtig sei nun, dass “die Hochschulen ihren Job machen und die entsprechenden Curricula einführen,” führt Gut aus. Denn es gehe jetzt darum, die Lehrer entsprechend auszubilden. Aber auch hier zeigt er sich zuversichtlich, da die Hochschulen ebenfalls in den Prozess involviert waren und die entsprechenden Lehrstühle bereits institutionalisiert seien.


Nur noch halb so viele Stunden für Medien

bernerzeitung.ch 04.04.2015 ● Das künftige Fach ICT an der Volksschule schrumpft. Nachdem die Kantone Kritik übten, die Vorgaben seien unrealistisch, sind noch knapp halb so viele Lektionen für Medien und Informatik (ICT) vorgesehen.

Medien- und Informatikkenntnisse gehören heute unbestritten zum Bildungsrucksack eines Jugendlichen. Die Frage, wie viel davon an der Volksschule vermittelt werden soll, führte im Rahmen des neuen Lehrplans für alle 21Deutschschweizer Kantone zu einer Kontroverse. Einige Kantone mahnten, die Lehrplanautoren seien zu ambitiös. Die einst zugrunde gelegten Lektionen wurden nun zusammengestrichen. Gegenüber der ersten Fassung sind noch knapp halb so viele vorgesehen, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Arbeitsgruppe Medien und Informatik (ICT) zu entnehmen ist.

Die extra dafür eingesetzte Arbeitsgruppe kam zu folgenden Schlüssen: Der Fachbereich Informatik und Medien soll in der Unterstufe in den normalen Unterricht integriert und erst ab der fünften Klasse in eigenen Lektionen thematisiert werden. Anwendungen, also beispielsweise die Nutzung des Programms Excel, sollen in anderen Fächern geübt werden. Medienpädagogik und klassische Informatik (beispielsweise das Programmieren) werden dagegen in eigenen Gefässen stattfinden. Laut Christoph Mylaeus, Geschäftsführer der Erziehungsdirektorenkonferenz der Deutschschweizer Kantone (D-EDK), kann dies in Projektwochen oder in Wochenlektionen geschehen. «Die konkrete Ausgestaltung ist Sache der Kantone.»

Sowohl im Kanton Zürich wie im Kanton Bern kommen die Neuerungen gut an. Erwin Sommer, Vorsteher des bernischen Amts für Kindergarten, Volksschule und Beratung, begrüsst die Aufteilung in den Anwendungsbereich und den Bereich Medienpädagogik und Informatik. Die vier von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Jahreslektionen seien in der Stundentafel vorgesehen. Den definitiven Entscheid dazu fälle das Parlament Ende Jahr. Die Mehrkosten für die ICT-Lektionen belaufen sich auf 9 Millionen Franken pro Jahr (Kanton und Gemeinden). Die Kosten für Lehrmittel und Infrastruktur müssen im Kanton Bern die Gemeinden tragen. 17 Gemeinden hätten sich bereits besorgt an den Kanton gewandt. Man werde mit ihnen das Gespräch suchen, so Sommer.

Knackpunkt Lehrmittel

In Zürich lassen sich die Kosten noch nicht beziffern, wie Martin Wendelspiess, Chef des Zürcher Volksschulamtes, auf Anfrage schreibt. Das Projekt zur Umsetzung des Lehrplans 21 sei erst Anfang Jahr gestartet worden. Dass Informatik nun einen eigenen Kompetenzbereich darstelle und Zuständigkeiten klarer geregelt würden, werde die Umsetzung erleichtern. Knackpunkte für einen erfolgreichen ICT-Unterricht werden die Ausbildung der Lehrpersonen, die technische Ausstattung der Schulen und das Lehrmittel sein. Letzteres soll in Zusammenarbeit hergestellt werden, wie die Arbeitsgruppe ICT vorschlägt. Derzeit befänden sich erst sehr wenige spezifische Lehrmittel auf dem Markt.


Teillehrplan “Medien und Informatik” in Tabellenform

wiki.doebe.li/Beat 02.04.2015 ● Der Lehrplan ist jetzt vollständig unter http://vorlage.lehrplan.ch/ abrufbar. Dies ist die letzte Version der D-EDK, nun folgen (nur) noch die kantonal angepassten Versionen. Zum Lehrplan 21 gehört auch der Teillehrplan Medien und Informatik (Biblionetz:t17600). Offiziell ist er derzeit erst in linearer Form als PDF erhältlich. Wie bereits beim Entwurf vor anderthalb Jahren finde ich eine tabellarische Darstellung lesefreundlicher, da sich somit Themen- als auch Stufenbezüge einfacher machen lassen.

Ich habe mir deshalb wiederum die Mühe gemacht, den Inhalt des offiziellen Dokuments in eine Tabelle umzugiessen und Stelle diese Darstellung hier in zwei Datenformaten zur Verfügung:


Zusätzliche Lektionen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Informatik

erz.be.ch 03.03.2015 ● Die Erziehungsdirektion hat den Entwurf für die Lektionentafel des Kantons Bern zum Lehrplan 21 vorgestellt. Vorgesehen sind zusätzliche Deutsch- und Mathematiklektionen. Damit zielt die Lektionentafel für diese beiden Fächer auf den schweizerischen Durchschnitt. Neu geschaffen werden auch Lektionen im Bereich Medien und Informatik. Die Kosten für die Anpassungen werden sich für den Kanton Bern ab der vollständigen Einführung des Lehrplans 21 auf jährlich rund 22,4 Millionen Franken belaufen. Der Grosse Rat wird in der kommenden Novembersession im Rahmen des Budgets 2016 und des Aufgaben- und Finanzplans 2017 bis 2019 über die Mehrausgaben befinden.

Neben den zusätzlichen Deutsch- und Mathematiklektionen gibt es in der Lektionentafel neu ein Zeitgefäss für den Bereich Medien und Informatik im Umfang von insgesamt vier Lektionen, je zwei auf der Primar- und zwei auf der Sekundarstufe. Mit den Mehrlektionen in Mathematik, Medien und Informatik sowie Natur und Technik wird der MINT-Bereich deutlich gestärkt. Die «berufliche Orientierung» in der Sekundarstufe I wird weiterhin gemäss den Berufswahlkonzepten der Schule mit mindestens 39 Lektionen im 3. Zyklus unterrichtet.


Digitale Kompetenzen von Lehrpersonen für den Lehrplan 21

wiki.doebe.li /Beat Doebeli 27.02.15 ● Der Lehrplan 21 (Biblionetz:w02172) wurde im Oktober 2014 von der Plenarversammlung der D-EDK verabschiedet und zur Umsetzung an die Kantone übergeben. In den Kantonen und den Pädagogischen Hochschulen sind nun Umsetzungverantwortliche daran, Aus- und Weiterbildung für den Lehrplan 21 zu planen. Dies sind keine ICT-Fachleute, entsprechend unterschiedlich ausgeprägt ist das Bewusstsein und Wissen bezüglich Teillehrplan Medien und Informatik (Biblionetz:t17000). Da ich in verschiedenen Kontexten gemerkt habe, dass hier Unsicherheiten bestehen, habe ich versucht, einige grundlegende Fakten zum Thema Digitale Kompetenzen von Lehrpersonen zusammen zu stellen.


Informatik für Schulkinder: Graubünden lässt sich Zeit

srf 10.02.2015 ● Der Grosse Rat will, dass Schulkinder lernen, mit neuer Technologie richtig umzugehen. Das entsprechende Schulkonzept wird allerdings erst in ein paar Jahren, mit dem Lehrplan 21, eingeführt.

CVP-Grossrat Luca Tenchio, der Präsident der zuständigen Kommission, will keine Zeit verlieren: Man solle im Kanton ein Informatik-Konzept möglichst bald einführen. Dazu fordert er ausserdem eine zentrale Beratungsstelle für Gemeinden und Lehrpersonen. Diese sei bei solch einem Komplexen Thema notwendig.

Die Regierung hingegen bremst dieses Anliegen. Zwar wolle man ein Konzept ausarbeiten, dieses jedoch erst in ein paar Jahren, zusammen mit dem Lehrplan 21 einführen. Für eine Beratungsstelle habe man kein Geld.

Die Mehrheit des Grossen Rates folgt schlussendlich der Regierung. Der Unterricht im Umgang mit neuen Medien wird somit erst in ein paar Jahren in den Bündner Schulzimmern Einzug halten.


Geht das Modul “Medien und Informatik” vergessen?

doebe.li / Beat Doebeli, 09.02.2015 ● “Medien und Informatik” ist im Lehrplan 21 ein verbindliches Modul (Biblionetz:t17000), die geforderte Verbindlichkeit für digitale Kompetenzen ist somit gegeben. Somit alles bestens? Volksschulbildung ist jedoch weiterhin Kantonssache, nichts von schweizweiter Einheitlichkeit. Und wenn ich die aktuellen Zeitungsberichte lese, mache ich mir gewisse Sorgen, wie es um die Verbindlichkeit des Moduls “Medien und Informatik” steht.


Mehr als 0 und 1: Schule in einer digitalisierten Welt

doebe.li / Beat Doebeli, 20.11.2014 ● Mehr als 0 und 1: Schule in einer digitalisierten Welt

1. Warum ist es so wichtig?
2. Was bedeutet das für die Schweiz?
3. Was plant die Schweiz?
4. Was geschieht in Goldau?


Umgang mit ICT: Schweizer Schüler nur durchschnittlich kompetent

inside-it.ch / Maurizio Minetti ● Internationale Studie zeigt, dass “bildungsfremde” Eltern zu einer tieferen Computer- und Informationskompetenz führen.

Schweizer Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse sind lediglich Durchschnitt, wenn es um den Umgang mit Computer und Internet geht. Dies zeigt eine internationale Studie in 20 Ländern zur Computer- und Informationskompetenz, die am Donnerstag in Bern vorgestellt wurde.

Die Schweiz erreichte Rang neun von 20 untersuchten Ländern, wie die nationale Forschungskoordination bekannt gab. Während in den vier Ländern Tschechien, Kanada/Ontario, Australien und Dänemark die Resultate bedeutend besser ausgefallen sind, erreichten fünf Länder signifikant tiefere Werte.

Die Werte der Schweizer Schülerinnen und Schüler lagen zusammen mit elf anderen Ländern in einem breiten Mittelfeld. Mädchen und Jungen schnitten in der Schweiz etwa gleich gut ab. Die Deutschschweiz und die Romandie zeigten bessere Werte als das Tessin.

Die Computernutzung in der Schweiz liege unter dem internationalen Durchschnitt, sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. Schweizer Schülerinnen und Schüler nutzten Computer und Medien in der Freizeit deutlich mehr als in der Schule, obwohl die Schweizer Schulen eine technische Infrastruktur zur Verfügung stellten, die über dem internationalen Durchschnitt liege. Allerdings handle es sich oft um veraltete Geräte, die nicht zur Nutzung animierten.

Eltern und Lehrer entscheidend

Wie gut die Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern sei, hänge stark von den Eltern ab. Je tiefer der sozio-ökonomische Status der Eltern, desto tiefer die Medienkompetenz der Kinder. So genannten “bildungsfremde” Eltern führten ebenfalls zu einer tieferen Computer- und Informationskompetenz.

Eine zentrale Rolle spiele auch die Lehrperson. Die Digitalisierung, respektive der Umgang mit dieser, erreiche die Klassenzimmer immer in Abhängigkeit der einzelnen Lehrpersonen. Gemäss ICILS scheint es bei der Medienkompetenz der Lehrpersonen in der Schweiz Handlungsbedarf zu geben.

Rund zwei Drittel der befragten Lehrpersonen hätten angegeben, dass ICT keine Priorität in ihrer Schule besitze. Schweizer Lehrpersonen nutzten ICT im Unterricht im Durchschnitt denn auch weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen untersuchten Ländern.

Erfahrungen mit Cyber-Mobbing

Gemäss der Untersuchung haben 35 Prozent der antwortenden Schülerinnen und Schüler auch schon Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht. Davon hätten sich sechs Prozent als Täter und neun Prozent als Opfer, zwei Prozent als Opfer und Täter bezeichnet. 18 Prozent seien bloss Beobachtende gewesen. Interessanterweise unterscheide sich in der Ablehnung von Cybermobbing die Gruppe mit Erfahrungen als Täterin beziehungsweise Täter nicht von der Opfergruppe, heisst es in der Studie weiter.

Die “International Computer and Information Literacy Study” (ICILS) ermöglicht zum ersten Mal einen internationalen Vergleich. Sie wurde bei rund 60’000 Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse durchgeführt. In der Schweiz waren es über 3000 Teilnehmende. Neben dem theoretischen Wissen wurden auch die praktischen Fähigkeiten am Computer untersucht. In der Schweiz haben neun Hochschulen an der Studie mitgearbeitet.

Motivation und Ausbildung sind wichtig

Laut Beat Döbeli Honegger, Professor am Institut für Medien und Schule der Pädagogischen Hochschule Schwyz, entspricht das Ergebnis der Studie seinen Erfahrungen: “Die Studie bestätigt, dass IT-Infrastruktur zwar ein wichtiger, aber nicht hinreichender Faktor für die Nutzung von digitalen Medien in der Schule darstellt. Motivation und Ausbildung der Lehrpersonen sind gemäss zahlreichen Studien die anderen beiden wichtigen Faktoren”, so Döbeli Honegger zu inside-it.ch.

Was den Einfluss bildungsfremder oder bildungsnaher Eltern auf die ICT-Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen betrifft, sagt Döbeli Honegger: “Hier muss die Schule dringend die Chancengerechtigkeit verbessern, indem sie diese Unterschiede durch eine starke Gewichtung des Themas Medienkompetenz zu verringern versucht.” Es sei wichtig, “dass die Kantone nun nicht nur den Teillehrplan ‘Medien und Informatik’ des Lehrplans 21 in die kantonalen Lehrpläne übernehmen, sondern dass sie bei der Einführung auch genügend Ressourcen zur Verfügung stellen, damit Lehrerinnen und Lehrer in diesem Bereich weitergebildet werden können”, so Döbeli Honegger.


Informatik schafft es in neuen Lehrplan

itreseller.ch, 10. November 2014 ● Freude herrscht: Im Ende letzte Woche von der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz verabschiedeten neuen Lehrplan 21 ist die Informatik ein fixer Bestandteil.

Der Lehrplan 21 ist zur Einführung freigegeben. Und ganz zur Freude der Schweizer ICT-Branche findet sich darin das Modul “Medien und Informatik”. Laut ICTswitzerland, der Dachorganisation der Schweizer ICT-Verbände, wurde damit die Bedeutung der Informatik als wichtiger Bestandteil der Grundausbildung erkannt, was man sehr begrüsst. Gleichzeitig fordert man jedoch bereits alle Kantone auf, dies bei der Umsetzung der kantonalen Lehrpläne auch zu berücksichtigen.

“Informatik in der Volksschule, das ist ein Meilenstein für die Schweizer Bildungslandschaft”, meint Alain Gut (Bild), Präsident der Kommission Bildung bei ICTswitzerland. Grundlegende Informatik-Kompetenzen sind heute seiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil der Allgemeinbildung. Sie seien in der Arbeitswelt praktisch unverzichtbar, denn fast jeder Beruf erfordere eine kompetente Anwendung von Informations- und Kommunikationstechniken, so Gut.


Teillehrplan “Medien und Informatik” in Tabellenform

wiki.doebe.li/Beat Doebeli, 07.11.2014 ● Zum Lehrplan 21 gehört auch der Teillehrplan Medien und Informatik (Biblionetz:t17000). Offiziell ist er derzeit erst in linearer Form als PDF-Dokument erhältlich. Wie bereits beim Entwurf vor anderthalb Jahren finde ich eine tabellarische Darstellung lesefreundlicher, da sich somit Themen- als auch Stufenbezüge einfacher machen lassen.


Lehrplan21 ist da: IT-Branche kann aufatmen

computerworld.ch / Fabian Vogt, 07.11.2014 ● Das Schlimmste ist abgewendet: im Lehrplan21 gewinnt die Informatik an Wichtigkeit dazu. Ob das auf dem Papier stehende aber auch umgesetzt wird, muss sich weisen.

Lange wurde über den Lehrplan21 beraten, gestritten und gezittert. Mit diesem heute von der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) verabschiedeten Dokument wird festgelegt, was Schüler künftig lernen. Beziehungsweise den Kantonen vorgeschlagen, wie sie den Unterricht gestalten sollten. Denn mit dem Lehrplan 21 werden erstmals die Ziele der Volksschule in der Deutschschweiz harmonisiert. Der Vorteil: einheitliche Lehrmittel und aussagekräftige Leistungserhebungen. Der Nachteil: was nicht im Lehrplan 21 steht, gerät in Vergessenheit.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte die Informatik dieses Schicksal erleiden. Sie war mit «ICT, Medien und Informatik» als überfachliches Gebiet vorgesehen, was ungefähr bedeutet, dass es völlig auf den Lehrer ankam, welches Art von IT-Wissen vermittelt wird. Wenn der Mathelehrer ein Excel-Formular brauchte, hätte das bereits die Anforderung erfüllt. Der Branche gefiel dies natürlich überhaupt nicht, ICTSwitzerland wehrte sich dagegen. Man wollte die Informatik stattdessen in das Fach «Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG)» integrieren.

Der Versuch scheiterte, wie der heute offiziell vorgestellte Lehrplan21 zeigt. Unter der Rubrik MNG werden die Schüler weiterhin nur in Fächern wie Hauswirtschaft oder Ethik unterrichtet. Trotzdem zeigt sich der Verband sehr zufrieden mit den Ergebnissen. «Wir haben erreicht, was wir wollten», sagt Alain Gut, Vorstandsmitglied und Präsident der Kommission Bildung von ICTswitzerland. «Das Fach heisst nun nicht mehr ICT und Medien, sondern Medien und Informatik.» Die Integration in ein anderes Fach sei nie realistisch gewesen, weil es sich beim Lehrplan21 um ein Harmonisierungs- und nicht um ein Innovationsprojekt handelte, sagt Gut. Dass es Informatik dennoch geschafft hat, als einziges Fach neu Aufnahme in den Lehrplan21 zu finden, sei darum sehr positiv.

Was das genau bedeutet, erklärt Christoph Mylaeus, E-EDK Geschäftsleiter. «Informatik ist nun kein überfachliches Thema mehr, sondern muss ein eigenes Zeitgefäss erhalten und durch entsprechend ausgebildete Lehrpersonen unterrichtet werden» In der 5. und 6. Klasse sowie in der Sekundarstufe I sollen jeweils zwei Jahreswochenlektionen «Medien und Informatik» Aufnahme in den Stundenplan finden. Die Schüler sollen dort unter anderem lernen, einfache Computerprogramme zu schreiben. Bereits früher werden sie mit Algorithmen vertraut gemacht.


Lehrplan 21 – Pro Juventute begrüsst Verabschiedung: Kantonale Umsetzung als Chance für eine zukunftsfähige Schule

presseportal.ch 07.11.2014 ● Heute Freitag hat die D-EDK über die Verabschiedung des Lehrplans 21 informiert. Pro Juventute begrüsst diesen Entscheid dezidiert, besonders die Konzentration auf die entscheidenden Modullehrpläne wie ‘Medien + Informatik’. Ab sofort sind die Kantone mit der Umsetzung in die kantonalen Lehrpläne betraut. Für diesen Schritt muss der Lehrplan nun praxisnah und verbindlich im Unterricht umgesetzt werden. Dafür nötig ist die zeitliche Verbindlichkeit pro Schuljahr sowie eine klar geregelte Zuständigkeit. Die Jugendorganisation fordert die Kantonen daher auf, eine verbindliche Mindestanzahl von Stunden festzulegen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Kinder die Chance erhalten, einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien zu erlernen.

Pro Juventute begrüsst die Verabschiedung des Lehrplan 21 durch die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK). «Wir freuen uns sehr, dass die D-EDK den Lehrplan 21 zur Einführung freigegeben hat», sagt Urs Kiener, Kinder- und Jugendpsychologe und Leiter Programme und Dienstleistungen von Pro Juventute. Der neue Lehrplan biete die Chance, die Volksschule für aktuelle und künftige Anforderungen zu rüsten. «Besonders erfreulich ist die Vereinfachung des Lehrplan 21 und die Konzentration auf die entscheidenden Inhalte wie des Modullehrplans Medien + Informatik», sagt Kiener. Kiener zeichnet sich bei Pro Juventute gemeinsam mit dem Fachbereich Medienkompetenz sowie dem Fachbereich Politik von Pro Juventute verantwortlich für die Erarbeitung der Inhalte des Modullehrplans Medien + Informatik, die Pro Juventute mit Partnern zuhanden des Lehrplan 21 eingereicht hatte und die nun übernommen wurden. (…)


Geschafft: Informatik im Lehrplan 21

inside-it.ch, 07.11.2014 ● Der Lehrplan 21 definiert Fachbereiche und Module. In den Modulen werden Aufgaben beschrieben, die nicht einem Fachbereich, wie zum Beispiel Sprachen oder Mathematik angehören. Neu gibt es das Modul Medien und Informatik. Darin geht es nicht – wie ursprünglich vorgesehen – um reine Anwendungskompetenzen, sondern um “richtige” Informatik. Die künftigen SchülerInnen der Grundstufen werden also lernen, wie Systeme aufgebaut sind und wie man sie programmiert. Der Lehrplan 21 definiert drei Kompetenzen, die die SchülerInnen der Zukunft erwerben sollen:

  • Sie können erstens Daten aus ihrer Umwelt darstellen, strukturieren und auswerten.
  • Zweitens können sie einfache Problemstellungen analysieren, mögliche Lösungsverfahren beschreiben und in Programmen umsetzen.
  • Und drittens verstehen sie Aufbau und Funktionsweise von informationsverarbeitenden Systemen und können Konzepte der sicheren Datenverarbeitung anwenden.

Ob, wann und wie genau die Kantone den Lehrplan 21 umsetzen, ist ihnen überlassen. Gefordert seien nun vor allem auch die pädagogischen Hochschulen, so Gut. Denn bevor LehrerInnen die Kunst des Programmierens den Abc-Schützen näher bringen können, müssen sie sich selbst einarbeiten (können). Ausserdem müssen nun auch noch neue Lehrmittel erarbeitet werden. Es dürfte unter anderem von der Qualität und Attraktivität der Lehrmittel abhängen, wie gut die Informatik-Module bei den Schulen, LehrerInnen und natürlich auch SchülerInnen ankommen. Der Kommission Bildung bei ICTswitzerland, der ausgesprochen viele Fachleute angehören, wird die Arbeit auch nach der Verabschiedung des Lehrplan 21 also nicht ausgehen.


Lehrplan 21 z. Hd. der Kantone verabschiedet

edu-ict.zh.ch / René Moser, 07.11.2014 ● Die Arbeitsgruppe «Medien und ICT» hatte im letzten Jahr intensive Arbeit geleistet. Die Konsultationsfassung musste mit einem klar umrissenen Auftrag umgeschrieben werden. In der Konsultationsfassung durfte nicht erkennbar sein, welche Teilkompetenzen zur Informatik, welche zur Medienbildung und welche zu den Nutzungskompetenzen gehören. Für die nun vorliegende Fassung musste genau diese Trennung erarbeitet werden. Und dies ist uns gelungen, auch wenn diese drei Teile nicht immer wirklich trennscharf unterschieden werden können. (…)

Für den Bereich Medien und ICT oder eben neu für das Modul «Medien und Informatik» ist es ein grosser Schritt. Dank einem konsistenten Kompetenzaufbau in Medien(bildung), Informatik und Nutzungskompetenzen ist er umfangreicher und zeitgemässer als der aktuell gültige Lehrplan des Kantons Zürich im Bereich Informatik und Medienerziehung. Zudem werden für dieses Modul je ein Zeitgefäss für den zweiten und dritten Zyklus in der Lektionentafel von der D-EDK empfohlen. Die Festlegung der Lektionentafel gehört in die Hoheit der Kanton. Es ist denkbar, dass der Kanton Zürich diesem Bereich ein grösseres Gewicht geben möchte und deshalb die Anzahl der Jahreslektionen nicht auf dem Minimum belassen wird. Die anstehende, politische Diskussion wird Klarheit bringen. Der Bildungsrat des Kantons Zürich wird letztlich unsere Lektionentafel verabschieden. (…)

Für den Bereich Medien und ICT ist der Lehrplan 21 ein Gewinn! Dank einem konsistenten Kompetenzaufbau in Medien und Informatik sowie für die Nutzungskompetenzen, gekoppelt mit einem empfohlenen Zeitgefäss, wird die Verbindlichkeit deutlich erhöht. Die Arbeitsgruppe ist zudem aufgefordert, sich zu Weiterbildungen und künftigen Lehrmittel resp. Lernmedien im Schlussbericht zu äussern. Man kann der Tatsache nachtrauern, dass Medien und Informatik kein eigentlicher Fachbereich wurde, mit dem vorliegenden Resultat wurde jedoch eine markante Verbesserung erreicht. (…)


Bildungsdirektoren kürzen Informatik-Projekt

nzz.ch / René Donzé, 28.09.2014 ● Im Seilziehen um den Informatikunterricht an den Schulen haben die Befürworter einer frühen Schulung im Umgang mit Computern einen Rückschlag erlitten. Im neuen Lehrplan 21 werden Informatik und Medienbildung nicht den von ihnen gewünschten Stellenwert erhalten. Die Steuergruppe der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) hat die Vorschläge der von ihr eingesetzten Arbeitsgruppe als zu umfangreich klassiert. Diese wollte mit dem Informatikunterricht in der dritten Klasse mit einer Wochenlektion beginnen und in der Oberstufe zwei Lektionen vorsehen.

«Die Steuergruppe ist zum Schluss gekommen, dass die vorgeschlagene Stundendotation nicht umsetzbar und nicht finanzierbar ist», sagt Christoph Mylaeus, Geschäftsleiter der D-EDK. «Wir müssen Kürzungen beim Umfang des Lehrplanmoduls vornehmen», bestätigt Lehrerverbandspräsident Beat Zemp. Informatik soll nun schwerpunktmässig in der Oberstufe stattfinden, wobei einfaches Programmieren schon ab der fünften Primarschulklasse möglich sein soll. Denkbar sind an der Oberstufe statt einzelner Wochenlektionen für die Informatik auch Projektwochen. Die überarbeitete Version des Teillehrplans für Informatik und Medienbildung soll bis Ende Jahr vorliegen.


Handyflut: Lehrplan hinkt hinterher

luzernerzeitung.ch / Matthias Stadler, 04.09.14 ● Der Handygebrauch ist in den letzten Jahren massiv angestiegen – auch bei Schülern. Der Umgang mit den Geräten ist aber erst im künftigen Lehrplan genug gewichtet.

Handys sind an vielen Schulen im Kanton Luzern verboten. Dies, weil sie die Schüler oft ablenken. Mittlerweile haben 96 Prozent der Jugendlichen ein Mobiltelefon. Im Unterricht wird die Problematik zwar von den Lehrern angesprochen, ein einheitliches Vorgehen gibt es allerdings nicht.

Eine Ergänzung zum Luzerner Lehrplan sieht vor, den Umgang mit Handys zu thematisieren. Da diese jedoch elf jährig ist, ist sie kaum mehr aktuell: «Wenn man den Plan anschaut, stehen einem die Haare zu Berge. Die technische Entwicklung ist so rasant. Die Schule muss Wege finden, damit zeitgemäss umzugehen», sagt Kurt Schöbi von der Pädagogischen Hochschule Luzern.

Der Lehrplan 21 soll nun Abhilfe schaffen. Mit diesem könne man die Handyproblematik beispielsweise in einer Projektwoche thematisieren.


Programmieren statt Frühfranzösisch

tagesanzeiger.ch / Matthias Schüssler, 01.09.14 ● Initiativen in den USA und in Deutschland erheben die Fähigkeit zur Softwareentwicklung auf die Stufe der Kulturtechniken und fordern, dass das Programmieren zur Grundausbildung gehört.

«Programmieren ist heute viel einfacher», verspricht Bill Gates. «Spiel nicht nur mit deinem Telefon – programmiere es!», rät US-Präsident Barack Obama. Und auch Schauspieler Ashton Kutcher, der im Film bereits Steve Jobs ver­körperte, schliesst sich dem Aufruf an. Er lässt sich im Video für «The Hour of Code» davon überzeugen, dass die Entwicklung von Software und Apps Spass macht und kinderleicht ist.

«The Hour of Code» ist eine gemeinnützige Initiative mit dem Ziel, jedem Schulkind und Studenten in den USA Informatikunterricht zu ermöglichen. Doch nicht nur das: Die Initianten machen geltend, dass jedermann programmieren lernen kann – und lernen sollte. Auf Code.org steht ein Onlinekurs bereit, der in 20 Stunden die Grundlagen der Informatik vermittelt. Es gibt weitergehende Lerneinheiten, etwa zu den Kultspielen «Flappy Bird» und «Angry Bird». Die Lektionen sind in über 30 Sprachen vorhanden, auch auf Deutsch. Die einrahmenden Videos – in einem erklärt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg beispielsweise das Prinzip einer Schleife im Code – gibt es nur in Englisch. Die Transkripts der Videos sind auch in Übersetzungen vorhanden.

Weniger ausgeliefert

Programmieren für alle, quasi als Volkssport? Die Befürworter haben überzeugende Argumente. Wer die Funktionsweise der Maschine versteht, kann ihr selbstbewusster gegenübertreten und fühlt sich weniger ausgeliefert. Schon mit Basiswissen lassen sich Routine­vorgänge per Stapelverarbeitung automatisieren. Die Aufgaben, die sich bei der privaten oder beruflichen Computernutzung mit zunehmend grösseren Datenmengen ergeben, werden über Scriptsprachen leichter beherrschbar.

Martin Weigert schrieb vor kurzem im Netzwertig-Blog von der nicht ganz so geheimen «Superkraft»: «Wer programmieren kann, formt sich die Welt», postuliert er und sagt, dass Programmierkenntnisse ein Element der künftigen Allgemeinbildung sein würden. Der Fachkräftemangel sei ein wichtiger Punkt; Computeringenieure seien der Flaschenhals eines jeden Projekts, in dem ein Code involviert sei.

Es geht aber nicht nur um die Nachwuchsförderung – oder um «Kinder statt Inder», wie der CDU-Politiker Jürgen Rüttgers seinerzeit die IT-Förderung an den Schulen zuspitzte. Die eigentliche Motivation der Promotoren der Programmierkenntnisse fürs breite Volk ist die Überzeugung, dass die Software­entwicklung heute als Kulturtechnik gelten muss. Sie ist das Äquivalent fürs Lesen und Schreiben im digitalen Zeitalter.

Das proklamieren Zach Sims und Ryan Bubinski. Sie sind die Gründer des Start-ups Codecademy.com, auf dem man sich kostenlos in den Kurs Code Year einschreiben kann. Man lernt, eine Website zu entwickeln oder ein Spiel zu bauen. Ursprünglich verpflichtete man sich als Teilnehmer, wöchentlich an ­einem Kurs teilzunehmen. Mehr als 450’000 Leute haben den Kurs 2012 abgehalten. Das Angebot auf Codeyear.com gibt es weiterhin. Heute müssen die ­Absolventen während vier Wochen an ­einem selbst wählbaren Wochentag für die Onlinelektionen aufkreuzen.

Nicht nur Tabletstreichler sein!

«Wenn du selbst gestaltest, bist du nicht nur der Knopfdrücker und Tabletstreichler», sagte Ranga Yogeshwar kürzlich in einem Interview mit der FAZ. Der Wissenschaftsjournalist fordert die «neue digitale Mündigkeit» und hat zusammen mit dem Informatiker Thomas Bendig im Juni 2014 den Verein «Jeder kann ­programmieren» gegründet. Programmieren sei die Sprache des 21. Jahrhunderts, bekräftigt Yogeshwar.

Der ETH-Professor Juraj Hromkovic setzt sich seit zehn Jahren für den Informatikunterricht an den Schweizer Schulen ein. Er kann der Idee, dass jeder programmieren lernen soll, jedoch nichts abgewinnen: «Wie kann man etwas fordern, das man nicht durchsetzen kann? Das ist ein Unsinn!» Dass die Programmierung für künftige Generationen unumgänglich sein wird, sieht allerdings auch Hromkovic so: «­Jeder wird programmieren müssen: Das wird einfach auf uns zukommen.» Die kommenden Gerätegenerationen werden universeller sein und sich nur mittels eigener Programmierung wirklich ausreizen lassen. Die Vorbereitung dafür sei bei den Schulen am besten aufgehoben: «Bei uns liegt der Fokus auf der Schule der Zukunft.» Die ­Materialien, die Hromkovic am Ausbildungs- und ­Beratungszentrum für Informatikunterricht der ETH entwickelt, kommen allen Generationen zugute. Es hätten sich auch Senioren bei ihm in die Informatik eingearbeitet. Die ETH setzt auf die Programmiersprache Logo, die speziell für Kinder entwickelt wurde. Sie ist darauf ausgelegt, die zentralen Programmierkonzepte spielerisch und durch visuelle Methoden zu erlernen. Das macht die Sprache auch bei Mädchen sehr beliebt. …

 

«Digital Natives» wissen wenig über die Gefahren neuer Medien

limmattalerzeitung.ch / Senada Haralcic ● Facebook, Whatsapp und Co. sollen stärker in den Unterricht einfliessen. Deshalb werden die neuen Medien auch im Lehrplan 21 integriert.

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche stellen immer wieder freizügige Fotos von sich ins Netz und spüren dann die Konsequenzen für ihr leichtsinniges Handeln. Rund sechs Prozent der Jugendlichen, die an einer repräsentativen Umfrage von Pro Juventute teilgenommen haben, geben an, selber bereits erotische Fotos oder Videos von sich über das Mobiltelefon verschickt zu haben. «Auch mir sind leider Fälle bekannt, bei denen Kinder und Jugendliche aus Dietiker Schulen Opfer von Sexting und Cybermobbing wurden», sagt Gerold Schoch, Leiter der Schulabteilung der Stadt Dietikon. Die Schulleitung musste in solchen Fällen schon mehrere Male eingreifen: «Wir haben dann mit Jugendbeauftragten der Kantonspolizei und mit den Betroffenen Gespräche geführt und Massnahmen getroffen», so Schoch.

Jugendliche wachsen mit digitalen Technologien auf, weshalb sie auch «digital Natives» — also «digitale Eingeborene» — genannt werden. Zwar wissen viele Teenager sehr gut über die Nutzung von Social-Media-Plattformen Bescheid, das Bewusstsein für die damit verbundenen Gefahren sei aber trotzdem zu wenig vorhanden, wie auch Amtschef des Volksschulamts des Kantons Zürich Martin Wendelspiess erklärt: «Digital Natives haben nicht zwingend Kenntnisse von Urheber- und Nutzungsrechten», sagt er. Gemäss Lehrplan des Kantons Zürich werden «Social Media Dienste» deswegen auch im Unterricht behandelt. So werde dann beispielsweise im Fach Deutsch die Sprache der Werbung auf Social Media-Plattformen thematisiert: «Auf diese Weise können Lehrpersonen auch auf Risiken aufmerksam machen», erklärt Wendelspiess. …

… In Zukunft sollen Facebook & Co. stärker in den Schulunterricht einfliessen. «Im Lehrplan 21 soll der Bereich ‹Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnologie ICT› eine grössere Bedeutung erhalten», so Wendelspiess. In Dietikon ist die Schulabteilung ebenfalls mit dem Ausbau der New-Media-Thematisierung beschäftigt: «Wir sind daran, ein Konzept zu erarbeiten», sagt Gerold Schoch. Dabei soll die Medienkunde verbindlicher in den Unterricht einfliessen: «Im Fach Informatik soll dann nicht nur von PowerPoint, Excel und Word, sondern auch vom Umgang mit Medien und anderen Technologien die Rede sein.» Der Leiter der Schulabteilung betont die Bedeutung des technologischen Wandels: «Social Media ist zum täglich Brot geworden, davor kann man sich nicht verschliessen.»


Fachfrau / Fachmann Leitmedienwechsel BFS

doebe.li / Beat Doebeli, 13.08.14 ● Im Zentrum der informatischen Bildung stehen die Informatikgrundlagen, also die Konzepte und Methoden der Wissenschaft Informatik. Diese Kompetenzen sind eingebettet in ein Umfeld, das sich in den letzten Jahren massiv verändert hat. Da ist die zunehmende privat verfügbare ICT-Infrastruktur zu nennen (95% der 6. Klässler besitzen am Ende der Primarschule ein Handy, bald werden das alles Smartphones sein). Parallel nimmt auch die private Nutzung digitaler Medien massiv zu, wie aktuelle Studien wie KIM, JIM oder James zeigen.

Schulen versuchen die ICT-Nutzung im Unterricht zu fördern. Gleichzeitig verbieten sie aber die Computer, welche von den Lernende täglich in die Schule mitgebracht werden.

 

So beeinflussen Algorithmen unsere Entscheidungen

schulesocialmedia.com / Philippe Wampfler, 02.08.2014 ● Algorithmen kennen aufgrund der Datenspuren, die wir hinterlassen, immer mehr über unsere Kaufentscheide, Bewegungsmuster und Gewohnheiten. Sie wissen, welche Bücher wir lesen (und wann wir die Lektüre abbrechen), wonach wir im Netz suchen und mit wem wir kommunizieren. Bislang erleben wir die Wirkungsweise dieser Algorithmen meist nur bei Empfehlungen oder mässig auf uns zugeschnittene Werbeanzeigen. In Zukunft könnten sie uns jedoch so manipulieren, dass wir bei Entscheidungen nicht mehr sagen können, ob wir die Entscheidung gefällt haben oder ein Reihe von Computerprogrammen.

 

Er will, dass alle Schweizer Primarschüler programmieren lernen

bzbasel.ch / Raffael Schuppiger / Alexander Repenning, 12.07.14 ● Über 20 Jahre hat Alexander Repenning in den USA als Informatik-Professor gelehrt. Nun ist er zurück in der Schweiz und will, dass alle Primarschüler programmieren lernen. Sonst verpasse die Schweiz den Anschluss, sagt er.

… Kinder sollen lernen, wie man den Computer sinnvoll nutzen kann. Sie sollen damit nicht einfach Zeit verbringen und Medien konsumieren, sondern selber Programme kreieren.

… Ich bin zuversichtlich, dass zukünftig Informatikunterricht ab der dritten Klasse mit einer Wochenstunde im Lehrplan verankert sein wird.

…Im Informatikunterricht sollte man weiter gehen und programmieren lehren. Die Kinder sollen hier nicht nur lernen, wie man ein Programm anwendet, sondern wie man eines entwickelt.

… In fast jedem Berufsbild der Zukunft ist ein Anteil von «computational thinking» dabei. Computerbasiertes Denken hilft den Kindern also in ziemlich allen Bildungsbereichen.

… Wenn wir den Kindern keine informatische Bildung geben können, verpasst die Schweiz den Anschluss. Es geht heute nicht mehr darum, nur Fakten auswendig zu lernen. Schüler sollen keine Memory Sticks sein. Stattdessen sollen sie lernen, Fakten kreativ anzuwenden und so neue Zusammenhänge herstellen. Dabei hilft das computerbasierte Denken.


Lehrplan 21: “Eine positive Entwicklung” 

inside-it.ch / Linda von Burg, 16.06.2014 ● Bereits Primarschüler sollen einfache Programme schreiben lernen, so der neue Vorschlag.

Nun also doch: Im Lehrplan 21 soll Programmieren einen festen Platz im Unterricht erhalten. Das Modul wird nun “Medien und Informatik” heissen. Laut der ‘NZZ am Sonntag’ sollen sich Kinder bereits ab der dritten Klasse eine Lektion pro Woche mit Computern, Programmen und neuen Medien auseinandersetzen. In der Oberstufe seien zwei Lektionen pro Woche eingeplant. So der Vorschlag der Expertengruppe der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK), weiss die Sonntagszeitung.

Bei den jüngeren Schülern liegt der Fokus auf dem Umgang mit den neuen Medien, in der Oberstufe auf Algorithmen, Programmierung und Computertechnologie, schreibt die Zeitung. Bereits in der Primarschule sollen Kinder einfache Programme selber schreiben.

 

«Selbst Bauern brauchen Informatik» 

20min.ch 17.06.2014 ●Bereits Drittklässler sollen Informatik büffeln. Für Befürworter macht das Fach die Schüler fit für die Zukunft. Gegner befürchten eine Vernachlässigung der Grundlagenfächer.

 

Wenn es an Primärerfahrung mangelt – Eine weitere Lektion in Medienbildung

wiki.doebe.li / Beat Doebeli, 16.06.2014 ●Vergangenen Mittwoch (11.06.2014) hat die Projektleitung des Lehrplans 21 (Biblionetz:w02172) zu einem Hearing in Sachen Teillehrplan ICT und Medien (Biblionetz:t15600) geladen und ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kantonen, Pädagogischen Hochschulen und Interessen-Verbänden kamen. Es ging darum, die Arbeit der Expertengruppe II zum Teillehrplan ICT und Medien zu diskutieren, die in der Folge der allgemeinen Lehrplanvernehmlassung in Auftrag gegeben worden war.

 

Programmieren als Pflichtstoff

nzz.ch / René Donzé, 15.06.2014 ● Mit dem Lehrplan 21 soll die Informatik ihren festen Platz im Unterricht erhalten. Geplant ist, dass sich die Kinder bereits ab der dritten Klasse eine Lektion pro Woche mit Computern, Programmen und neuen Medien auseinandersetzen. In der Oberstufe sollen es dann zwei Lektionen pro Woche sein. Das schlägt die Expertengruppe der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) vor, wie aus einem internen Papier hervorgeht.


Nachbesserungen am Lehrplan 21

srf.ch / zila, 15.06.2014 ● In der Deutsch-Schweiz sollen die Schülerinnen und Schüler schon von der dritten Klasse an im Fach Informatik unterrichtet werden. Das schlägt die Experten-Gruppe der Erziehungsdirektoren-Konferenz zum Lehrplan 21 vor.

Die Experten-Gruppe der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz schlägt zum Lehrplan 21 vor: Lernende sollen schon von der dritten Klasse an im Fach Informatik unterrichtet werden. Das berichtet die NZZ am Sonntag.

Vorgesehen sind eine Lektion von der dritten Klasse an und zwei Lektionen in der Oberstufe. Im Fach Informatik sollen sich die Schüler mit Computern, Programmen und neuen Medien auseinandersetzen.

Mit ihrem Vorschlag reagiert die Experten-Gruppe auf die Kritik an der ersten Fassung des Lehrplans 21. Dort wäre es den Lehrern überlassen gewesen, ob und wann sie den Schülern etwas über Computer beibringen wollen.

 

i-factory teacher workshop

doebe.li / Beat Doebeli Honegger, 04.06.2014 ● Aufgabe der Allgemeinbildung ist es unter anderem, die Welt zumindest in Ansätzen begreifen und erklären zu können. Unter heutiger Alltag wird zunehmend von ICT durchdrungen, die auf den Prinzipien der Informatik beruht. Darum gehören Grundkonzepte der Informatik zur Allgemeinbildung.

In der Informationsgesellschaft brauchen mündige BürgerInnen Grundkenntnisse in Informatik, um kompetent Entscheide bezügliche informatorischen Themen fällen zu können.

 

IT-Projekt an Thurgauer Grundschulen geglückt

computerworld.ch / Fabian Vogt, 23.05.2014 ● Seit 2008 erhalten Thurgauer Grundschulenkantonale ICT-Unterstützung, wenn sie diese möchten. Die Evaluation des Projekts zeigt: andere Kantone sollten dem Beispiel folgen. (…)

(…) Die eigenen ICT-Kompetenzen werden von einer grossen Mehrzahl der Lehrpersonen zumindest in den häufig eingesetzten Bereichen als gut oder sehr gut beschrieben. Auch zwei Drittel der Sechstklässler attestieren sich bei den gebräuchlichen Anwendungen gute oder sehr gute Kompetenzen. Optimistisch zeigen sich die befragten älteren Schülerinnen und Schüler auch in Bezug auf den Umgang mit Gefahren im Netz.

Interessierte Lehrpersonen konnten sich in den letzten Jahren im Rahmen des Projekts an der Pädagogischen Hochschule Thurgau zudem zum iScout weiterbilden lassen. Damit sollten sie ihren Schulhausteams vor allem mit pädagogisch-didaktischem Support dienen. Sie kümmern sich um interne Weiterbildung bezüglich ICT, sammeln Ideen für den integrativen Unterricht und werden gemäss Mitteilung bei technischen Fragen konsultiert. Der Einsatz der iScouts habe sich bewährt, heisst es in der Evaluation. Für die Evaluation wurden 302 Klassenlehrer der 4. Und 6. Klassen sowie 1336 Schüler und 109 ICT-Verantwortliche und iScouts befragt.

Das Amt für Volksschule will den Evaluationsbericht und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen und Empfehlungen genau prüfen und Massnahmen ableiten. Die laufenden Entwicklungen bezüglich Lehrplan 21 würden in diesen Optimierungsprozess einbezogen.


TigerJython – ein online Lehrmittel für ein Fach Informatik

fit-in-it.ch /Aegidius Plüess, Jarka Arnold, Tobias Kohn, 05.2014 ● Die Diskussion über ein Fach Informatik ist sowohl im Gymnasium als auch im Rahmen des Lehrplans 21 voll entbrannt. Eine Gruppe von drei Lehrpersonen legt bereits ein Lehrmittel vor, welches auf ein Fach Informatik für Anfänger ab dem 6. Schuljahr zugeschnitten und online zugänglich ist.

 

Wir können nicht zurück zu den den grossen Unterschiede der alten Schulsysteme

zlv.ch / Roland Schaller, 05.2014 ● Der Pädagogikprofessor und Bildungsrat Lucien Criblez über das Lehrplan-Bashing, die geforderte Mitsprache des Parlaments und die angelaufene Umsetzungsplanung.


«Der Unterricht muss frei von Indoktrination sein»

nzz.ch / Michael Schoenenberger, 16.04.2014 ● LCH-Präsident Beat W. Zemp zum Lehrplan 21

Die D-EDK will im Lehrplan 21 die Wissensanforderungen in einigen Fachbereichen sichtbarer machen. Reicht das?

Der Lehrplan 21 kann nicht auch noch die Wissensanforderungen für sämtliche Lehrmittel bis ins letzte Detail festlegen. In vielen Fächern gibt es ja bereits bewährte und grundlegende Wissensgebiete, die weiterhin verstanden und gelernt werden müssen. In neueren oder umfassenderen Fachbereichen wie «Mensch, Natur, Gesellschaft», Informatik und Medienpädagogik hat es aber durchaus Sinn, wichtige Wissensthemen und zentrale Begriffe als Illustration zu den Kompetenzbeschreibungen zu nennen. Für die Übergänge in die weiterführenden Schulen müssen zudem inhaltliche Treffpunkte vereinbart werden, wie dies heute schon der Fall ist.

Neu gibt es Modullehrpläne für die «Berufliche Orientierung», für «Informatik» und für «Medienpädagogik». Was sagen Sie zur Planungsannahme von 39 Lektionen, verteilt über 3 Zyklen, für die «Berufliche Orientierung»?

In der Konsultation bei unseren 30 Mitgliedsorganisationen wurde diese Zahl immer wieder als viel zu klein kritisiert. Auch die Wirtschaftsverbände sehen das so. Diese können dann ihren Einfluss geltend machen, wenn es in den Kantonen darum geht, den neuen Lehrplan in Stundentafeln zu giessen.


Lehrplan 21: Informatik weder Fisch noch Vogel

inside-it.ch 15.04.2014 ● Informatik ist gemäss dem überarbeiteten Lehrplan 21 nicht mehr nur eine überfachliche Kompetenz, aber auch nicht ein eigenständiges Fach. Neu soll ein für die Kantone verbindlicher Modullehrplan gelten.

Nun gilt gemäss dem Fazit der Erziehungsdirektoren Informatik immerhin nicht mehr nur als überfachliche Kompetenz; ein eigentliches Fach Informatik wird es aber auch nicht geben.

Laut dem ursprünglichen Entwurf gehört das Thema ICT auf Volksschulstufe als überfachliche Kompetenz in den Lehrplan, zusammen mit Medien. Der Dachverband ICTswitzerland fordert allerdings einen erweiterten Fachbereich “Natur, Information, Mensch und Gesellschaft”, der den gleichen zeitlichen Umfang haben soll wie der Bereich “Natur und Technik”.

Die Teilbereiche “ICT und Medien” sowie “Berufliche Orientierung” sollen nun zwar nicht zu einem eigenen Fach aufgewertet werden, sie erhalten aber immerhin zeitlich begrenzte Module. Es sei Sache der einzelnen Kantone, für diese Module Zeitgefässe bereitzustellen und die Zuständigen zu bestimmen, schreiben die Erziehungsdirektoren. Dieser für die Kantone verbindliche Modullehrplan wird von der Arbeitsgruppe ICT und Medien erarbeitet. In der Konsultation hatten zahlreiche Fürsprecher fixe Wochenstunden gefordert. Die Anwendungskompetenzen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc.) bleiben in den Fachbereichslehrplänen eingearbeitet.

Wie Alain Gut, der die Kommission Bildung bei ICTswitzerland präsidiert, erklärt, ist ICTswitzerland in der Arbeitsgruppe ICT und Medien nicht vertreten. Er sei aber gespannt auf die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe und hoffe sehr, “dass wir in diesem Prozess früher oder später noch einmal eingebunden werden.” ICTswitzerland hatte nur im Rahmen der Konsultation mit einer kleinen Expertengruppe (deren Mitglieder teilweise Mitglieder der Arbeitsgruppen Lehrplan 21 waren) ein Positionspapier erstellt.

Ob der Entscheid für einen Modullehrplan gut oder schlecht sei, könne man noch nicht beurteilen, sagt Gut. “Es ist unter Umständen besser als nichts.” Er zähle auf die Vernunft der Kantone, die Informatik genügend zu verankern.


Weniger Moral für den Lehrplan

tagesanzeiger.ch / Anja Burri 11.04.2014 ● Die ebenfalls kontrovers diskutierten Themen «Berufliche Orientierung» und «ICT und Medien» lagert die D-EDK in zwei Modullehrpläne aus. Es sei Sache der einzelnen Kantone, für diese Module Zeitgefässe bereitzustellen und die Zuständigen zu bestimmen, schreibt die D-EDK. In der Konsultation hatten zahlreiche Fürsprecher fixe Wochenstunden gefordert. Die beiden Themen dürften nicht von den Präferenzen der Lehrkraft abhängig sein. Gestern reagierte der ­Gewerbeverband prompt «mit Bedauern» und wiederholte, Lehrlinge benötigten gute Kenntnisse im Informatik- und Medienbereich. Man werde den überarbeiteten Lehrplan 21 analysieren und nötigenfalls entschieden reagieren.


Lehren für den Lehrplan 21

nzz.ch / Michael Schoenenberger 11.04.2014 ● Wichtig ist schliesslich, dass ICT/Medien und Berufliche Orientierung neu als zeitlich und inhaltlich begrenzte Module den Weg ins Klassenzimmer finden. Für die Berufsorientierung müssen weiterhin 39 Lektionen genügen. Die Kantone können darüber hinausgehen. Für ICT/Medien wird ein Modullehrplan ausgearbeitet.


Der Lehrplan 21 wird überarbeitet

Module anstatt fächerübergreifende Themen

lehrplan.ch / 11.04.2014 ● In der Konsultationsfassung des Lehrplans 21 gibt es drei fächerübergreife Themen: Berufliche Orientierung, ICT und Medien sowie die fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung. Dem Lehrplanentwurf liegt dabei der Grundsatz zugrunde, dass die zu den fächerübergreifenden Themen zu erwerbenden Kompetenzen und Inhalte in die Fachbereiche integriert werden und dass auf diesem Wege sichergestellt wird, dass die Kompetenzen erworben werden. Zu diesem Konzept gibt es Kritik aus unterschiedlicher Perspektive: Bei Beruflicher Orientierung sowie ICT und Medien wurde bereits vor der Konsultation festgestellt, dass sich nicht alle Kompetenzen und Inhalte in die Fachbereiche integrieren lassen. Ohne eine klare Zuordnung der Kompetenzen zu Zeitgefässen und der Zuweisung von Verantwortung an einzelne Lehrpersonen lasse es sich nicht sicherstellen, dass der Lehrplan auch wirklich umgesetzt werde.
Seitens der Interessensgruppen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) wird nicht verstanden, dass BNE nicht gleich behandelt wird wie Berufliche Orientierung bzw. ICT und Medien. Es werden Kompetenzbeschreibungen und zum Teil auch ein Kompetenzaufbau zu den fächerübergreifenden BNE-Themen verlangt.

Auftrag zur Überarbeitung

Berufliche Orientierung sowie ICT und Medien werden neu zu Modullehrplänen. Module umfassen zeitlich und inhaltlich begrenzte Aufgaben der Schule, für die die Kantone Zeitgefässe bereitstellen und die Zuständigkeiten regeln.
Die Modullehrpläne gliedern sich wie die Fachbereichslehrpläne: Sie enthalten einleitende Kapitel und einen Kompetenzaufbau. Allerdings wird darauf verzichtet, zu Kompetenzen, die integriert in Fachbereichen erworben werden, noch einmal im Modullehrplan einen Kompetenzaufbau darzustellen. Stattdessen werden in den einleitenden Kapiteln die Bezüge dargestellt.

ICT und Medien

Die Medienbildung wird kontrovers diskutiert: Die einen fordern, die Chancen und Gefahren der Mediennutzung, insbesondere auch Fragen des Jugend- und Datenschutzes, sollten bereits früher als im Entwurf vorgesehen in der Schule thematisiert werden und ein grösseres Gewicht erhalten. Andere fordern zu diesen Themen eine Klärung der Zuständigkeit der Schule in Abgrenzung zum Elternhaus mit der Stossrichtung, mehr Zuständigkeiten der Familie zuzuordnen und Auftrag und Verantwortlichkeit der Schule einzugrenzen.
Der Stellenwert der Informatik wird ebenfalls kontrovers beurteilt. Wirtschaft und auf Technik fokussierende Verbände sowie einzelne Kantone verlangen, dass der Informatik ein grösserer Stellenwert zugemessen wird: Der Unterricht in Informatik soll früh einsetzen. Daten, Algorithmen und Programmieren sollen Teil der Volksschulbildung für alle werden. Die Gegenposition meint, Algorithmen, Datenstrukturen und Programmieren überfordere die Volksschule, die Ziele seien zu hoch gesetzt, und solche Ziele sollten allenfalls als Freifach für stärkere Schülerinnen und Schüler angeboten werden.
Die Integration der Anwendungskompetenzen in die Fachbereiche ist unbestritten.

Auftrag zur Überarbeitung

Anstelle des fächerübergreifenden Themenlehrplans ICT und Medien arbeitet die im Herbst 2013 eingesetzte Arbeitsgruppe ICT und Medien einen Modullehrplan aus. Die Anwendungskompetenzen (z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation) bleiben in den Fachbereichslehrplänen eingearbeitet.


Überarbeitung des Lehrplans 21

wiki.doebe.li / Beat Doebeli, 11.04.2014 ● Anstelle des fächerübergreifenden Themenlehrplans ICT und Medien arbeitet die im Herbst 2013 eingesetzte Arbeitsgruppe ICT und Medien einen Modullehrplan aus. Die Anwendungskompetenzen (z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation) bleiben in den Fachbereichslehrplänen eingearbeitet.


Gewerbeverband: Lehrplan 21 muss Bedürfnisse der Wirtschaft aufnehmen

moneycab.com, 11.04.2014 ●  Der Schweizerische Gewerbeverband sgv begrüsst den Entscheid der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, den Lehrplan 21 nochmals zu überarbeiten und zu kürzen. Gleichzeitig bedauert der sgv, dass dabei die von der Wirtschaft klar geforderte Stärkung der Berufswahlvorbereitung sowie die Überarbeitung des Fachbereichs ICT und Medien nicht explizit erwähnt werden. Auch fehlt eine klare Aussage, dass in der Überarbeitung die Grundansprüche überprüfbar sein müssen….

…. Die in einer Berufslehre sehr wichtigen Kompetenzen in den Fachbereichen ICT und Medien müssen mehr Gewicht erhalten.


LP 21 – Rahmenbedingungen für die Umsetzung

Einstiegsreferat Kadervernetzungstag Wil / Thomas Merz, 15.03.2014 ● Grundzüge der Konsultation ICT und Medien:
• Weitgehende Akzeptanz der Teilbereiche Medienbildung und ICT-Anwenderkompetenzen
• Polarisierung im Bereich Informatik: Wichtig Klärung der konzeptionellen Grundlagen und Alters-/Stufenbezug
• Breite Unzufriedenheit mit rein integrativem Konzept


Programmieren für alle

sonntagszeitung.ch / Alexandra Brähm, 09.03.2014 ● Ich habe vergangen Woche programmieren gelernt. Es hat nur eine Stunde gedauert und war kaum schwieriger, als Süssigkeitensymbole im Spiel “Candy Crash” zu verschieben. Jedes Kind, so versprechen die Gründer von code.org einer Nonprofitorganisation, könne die Grundlagen des Programmierens in kürzester Zeit begreifen….

… Computer sind überall, und deshalb sollten in jeder Schule die Grundlagen des Programmierens erlernt werden, finden die Code.org-Initianten. Die Videotutorials sind dazu eine perfekte Grundlage. Ergänzen lässt sich noch: Nicht nur Kinder, sondern jeder sollte lernen wie Computer ticken.


«ICT ist kein Kostenblock, sondern Zukunft»

punktmagazin.ch / Rino Borini, Ruedi Noser, 03.03.2014

Wie sieht es in der Volksschule aus?

Werden die Jungen genügend ausgebildet? Da können wir sehr konkret werden. Nehmen wir das Fach Wirtschaft im neuen Lehrplan 21, der die Ziele der Volksschule in der Deutschschweiz harmonisieren will. Das hat mich zuerst gefreut, doch nach dem Studium der Unterlagen war ich enttäuscht.

Was war Ihre Enttäuschung?

Statt dass die Jungen lernen, wie sie mit Geld umgehen, was Unternehmertum bedeutet oder wie wirtschaftliche Abläufe funktionieren, lernen sie, wie man kritisch durch die Gestelle von Coop und Migros läuft.

Wie meinen Sie das?

Im Fach Wirtschaft werden letztendlich Konsumenten ausgebildet, aber sicherlich wird keine Wirtschaftskompetenz gelehrt. Dasselbe bei der Informatik. Die Schüler lernen, wie sie mit modernen Medien umgehen, sie lernen «Anwendertum». Aber es wird ihnen nicht gezeigt, wie ein iPad entwickelt wird oder wie Programmiersprachen aufgebaut sind. Schüler sollten, genau so wie sie Französisch oder Englisch lernen, auch eine Programmiersprache beherrschen.

Ist das wirklich nötig?

Es geht nicht darum, dass sie diese später täglich anwenden können, sondern um das Verständnis. Wann haben Sie das letzte Mal Trigonometrie angewendet?

Vermutlich in der Schulzeit.

Eben, ich auch. Dennoch mussten Sie Trigonometrie lernen, damit Sie anderes verstehen können. Wer mit 16 Jahren keine Programmiersprache versteht, kann beim besten Willen kaum ein Verständnis für die sehr komplexe digitale Welt entwickeln. Das muss zum Lehrplan gehören.

 

Die 7 wichtigsten Kritikpunkte am Lehrplan 21

zlv.ch /Roland Schaler, 24.02.14 Seit der Lehrplan im Sommer letzten Jahres öffentlich wurde, hagelt es Kritik von allen Seiten. Eine Zusammenfassung in 7 Punkten.

Unter dem Titel «Ja, aber: Eine erste positiv-kritische Bilanz der Konsultation zum Lehrplan 21» veröffentlichte die D-EDK am 16. Januar 2014 eine Medienmitteilung zur soeben abgeschlossenen Vernehmlassung zum Lehrplan 21. In den drei vorangegangenen Monaten tobte in der Presse eine regelrechte Schlacht um Sinn und Unsinn des Reformprojekts. Die Meinungen zum Lehrplan 21 gehen diametral auseinander. Der ZLV selbst gab eine grundsätzlich positive Stellungnahme ab, die aber auch Kritik formulierte (siehe www.zlv.ch > Politik > Standpunkte). Der LP 21 wird den ZLV weiterhin beschäftigen. Dass er letztlich auch vors (Zürcher) Volk kommt, davon muss man wohl ausgehen. Aus diesem Grund wird sich das ZLV-Magazin in loser Folge mit verschiedenen Aspekten des LP 21 beschäftigen. Den Auftakt macht eine Übersicht über die massive Kritik in 7 Punkten. Neben einer Darstellung der Kritik geben ZLV-Präsidentin Lilo Lätzsch, die für das Geschäft verantwortliche Eliane Studer Kilchenmann und als Beobachter ZLV-Redaktor Roland Schaller einen kurzen Kommentar dazu ab. Die Redaktion freut sich auf Diskussionsbeiträge.
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Tablets und Co. müssen Schule machen

Zürcher Unterländer, Beatrix Bächtold, 18.02.2014  “Digitale Medien. Laut Lehrplan 21 müssen die Schulen den Nachwuchs fit für die digitalen Herausforderungen machen. Im Unterland verlaufen entsprechende Pilotprojekte erfolgreich.

Um den Vorgaben des Lehrplans 21 gerecht zu werden, setzen die Schulen im Zürcher Unterland probeweise vermehrt digitale Medien im Unterricht ein. So auch in der zweiten Oberstufe in Stadel. Hier sind seit vergangenem August 65 geleaste Kleincomputer, sogenannte Tablets oder iPads, im Einsatz. Das Pilotprojekt läuft noch bis August. «Erfolgreich», sagt Schulleiter Roger Hiltebrand. Zu Beginn befürchteten einige Eltern, das iPad würde sich negativ auf den Familienalltag auswirken. «Anfangs waren die jungen Benutzenden auch extrem abgelenkt durch die Vielfalt der Möglichkeiten», erklärt Projektleiter Lukas Schmid, aber das habe sich bald gelegt. Heute seien die Tablets im Thek so selbstverständlich wie Taschenrechner oder Schreibzeug. Der Schwundteufel schlug nicht zu. «Einem Schüler fiel das Gerät runter und ging kaputt. Der Schaden wurde durch die Versicherung geregelt», sagt Schmid.

In den vier Bülacher Primarschulhäusern Böswisli, Lindenhof, Hohfuri und Schwerzgrueb werden Tablets nicht flächendeckend erprobt. Hier arbeiten die Schüler schon seit Jahren am Computer.

Whiteboard anschaffen

In naher Zukunft werden die Klassenzimmer zusätzlich mit einem interaktiven Whiteboard ausgerüstet. Dieses kann an den Computer angeschlossen werden, bietet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, und der Inhalt kann nach der Schulstunde gelöscht oder gespeichert werden. In Bülach überlegt man sich, den Lehrpersonen künftig einen iPad als Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. «Interaktive Hilfsmittel sind in unseren Klassenzimmern schon seit Jahren absoluter Standard», erklärt David Hauser, Leiter Bildung der Stadt Bülach. Der gemeinsame Lehrplan 21 soll in 21 deutschund mehrsprachigen Kantonen die Ziele der Schule harmonisieren. Die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) hat ihn erarbeitet. Darin heisst es: «Die Schülerinnen und Schüler bauen grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten auf, die ihnen eine kompetente, sachgerechte Nutzung und den sozial verantwortlichen Umgang mit Informationsund Computertechnologie (ICT) und Medien ermöglichen.» Frühestens im Schuljahr 2017/18 soll er in Kraft treten.

Vorgabe des Kantons

Die Schulen im Zürcher Unterland sind gerade dabei, die digitalen Medien im Unterricht zu integrieren, um so die Vorgaben der Bildungsdirektion zu erfüllen. Genaue Zahlen liegen aber nicht vor. «Unsere Fachstelle hat von verschiedenen Tablet-Projekten im Kanton Zürich Kenntnis, ohne jedoch einen systematischen Überblick zu haben, da die Infrastrukturbeschaffung in der Verantwortung der Gemeinden liegt», erklärt Doris Azzan, Verwaltungsassistentin Volksschulamt der Bildungsdirektion Kanton Zürich.

In der Primarschule Regensdorf haben mittlerweile 1500 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein Jahr lang mit iPads gearbeitet. «Sehr erfolgreich», sagt Medienpädagoge Steve Bass und erklärt: «Die neuen digitalen Möglichkeiten ergänzen Bewährtes und Altbekanntes perfekt.»”


Medienkompetenz ist heute Glückssache

Berner Zeitung, Lucia Machac, 17.02.2014 ● “Ob Schülerinnen und Schüler heute Lern-Apps, Social Media oder Tablets im Unterricht nutzen, hängt stark davon ab, ob ihre Lehrperson mit neuen Medien und modernen Technologien umgehen kann.
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Zurzeit ist eine 11-köpfige Arbeitsgruppe daran, den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und Medien für den Lehrplan 21 zu konkretisieren.

Schülerinnen und Schüler sollen während der obligatorischen Schulzeit folgende Kompetenzen erwerben:

ICT-Anwendung im Alltag: Laut Beat Zemp, Präsident des Lehrerverbandes LCH und Mitglied der Arbeitsgruppe ICT und Medien, sollen Schüler künftig systematisch lernen, welche Medien für welche Informationsbeschaffung geeignet sind (Suchmaschine, Lexikon, Fahrplan, Website, Video, Lernspiel), wie man Medien zum Lernen nutzt (Vokabeltrainer, RSS-Feed, soziales Netzwerk, E-Book, Zeitschrift), aber auch wie Informationen aus dem Internet überprüft werden können. Ein weiteres Praxisfeld ist die Benutzung von Geräten und Programmen: Die Schüler lernen, Texte, Tabellen, Präsentationen, Bilder oder Videos zu erstellen und ihre Daten zu verwalten.

Kerninformatik: Dieses Fach gibt es heute an der Volksschule nicht. Für Beat Zemp ein Versäumnis: «Informatik gehört im digitalen Zeitalter neben Lesen, Schreiben und Rechnen zu den Grundkompetenzen.» Deshalb sei es zwingend, dass Schüler Datenstrukturen verstehen lernen und einfache Algorithmen selber programmieren können.

Mediennutzung: Hier geht es einerseits um die Nutzung von Medien, sei es für die Kommunikation (E-Mail, Chat, Blog, soziales Netzwerk), sei es für den Wissens- und Datenaustausch (Forum, Cloud Computing). Andererseits lernen die Schülerinnen und Schüler, mit Gefahren umzugehen, die mit dem Medienkonsum verbunden sind. «Sie müssen wissen, wie sie im Internet ihre privaten Daten vor Missbrauch schützen können und dass sie sich selber an rechtliche und ethische Regeln halten müssen», erläutert Zemp. Thematisiert werde auch das Suchtpotenzial von Medien oder die gefährliche Vermischung von virtueller und realer Welt.

Neben den stufengerechten Inhalten diskutiert die Arbeitsgruppe formale Aspekte: Unklar ist, ob ICT und Medien künftig in andere Fächer wie zum Beispiel Deutsch, Lebenskunde oder Mathematik integriert werden sollen (fächerübergreifender Unterricht) oder ob ein eigenes Fach dafür nötig ist.

Eine weitere Hürde ist die ICT-und-Medien-Ausbildung des Lehrpersonals, das sich heute oft überfordert fühlt, weil es an Wissen in diesem sich permanent wandelnden Bereich mangelt. Laut Zemp diskutiert man intern zwei Szenarien: «ICT und Medien könnten in die entsprechenden Fachausbildungen wie Deutsch oder Mathematik integriert werden, oder aber es gibt an jeder Schule einen Verantwortlichen, der in diesem Bereich up to date ist und sein Wissen laufend und auf dem neusten Erkenntnisstand an das Lehrpersonal weitergibt.»

Darüber hinaus gilt es, infrastrukturelle Fragen zu klären: zum Beispiel, ob Schüler künftig ihre eigenen Geräte (Tablets, Smartphones) in den Unterricht mitbringen und ob WLAN trotz Strahlenbelastung an Schulen eingerichtet werden soll.
Der Schlussbericht der Arbeitsgruppe ist für Ende Jahr geplant.


Lehrplan 21: Pro Juventute fordert umsetzungsorientierte Überarbeitung
Revision des Lehrplans als Chance für eine zukunftsfähige Schule

Facebook, 17.02.2014 ● Der Lehrplan 21 bietet eine einmalige Chance, die Volksschule für aktuelle und künftige Anforderungen zu rüsten. Pro Juventute begrüsst die Reform darum dezidiert. Der Fokus in der laufenden Überarbeitungsphase soll nun auf die Umsetzung im Unterricht gelegt werden. Besonders verweist die Jugendorganisation auf das Kapitel ‚ICT + Medien‘ Dieses bietet eine umfassende Zusammenstellung an dringend notwendigen technischen und sozialen Fertigkeiten der Medienkompetenz. Die Jugendorganisation fordert nun, im Lehrplan eine Mindestanzahl an Stunden pro Schuljahr festzulegen: denn zeitliche Verbindlichkeit ist entscheidend, damit die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Neuen Medien nicht mehr zwischen Stuhl und Bank fällt. Das hätte fatalen Folgen, warnt die Pro Juventute im Hinblick auf neue Jugendrisiken wie Sexting und Grooming.


Der Lehrplan 21 und die allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II

fit-in-it.ch, 14.02.14 ● “Anfang Jahr wurde die offizielle Stellungnahme des VSG (Verein Schweizerischer Gymnasiallehrpersonen) zum LP 21 veröffentlicht. Insgesamt 9 Forderungen machen seine Position deutlich. Informatik wird als allenfalls neues Fach erwähnt. Bezüglich Informatik übernimmt der VSG in seiner Stellungnahme die Anregungen des SVIA (Schweizer Verein für Informatik in der Ausbildung), die Informatik explizit im Lehrplan 21 zu benennen: im Zyklus 1 und 2 zusammen mit der Mathematik und im Zyklus 3 allenfalls als eigenständiges Fach.”


Bloggen lernen im Klassenlager – IT-Camps für Stadtzürcher Schüler

Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2014 ● “Lilo Lätzsch, Präsidentin des Zürcher Lehrerverbands (ZLV), hält das Vorhaben für eine gute Idee. «Im Informatikbereich haben wir einigen Nachholbedarf.» Es habe vor einigen Jahren bereits einmal einen Versuch mit Computer-Camps gegeben. Diese seien damals jeweils sofort ausgebucht gewesen. Der Umgang mit Informatik ist gegenwärtig auch Thema in den Diskussionen um den Lehrplan 21. Lätzsch kritisiert, dass der Informatik darin zu wenig Gewicht gegeben werde. «Problematisch ist, dass für den Informatik-unterricht nicht konkrete Zeitgefässe zur Verfügung stehen.» Das habe der ZLV bei der Konsultation im Rahmen des Lehrplans 21 moniert. Man hoffe nun, dass das Anliegen in die definitive Fassung des Lehrplans 21 Aufnahme findet. Auch Sarah Genner, Medienpsychologin an der ZHAW, begrüsst das Engagement der Stadt. Es sei ein interessantes Angebot, das niederschwellig und pragmatisch dem akuten Bedarf an IT-Bildung in der Volksschule begegnen kann. «Besonders geeignet ist dieses für Lehrpersonen, die selbst über wenig IT-Kenntnisse verfügen.» Langfristig brauche es aber flächendeckend IT- und Medienbildung an Schulen und in der Lehrerbildung.

Auch das Klassenzimmer wird zunehmend digital: Tabletcomputer oder multimediale Wandtafeln werden derzeit bereits an mehreren Schulen eingesetzt. Die technische Infrastruktur sei eine gewaltige Herausforderung, sagt Bachmann. «Es ist schwierig, abzuschätzen, welche Instrumente in fünf Jahren noch aktuell sind.» Als Beispiel nennt er den Beamer. «Wir überprüfen derzeit, ob es sich noch lohnt, sechs Millionen Franken für die Installation dieser Instrumente zu investieren.»

Im Lehrplan 21 wird unter den Stichwörtern Informations- und Kommunikations-technologie (ICT) sowie Medien der Umgang mit digitalen Medien im Unterricht thematisiert. Die Schüler sollten an der Mediengesellschaft selbstbestimmt, kreativ und mündig teilhaben und sich sachgerecht und sozial verantwortlich verhalten, heisst es darin. Die Auswahl der Kompetenzen hat anlässlich der Anhörung zum neuen Lehrplan jedoch für einige Diskussionen und Kritik gesorgt. Zwar zeigten sich die meisten angefragten Organisationen mit der Stossrichtung einverstanden. Bemängelt wurde jedoch vor allem, dass der Informatikunterricht zu kurz komme. So forderten etwa die Lehrerverbände der Volks- und Berufsschulen, aber auch die Kantonale Elternmitwirkungsorganisation ein eigenständiges Fach oder verbindliche Module.”


Die Schule von morgen braucht ambitionierte und harmonisierte Lehrpläne
mathiasreynard.ch, 30.01.14 ● In der Romandie wurde der PER seit 2011 schrittweise eingeführt. Heute werden die Schülerinnen und Schüler quasi in der ganzen Westschweiz gemäss PER unterrichtet. Ich selbst arbeite seit drei Jahren täglich mit dem PER auf Stufe Sekundarschule und kann bestätigen, dass der Lehrplan den qualitativen Anforderungen vollauf genügt. Im Gegensatz zur Meinung einiger reaktionärer Kreise vernachlässigt der PER die Grundkenntnisse keineswegs und hält auch nirgends fest, dass klassischer „Frontalunterricht“ nicht mehr erlaubt sein soll. Die höheren Ziele in der Berufsbildung wurden natürlich ebenfalls beibehalten.

Parallel zu den einzelnen Schulfächern räumt der PER der fächerübergreifenden Bildung einen wichtigen Platz ein. Diese ist unterteilt in verschiedene Themenbereiche: Nachhaltige Entwicklung (mit dem Ziel, ein kritisches Nachdenken über dieses Thema zu fördern), Staatskunde (mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben vorzubereiten), berufliche Orientierung, Gesundheitsprävention sowie Fragen im Umgang mit Medien und Kommunikationsmitteln.


SVP will eine Abstimmung über Lehrplan 21 erzwingen – Es droht ein Chaos
tageswoche.ch / Michael Rockenbach, 23.01.14 ● Beim Lehrplan 21 läuft das so ab: Zuerst meldeten alle Behörden, Parteien, Interessenverbände, Fachleute und sonstwie Interessierten ihre Wünsche an. Die Schule muss selbst näher an die Wirtschaft! Darum: mehr Berufsbildung, mehr Naturwissenschaften, mehr Informatik und mehr Sprachen!

Andere machten sich (eher weniger erfolgreich) für die musischen Fächer stark, die für die Entwicklung eines Kindes ganz besonders wichtig seien. Und wieder andere verlangten nach neuen Fächern und FachgebietenStaatskunde! Lebenskunde! Glück! Gender! Abfall! Umgang mit den neuen Medien! Und so weiter und so fort.

Wenn die D-EDK sämtliche Wünsche berücksichtigt hätte, wäre ihr Entwurf wahrscheinlich zehnmal so dick geworden. Die jetzt vorliegenden 560 Seiten sind trotzdem allen zu viel. Auch all die Behörden, Parteien, Verbände und sonstigen Interessierten fordern jetzt eine drastische Kürzung – ausser bei ihrem eigenen Anliegen, versteht sich.


Ja, aber: Eine erste positiv-kritische Bilanz der Konsultation zum Lehrplan 21

Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz, 17.01.14 ● Zahlreicher sind die Forderungen, weitere, neue Inhalte zu ergänzen oder zu verstärken, die aus Sicht der jeweiligen Interessensgruppe wichtig sind und im Entwurf zu kurz kommen. Das betrifft beispielsweise die wichtige Aufgabe der Beruflichen Orientierung, die von vielen Gruppierungen als verstärkungswürdig angesehen wird, wie auch den Bereich ICT und Medien.”


«Alle müssen wissen, wohin die Reise geht» (Bildung Schweiz, 1 | 2014, Heinz Weber)
Martin Schäfer: “Als Pädagogische Hochschule haben wir dabei eine wichtige Rolle, indem wir erstens den Lehrplan in der Grundausbildung verankern und zweitens mit unseren Weiterbildungsangeboten die Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung unterstützen.”


Lehrplan 21: «Der Teufel liegt im Detail» (SRF, 17.01.14)
“Beispielsweise gebe es Stimmen, welche die Berufsorientierung oder das Thema Medien verstärken möchten. Andererseits kursiere auch der Wunsch, in klassischen Fächern wie Mathematik oder Sprache mehr zu machen. «Es ist der Kampf um das Tischtuch, alle ziehen in ihre Richtung», so Amsler. Auf die Dauer könne das nicht gut gehen: «Irgendwann reisst das Tischtuch.» Mit anderen Worten, irgendwann ist der neue Lehrplan dann wirklich überfüllt.”


Kantonale Stellungnahmen zum Lehrplan 21 (Irena Kulka, Hasler Stiftung, 16.01.2014)

“Da im Entwurf vom Lehrplan 21 lediglich „ICT und Medien“ zur Diskussion stand, sprechen selbst jene Stellungnahmen welche ein explizites und eigenes Fach in diesem Bereich fordern, nur vom Fach „ICT und Medien“, nicht aber von den viel diskutierten Zeitgefässen für „Informatik“ oder einem Fach für „Informatik“.

Einzig der Kanton Uri nimmt die Trennung in Informatik, ICT und Medien differenziert auf und empfiehlt eine Prüfung dieser Variante, indem er „klare Fächerzuordnungen verlangt, um Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten zu regeln“. „Die Integration von ICT und Medien in ande- re Fachbereiche wird zwar begrüsst, dennoch sollte die Trennung von Medienbildung, Anwen- dungsschulung und Informatik geprüft werden.“ Medienmitteilung vom 20.12.2013

Beim Erziehungsrat des Kantons Schwyz stösst der Lehrplan auf ein gutes Echo, verlangt aber eine Überarbeitung des Lehrplans hinsichtlich Anforderungen und Umfang. Für die Bereiche von „ ICT und Medien“ und „Berufliche Orientierung“ fordert der Erziehungsrat auf der Sekundarstufe I (im Alter von 13-15 Jahren) explizit eigene Zeitgefässe mit hoher Verbindlichkeit. In den ersten beiden Zyklen (Alter 5 – 12 Jahre) wird allerdings in Schwyz der fächerübergreifende Ansatz akzeptiert. „Die gewünschte Stärkung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften und Technik) geht teils einher mit einer Vorverschiebung von Kompetenzen in den 1. und 2. Zyklus (Kindergarten bis 6 Klasse / 5 bis 12 Jahre). Aus Sicht des Erziehungsrats wird dies als zu ehrgeizig beurteilt“, heisst es zudem in der Stellungnahme. Neue Schwyzer Zeitung: “Erziehungsrat will entschlacken

Auch der Kanton Nidwalden stimmt in seiner Konsultationsantwort dem Lehrplan 21 grundsätzlich zu. Vom Nidwaldner Regierungsrat wird gefordert dass der Bereich Berufsbildung sowie das fächerübergreifende Thema ICT und Medien im Rahmen eines eigenständigen Faches auf allen Stufen unterrichtet werden soll. Auch wichtige praxisorientierte Gesellschaftsaspekte kämen momentan noch zu kurz. Medieninformation vom 18.12.2013

Das Fazit des Kanton Zürich fällt im Grundsatz positiv aus, schliesst aber zum Teil deutliche Vorbehalte mit ein. (…) Weiter gehörten u.a. die Konzepte für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sowie Medien, zu den Hauptgegenständen der Kritik. In welchem Sinn diese Kritik in Zürich ausfällt, wird jedoch nicht ausgeführt. Mehr Zeit wird für für Berufliche Orientierung gefordert und eine klarere Zuordnung der Fachbereiche Berufliche Orientierung sowie ICT und Medien zu anderen Fächern gefordert. 2014 soll im Kanton Zürich bereits mit der Vorbereitung der Einführung des Lehrplans 21 begonnen werden. Der angepasste Lehrplan wird dann 2016 nochmals in eine kantonale Vernehmlassung gegeben. Die Einführung soll dann mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 beginnen.” NZZ – Zürcher Stellungnahme zum Lehrplan 21 vom 20.12.2013


Nach Kritik: Verzögerung beim Lehrplan 21 (NZZ, 30.12.13)
„Weiterhin keine Chancen sieht Christian Amsler, Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) für ein eigenes Fach Informatik. «Dafür fehlt es an Geld und an Platz in der Stundentafel», sagt der Schaffhauser Bildungsdirektor.“


Lehrplan 21 stösst in der Zentralschweiz auf Zustimmung (SRF, 30.12.13)
Kritisiert wird, die Zuordnung von fächerübergreifenden Themen wie Informatik oder Berufswahlvorbereitung sei nicht klar. Zum Teil werde für ICT und Medien ein eigenes Fach verlangt.


FDP – Lehrplan 21: Nachsitzen, Informatik und Wirtschaft büffeln! (FDP, Christian Wasserfallen, 12.2013)
„Daher muss der Lehrplan 21 zum Beispiel die Informatik als eigenständigen Fachbereich aufnehmen.“


Gute Noten für Lehrplan 21 – Ressourcen für Umsetzung gefordert (SP, 24.12.13)„Entsprechend unterstützt die SP die wichtigen, aber hoch gesteckten Ziele im Sprachunterricht sowie die Aufnahme von fächerübergreifenden und praxisnahen Themen wie Berufliche Orientierung, ICT und Medien.“


Harmonisierung findet im Kanton Luzern Zustimmung (Staatskanzlei Luzern: 23.12.13)
„Die Mehrheit ist sich einig, dass ICT (Information and Communication Technologies) und Medien wichtig sind. Die Rückmeldungen zur Ausgestaltung waren hingegen widersprüchlich. Vielfach wurde ein eigenes Zeitgefäss oder zumindest eine konsequente Einarbeitung in die Fachbereiche gefordert, während andere die fächerübergreifende Lösung unterstützen.“


Lehrplan 21 erfährt breite Zustimmung (D’r Obwaldner 21.12.13)
„Der Kanton Obwalden plant in der Stundentafel die heutigen Zeitgefässe mit der Einführung des Lehrplans 21 beizubehalten. Ebenso fordert er, für den Bereich ICT und Medien ein eigenes Fach ab der fünften Klasse einzuplanen.“


Aargauer Regierungsrat stimmt dem Lehrplan 21 unter Vorbehalt zu (soaktuell.ch 21.12.13)
„Gar hohen Anpassungsbedarf zeigt sich bei ‚Bildnerisches Gestalten’, ‚Ethik, Religionen, Gemeinschaft’, fächerübergreifende Themen unter der Leitidee nachhaltiger Entwicklung, ‚ICT und Medien’, ‚Räume, Zeiten, Gesellschaft’, ‚Technisches und textiles Gestalten’ sowie bei ‚Wirtschaft, Arbeit, Haushalt’.“


Lehrplan 21: Korrekturen notwendig (Verband der Schweizer Unternehmen, 20.12.13)
„Konkret besteht in der Ausbildung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) Korrekturbedarf. Die wichtigen Themen ICT und Medien sind nicht als eigenständiges Fach, sondern fächerübergreifend vorgesehen. Damit fehlt dem Bereich die notwendige Verbindlichkeit und die Verantwortungszuweisung für eine zuverlässige Umsetzung.“


Der Kanton Uri begrüsst den Lehrplan 21 (Kanton Uri, 20.12.13)
„Die Bildungsansprüche in den Bereichen ICT und Medien, Berufliche Orientierung und Bildung Nachhaltige Entwicklung werden über sogenannte fächerübergreifende Teillehrpläne festgelegt. Für die Umsetzung werden klare Fächerzuordnungen verlangt, um Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten zu regeln. Die Integration von ICT und Medien in andere Fachbereiche wird zwar begrüsst, dennoch sollte die Trennung von Medienbildung, Anwendungsschulung und Informatik geprüft werden.“


Erziehungsrat fordert Anpassungen am Lehrplan 21 (Urner Wochenblatt, Ralph Aschwanden, 20.12.13)
„Kritik gibt es auch im Bereich ICT und Medien. Dort werden die Ziele über sogenannte fächerübergreifende Teillehrpläne festgelegt. «Für die Umsetzung werden klare Fächerzuordnungen verlangt, um Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten zu regeln», fordert der Erziehungsrat. Die Integration von ICT und Medien in andere Fachbereiche werde zwar begrüsst. «Dennoch sollte die Trennung von Medienbildung, Anwendungsschulung und Informatik geprüft werden.»“


Weniger wäre in manchen Bereichen mehr (Neue Zürcher Zeitung, 20.12.13)
„Weiter gehörten die Konzepte für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sowie Medien, die ungenügende Berücksichtigung der Heterogenität und die Übergewichtung der Theorie gegenüber der Praxis in Fächern wie Hauswirtschaft zu den Hauptgegenständen der Kritik. Für berufliche Orientierung wird mehr Zeit und wie für ICT und Medien eine klarere Zuordnung zu anderen Bereichen oder gar ein eigener Fachbereich gefordert.“


Aargauer Regierung fordert, dass der Lehrplan 21 erheblich überarbeitet wird (Aargauer Zeitung, 20.12.13)
„Auf wenig Gegenliebe stiessen die Ziele bei den Themen “Bildnerisches Gestalten”, “Ethik, Religionen, Gemeinschaft” sowie “ICT und Medien”, “Räume, Zeiten, Gesellschaft”, “Technisches und textiles Gestalten” sowie bei “Wirtschaft, Arbeit, Haushalt”.“


Schwyz will mehr ICT und MINT (Schule Schweiz 19.12.13)
„Grundsätzlich sei es erwünscht, dass die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur & Technik) gestärkt werden. Verbesserungspotenzial sieht der Schwyzer Regierungsrat bei den Themen «Berufliche Orientierung» und «ICT & Medien». Dafür sollen ab der Sekundarstufe I eigene Zeitgefässe zur Verfügung stehen.“


Der Teufel liegt im Detail (Daniel Fleischmann, 19.12.13)
„Weitere Einwände betreffen das fächerübergreifende Thema «ICT und Medien», das, so der sgv, als eigenständiges Fach einzurichten sei. «Das Beherrschen der Informationstechnologien gehört heute zu den Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen», so sgv-Vizedirektorin Christine Davatz.“


Positive Gesamteinschätzung des Lehrplans 21 (Kanton Zürich, 19.12.13)
„Berufliche Orientierung soll stärker gewichtet werden und auch ICT und Medien soll klare Zeitgefässe zugewiesen erhalten (Schulleitungen, Gewerbeverband, Arbeitgeber-Organisationen, Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann und die Kommission Medien und ICT). Die Kommission Mittelschulen fordert, dass fächerübergreifende Themen generell klare Zeitgefässe zugeteilt erhalten und dass im 3. Zyklus ein Übergang von den Fachbereichen zu einzelnen Fächern mindestens vorbereitet wird.“


Lehrplan 21: Gut, aber zu ehrgeizig (SRF, 19.12.13)
„Die Kantone St. Gallen und Thurgau bringen insbesondere in den Bereichen «Berufliche Orientierung» und «ICT und Medien» (Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien) Kritik an. Die Thurgauer Regierung bezeichnet die Zeitgefässe und teilweise auch die Inhalte dieser Bereiche als «klärungsbedürftig». Der Kanton St. Gallen fordert gar, dass die beiden Bereiche gestärkt werden.“


Lehrplan-Inhalte sollen entschlackt werden (Luzerner Zeitung, 19.12.13)
„Verbesserungspotenzial sieht der Schwyzer Regierungsrat bei den Themen «Berufliche Orientierung» und «ICT & Medien». Dafür sollen ab der Sekundarstufe I eigene Zeitgefässe zur Verfügung stehen.“


Nidwalden, Obwalden und Zug für Lehrplan 21 (Luzerner Zeitung, 18.12.13)
„Zudem schlägt der Kanton Obwalden in den Bereichen Medien und Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ein eigenes Fach ab der fünften Klasse vor. So sei etwa die Zuordnung der fächerübergreifenden Ausbildungsinhalte wie Informatik oder nachhaltige Entwicklung unklar. Der Zuger Regierungsrat will, dass die Inhalte klar einem Fach zugeordnet werden. «Wenn alle zuständig sind, dann ist zuletzt niemand zuständig», verdeutlicht Bildungsdirektor Stephan Schleiss diesen Punkt.“


Konsultationsantwort an D EDK (Kanton Appenzell Ausserrhoden, 18.12.13)
„Der Bereich „ICT und Medien“ wird noch überarbeitet werden. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hält die beschriebenen Kompetenzen, die explizit auch die Befähigung beinhalten, sich die Möglichkeiten der neuen Medien zu erschliessen, aber auch die Grenzen und Abgründe zu kennen, für angemessen. Eine verstärkte Auseinandersetzung mit den technischen Aspekten von ICT und dem Erlernen des Programmierens lehnen wir eher ab. Falls dieser Aspekt in der Überarbeitung akzentuiert werden sollte, müsste der Fachbereich Mathematik entsprechend angepasst werden.“


Lehrplan 21: «Weniger ist mehr» (Tagblatt, Marcel Elsener, 17.12.13)
„In ihrer Stellungnahme setzt sich die Regierung speziell für eine Stärkung der Bereiche ICT und Medien sowie der Beruflichen Orientierung ein. Diese sollen «aus dem überfachlichen Bereich gelöst und mit einem eigenen Zeitgefäss versehen werden», heisst es. Im Unterricht von Informatik und (Neuen) Medien – auf der Oberstufe seit Jahren ein eigenes Fach – gehört der Kanton St. Gallen zu den Pionieren in der Schweiz. «Was sich bewährt hat, wollen wir weiter pflegen», sagt Rolf Rimensberger, Leiter Amt für Volksschule.“


Überarbeitung des Lehrplans 21 gefordert (Basler Zeitung, 17.12.13)
„Fächerübergreifende Themen seien zudem in den Fachbereichen zu verorten und nicht als Zusatz zu verstehen.“


Regierungsrat BL lehnt den Entwurf des Lehrplans 21 ab (Kanton Basel Landschaft, 17.12.13)
„Nachfolgend stichwortartig die Anliegen:
– Fächerübergreifende Themen in den Fachbereichen verorten“- …


Regierung verabschiedet Stellungnahme zum Lehrplan 21 (Kanton St. Gallen, 16.12.13)
„Die Regierung setzt sich in ihrer Konsultationsantwort auch für eine Stärkung der Bereiche ICT und Medien sowie der Beruflichen Orientierung ein. Diese sollen aus dem überfachlichen Bereich gelöst und mit einem eigenen Zeitgefäss versehen werden.“


Aufwachsen im Web-2.0-Zeitalter (Stephan Oetiker, Pro Juventute, NZZ, 10.12.13)
„Die Digitalisierung unseres Lebens ist in den letzten zehn Jahren eingetreten. Und sie muss jetzt Konsequenzen haben. In der Politik, die sinnvolle Gesetze schaffen wie auch angemessene Information zur Verfügung stellen muss, in der Schule, die mit der Integration der Medienkompetenz in den Lehrplan 21 endlich eine angemessene Wissensvermittlung schaffen muss, und in allen Fragen der Gesellschaft, die unsere Jugendlichen tangieren, damit diese sich zu kompetenten Erwachsenen entwickeln können.“


Jugend will Internet-Unterricht (Adrian Soller, Eltern Club Schweiz, 09.12.13)
„Die rund 300 befragten Jugendlichen wollen einen modernen Unterricht. Sie möchten mehr wissen über die Gefahren im Internet. So wünscht sich die grosse Mehrheit der Jugendlichen (62 Prozent) mehr Infos über die rechtlichen Folgen beim Herunterladen von Musik oder Filmen. Die Jugend will wissen, was legal ist – und was nicht.Auch Cybermobbing ist für die Jugend ein grosses Thema: Die Mehrheit der befragten Jugendlichen findet, dass sie in der Schule derzeit zu wenig erfahren, wie sie sich davor schützen können. Verunsichert zeigt sich die Jugend auch über die Gefahren beim «Posten», das heisst Veröffentlichen, von Fotos  oder sonstigem Heraufladen persönlicher Daten.“


ICT und Medien (Neue Zürcher Zeitung, 05.12.13)
„Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind im Entwurf zum Lehrplan 21 als überfachliches Thema qualifiziert. Die Hauptzielsetzung wird im LP 21 mit folgender Formel beschrieben: Schülerinnen und Schüler können an der Mediengesellschaft selbstbestimmt, kreativ und mündig teilhaben und sich sachgerecht und sozial verantwortlich verhalten. (…)Der überfachliche Themenlehrplan ICT und Medien vermittelt Anwendungswissen. Eigenständiges Programmieren oder spezifisches Informatikwissen sind nicht Gegenstand des Entwurfs zum Lehrplan 21.“


Medienmitteilung Lehrplan 21: Stellungnahme von Swiss Engineering (Swiss Engineering STV, 02.12.13)
„Im Bereich der informatischen Bildung sieht Swiss Engineering ein grundsätzliches Defizit. Zwar ist die zweifellos wichtige ICT-Nutzungskompetenz im Lehrplan 21 enthalten. Diese hat mit Informatik hingegen nur wenig zu tun, denn da geht es um das Verständnis der Funktionsweise von Computer und Internet, um das Programmieren von Algorithmen, die Ablage und Nutzung von Daten, das Steuern von Anlagen. Swiss Engineering fordert deshalb, dass auch die informatische Bildung einen festen Platz im vorliegenden Lehrplan 21 erhalten soll.“


SVP will im Lehrplan 21 keine Themen zu Gender und Sexualkunde (Solothurner Zeitung 28.11.13)
„ICT als fächerübergreifendes Thema werde im Lehrplan 21 stark gewichtet, sagt Conti weiter. Der Staat respektive die Schule bekämen den Auftrag die Schüler zu moralischen Internet- und Mediennutzern zu erziehen. Moderne elektronische Kommunikationsmittel seien heute Realität. Die Schule könne sich ihnen nicht verschliessen. Gerade deshalb seien im IT-Bereich Führung durch den Klassenlehrer wichtig.Schülern an ausgewähltem Thema Möglichkeiten der Nutzung moderner Medien zu zeigen, könne situationsgerecht wertvoll sein. «Moderne Medien- und Kommunikationsmittel sollen aber als Werkzeug verstanden werden.» Die ICT-Thematik zum Kernstück des Lehrplans 21 zu erklären, sei deshalb falsch. Selbst Lehrer würden eingehend davor warnen, der Schule und damit dem Staat immer mehr gesellschaftliche und soziokulturelle Verantwortung, wie beispielsweise die sehr umfassende und tiefgreifende Verantwortung im Umgang mit ICT und Medien, abzudelegieren. Die Erziehungsverantwortung würden die Eltern tragen.“


Stellungnahme der Grünliberalen zum Entwurf des Lehrplans 21 (soaktuell.ch, 26.11.13)
„Gleich verhält es sich mit dem Fach ICT/Medien. Es ist hinlänglich bekannt, wie wichtig die Ausbildung in diesem Bereich ist. Nur Lehrpersonen mit der entsprechenden Ausbildung verfügen über das nötige Rüstzeug, Eine entsprechen-de Weiterbildung existiert derzeit noch nicht. Da die Gestaltung der Stundentafel der Kantonshoheit obliegt, fordert die glp Solothurn, dass Berufsorientierung und ICT/Medien im Kanton Solothurn weiterhin als eigenständige Fächer geführt werden.“


«Es ist zu viel, vor allem für schwache Schüler» (Tages Anzeiger, 23.11.13)
Beat W. Zemp: „Es ist nicht machbar, neue – durchaus wichtige – Bereiche wie die Informatik, Medienkompetenz oder die Berufswahl auszubauen und gleichzeitig nirgends Abstriche zu machen. Das Resultat aus diesem Vorgehen kann nur die Überforderung der Schüler und der Lehrpersonen sein.“


«Lehrplan hat noch heikle Punkte» (Aleksandra Mlacenovic, Thurgauer Zeitung, 23.11.13)
Urs Moser: „Es gibt durchaus ein paar heikle Punkte, die noch zu Diskussionen führen werden. Etwa wie man die Informatik berücksichtigen will. Diese Diskussionen sind aber durchaus erwünscht. Ein Lehrplan kommt nie eins zu eins durch. Er soll ja ein Instrument sein, das den Schulbetrieb steuert. Darüber braucht es eine öffentliche Debatte. Wenn man sieht, welchen Auftrag die Entwickler hatten, muss man sagen, dass dieser mit dem Lehrplan 21 erfüllt wurde.“


Was der LCH zu digitalen Kompetenzen im Lehrplan 21 sagt (Wiki Doebeli 22.11.13)
„Bezüglich ICT / Medienpädagogik / Informatik äussert sich der LCH folgendermassen (S.19):Von Interessenvertretern werden ein Ausbau des Programmierens und eine bessere Differenzierung des Themas ICT gefordert. Die D-EDK hat dafür im Sommer 2013 eine Arbeitsgruppe eingesetzt.Die Forderung nach verstärkten Kompetenzen im Programmieren zum Beispiel Im Rahmen von Projekten (Roboterbau und ähnlich) wird von der Sekundarstufe I mit Verständnis und zum Teil Wohlwollen aufgenommen.Eine Präzisierung und Klärung der Kompetenzanforderungen ist jedoch sinnvoll. Befürwortet wird die geforderte Aufteilung des Themas in Programmieren/Technik, Anwendung und Medienpädagogik. Favorisiert wird eine Einarbeitung in Mathe und Deutsch, sekundär auch in Gestalten und NMG. Abgelehnt wird die Unterbringung von Programmieren in NMG.Die Ressourcen für eine breite Weiterbildung der Lehrpersonen sowie für die Anpassung der Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Aus Geldmangel nur wenige Fachlehrpersonen auszubilden, führt zur analogen Situation wie bei den Fremdsprachen: Es entsteht ein weiteres obligatorisches Fach mit Fachlehrersystem, das die Anzahl Lehrpersonen pro Klasse weiter erhöht. Problematisch ist die Abwertung von bisherigen Fächern: Was wäre Mathe ohne Algorithmen und Programmieren, Gestalten ohne Bildsprache, Deutsch ohne Medienkommunikation.ICT könnte also in drei Bereiche aufgeteilt werden und als Bestandteil der Volksschulbildung in die bisherigen Fächer und Gefässe eingearbeitet werden. Es wäre in der Geschichte der Schule nicht das erste Mal, dass neue Fachgebiete ohne neues Fach integriert worden sind. Mit dieser Lösung wird das Führen eines überfachlichen Themas ICT überflüssig.Mit einer breiten Weiterbildungsoffensive und der Aufstockung der Grundausbildung der Primarlehrpersonen auf ein MA-Niveau entsteht kein Druck für eine neue Kategorie von Fachlehrpersonen. Dies würde nur das System weiter parzellieren und den Abspracheaufwand ins Unermessliche treiben.Ernsthaft zu prüfen ist eine kompensatorische Umlagerung von ERG als Fach in die Klassenlehrerstunden und in Geschichte / NMG zu Gunsten von ICT/Medienpädagogik und Informatik.Das sind spannende Aussagen, welche sicher die kommende Diskussion prägen werden. Interessant sind diesbezüglich auch die zusätzlichen Fragen, die der LCH (nicht nur in Bezug auf digitale Kompetenzen) gestellt hat:Kompetenzen sind getrennt aufzuführen: Die Kompetenzen in den Fachbereichen ICT (technischer Bereich) und Medien (Bildsprache und Medienkunde) müssen getrennt aufgeführt werden.Themenbereiche sind getrennt aufzuführen: Sollen die Themenbereiche Programmieren und Technologie von Medienkunde, Bildsprache, Internet und Anwenderkenntnissen abgetrennt und separat beschrieben werden?Neue Lehrmittel sind notwendig: Müssen die Lehrmittel überarbeitet werden, damit die Ziele für ICT und Medien erreicht werden können?Während alle der Meinung sind, dass für digitale Kompetenzen neue Lehrmittel notwendig sind (Biblionetz:a01198), herrscht bezüglich Aufteilung in der Lehrerschaft eine Pattsituation: Praktisch jeweils die Hälfte ist für, die andere Hälfte gegen eine Aufteilung.Ich habe für mich aus dieser Stellungsnahme geschlossen, dass ich in naher Zukunft folgende Aussagen besser begründen können will:
Informatik ist mehr als Programmieren! (Biblionetz:a001157)
In der Volksschule gibt es gute Gründe, warum Anwendungskompetenzen, Medienbildung und Informatik zusam-mengehören.“


Lehrplan 21 muss abspecken (LCH, 21.11.13)
„Aus wirtschaftsnahen Kreisen kommt viel Kritik wegen zu starker Fokussierung auf den Konsum im Bereiche WAH (Wirtschaft, Arbeit und Hauswirtschaft). Bei der ICT werden fehlende Programmierkompetenzen bemängelt. Fehlende Fachperspektive und generell unsichere Wissensbestände sind ein Thema.„Unverständlich ist das enorme Gewicht, das Ethik, Religionen und Gemeinschaft im Lehrplan 21 beigemessen wird, wenn man es mit den Themenbereichen „ICT und Medien“ sowie „Berufliche Orientierung“ vergleicht.“hemas ICT gefordert. Die D-EDK hat dafür im Sommer 2013 eine Arbeitsgruppe eingesetzt.Die Forderung nach verstärkten Kompetenzen im Programmieren zum Beispiel Im Rahmen von Projekten (Roboterbau und ähnlich) wird von der Sekundarstufe I mit Verständnis und zum Teil Wohlwollen aufgenommen. Eine Präzisierung und Klärung der Kompetenzanforderungen ist jedoch sinnvoll. Befürwortet wird die geforderte Aufteilung des Themas in Programmieren/Technik, Anwendung und Medienpädagogik. Favorisiert wird eine Einarbeitung in Mathe und Deutsch, sekundär auch in Gestalten und NMG. Abgelehnt wird die Unterbringung von Programmieren in NMG.Die Ressourcen für eine breite Weiterbildung der Lehrpersonen sowie für die Anpassung der Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Aus Geldmangel nur wenige Fachlehrpersonen auszubilden, führt zur analogen Situation wie bei den Fremdsprachen: Es entsteht ein weiteres obligatorisches Fach mit Fachlehrersystem, das die Anzahl Lehrpersonen pro Klasse weiter erhöht. Problematisch ist die Abwertung von bisherigen Fächern: Was wäre Mathe ohne Algorithmen und Programmieren, Gestalten ohne Bildsprache, Deutsch ohne Medienkommunikation.ICT könnte also in drei Bereiche aufgeteilt werden und als Bestandteil der Volksschulbildung in die bisherigen Fächer und Gefässe eingearbeitet werden. Es wäre in der Geschichte der Schule nicht das erste Mal, dass neue Fachgebiete ohne neues Fach integriert worden sind. Mit dieser Lösung wird das Führen eines überfachlichen Themas ICT überflüssig.Mit einer breiten Weiterbildungsoffensive und der Aufstockung der Grundausbildung der Primarlehrpersonen auf ein MA-Niveau entsteht kein Druck für eine neue Kategorie von Fachlehrpersonen. Dies würde nur das System weiter parzellieren und den Abspracheaufwand ins Unermessliche treiben.Ernsthaft zu prüfen ist eine kompensatorische Umlagerung von ERG als Fach in die Klassenlehrerstunden und in Geschichte / NMG zu Gunsten von ICT/Medienpädagogik und Informatik.Für ICT werden technisch-mathematische (IT/ Programmieren), medienpädagogische sowie anwendungsorientierte Kompetenzen unterschieden. Diese drei Kompetenzbereiche werden nachvollziehbar in geeignete Fächer wie Mathe, Deutsch, Gestalten und NMG eingearbeitet. Für fächerübergreifende Themen im Bereich BNE müssen spezielle zeitliche Gefässe zur Verfügung stehen (z. B. Thementage, Projektunterricht).“


Überladener Lehrplan 21 (SRF, 10vor10, 20.11.2013)


Baselland will ICT in Primarschulen stärken (Fabian Vogt, Computerworld, 19.11.13)
„Der Lehrplan 21 sieht ab dem Schuljahr 2015/2016 die obligatorische Einführung von ICT und Medien als Lernhilfe und Lerninhalt auf der Primarstufe vor. Im Kanton Baselland hat man ein Konzept erarbeitet, um die Vorlagen zu erfüllen.Bisher hat ICT im Baselland nur den Status von freiwilligen Unterrichtsmitteln, wer seinen Schülern also etwas damit und darüber beibringen will, muss das zusätzlich zum obligatorischen Stoff tun. Die Folge: jede Schule, vermutlich auch jeder Lehrer, entscheidet aus eigenen Befindlichkeiten. Das Angebot an ICT-Infrastruktur, ICT-Konzepten und Weiterbildungsangeboten ist im Halbkanton entsprechend unterschiedlich. Mit dem Lehrplan 21 ändert sich dies, die Verantwortlichkeit der ICT-Strategie der Schulen liegt dann beim Kanton.Um alle Primarschulen für die neuen ICT-Kompetenzen fit zu machen, hat der Regierungsrat beim Landrat mittels Vorlage einen Verpflichtungskredit in Höhe von 1,4 Millionen Franken für die Jahre 2014 bis 2020 beantragt. Damit sollen die Primarschulen vor Ort bei der Umsetzung des ICT-Konzeptes unterstützt und für die Lehrer entsprechende Fortbildungsangebote bereitgestellt werden. Die Bereitstellung der schulischen ICT-Infrastruktur einschliesslich Betrieb und technischem Support bleibt Aufgabe der Gemeinden, wobei jede Schule eine Mindestausstattung an ICT-Mitteln besitzen muss.“


«Der Lehrplan 21 ist überfüllt» (Adrian Vögele, Tagblatt, 11.11.13)
„Der St. Galler Verband macht ebenfalls auf das Thema Berufswahl aufmerksam: «Dieses hat im Lehrplan 21 zu wenig Platz», sagt Bauer. «Dafür sollte auf der Sekundarstufe ein eigenes Fach geschaffen werden, ebenso für den Bereich Medien, Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), der immer wichtiger wird.»“


Lehrplan wird zum Spielball (Tatjana Kistler, Südostschweiz, 05.11.13)
„Während sich Bildungsträger für die Stärkung des überfachlichen Bereiches «ICT und Medien» aussprechen, moniert die SVP, dieses Themengebiet gar zu streichen.“


Studie zeigt – Schüler wollen Download-Unterricht (Blick, 03.11.13)
„So wünschen sich 62 Prozent mehr Infos über das Herunterladen von Filmen und Musik. Ist es legal, was muss dabei beachtet werden? Die Koaliton wünscht sich deshalb die Verankerung von Medienthemen im Stundenplan.Digitale Medien würden Schülern viele Chancen bieten, bergten aber auch Gefahren, wie etwa Sexting oder Datenmissbrauch. Deshalb sei eine grosse Medienkompetenz heute enorm wichtig.Wichtig scheint den Jugendlichen auch die eigene Gesundheit zu sein. Jedenfalls möchte eine deutliche Mehrheit mehr erfahren über Mobbing und Stressbewältigung. Besser verstehen möchten die Teeanger auch fremde Kulturen. Nur jeder vierte findet, er wisse genug darüber.“


«Der Lehrplan überfordert die Schüler» (Anja Burri, Tagesanzeiger, 01.11.13)
„Die neuen Themen wie Menschenrechte, ICT und neue Medien, Konsum oder soziale Kompetenzen seien aus Sicht der Lehrer nötig, sagt Brühlmann. «Die Schule kann aber nicht alles bewältigen.»“


«Als Vater bin ich manchmal überfordert» (Anja Burri, BazOnline, 01.11.13)
„Heinz Bäbler von «Schule und Elternhaus Schweiz»: Der Umgang mit Medien oder die Berufswahl sind Themen, welche die Eltern und die Schule gemeinsam anpacken müssen. Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Als Vater bin ich manchmal überfordert mit den neuen Medien. Was soll ich tun, wenn die Schule eine Facebook-Seite hat und die Fotos dieser Facebook-Seite plötzlich im Internet auftauchen? Hier sind Schule und Elternhaus gefordert, zum Beispiel beim Thema Sicherheit oder beim Umgang mit den neuen Medien. Es geht nicht um Verbote, sondern um das Erlernen eines sicheren Umgangs mit den heutigen Medienmöglichkeiten.“


Umfrage zum Lehrplan 21 – Was Jugendliche von der Schule erwarten (Neue Zürcher Zeitung, 29.10.13)„Der Lehrplan 21 ist bei Lehrerverbänden, Erziehungsdirektoren und Parteien ein vieldiskutiertes Thema. Er dient als Grundlage für die Entwicklung der Volksschule in den kommenden Jahren. Doch was erwarten eigentlich die direkt betroffenen Jugendlichen von der Schule? Gefragt ist auch Aufklärung über die Gefahren des Medienkonsums und der Internetnutzung.“


«Die Schule ist keine Selbsthilfegruppe» (Camilla Alabor, 20 Minuten, 29.10.13)
„Ein wichtiger Pfeiler des neuen Lehrplans ist die Medienkompetenz. An erster Stelle steht hier die Frage nach den rechtlichen Grenzen: 62 Prozent der Jugendlichen würden gerne wissen, ob sie Filme und Musik herunterladen dürfen. Auch Cybermobbing ist unter den Befragten ein Thema: 51 Prozent würden hierzu gerne mehr lernen. Immerhin 49 Prozent möchten etwas über die Risiken im Umgang mit Social Media erfahren.
Grenzen aufzeigen
Darüber, ob man die Anliegen der Schüler in den neuen Lehrplan aufnehmen soll oder nicht, gehen die Meinungen auseinander. Für Beat Zemp vom Dachverband der Schweizer Lehrer rennen die Schüler offene Türen ein. So sei es durchaus Aufgabe der Schule, den Schülern die rechtlichen Grenzen im Internet aufzuzeigen. Das gelte auch für das Herunterladen von Filmen oder Musik. «Der Computer ist heute Arbeitsinstrument an der Schule», sagt Zemp. «Da ist es nur logisch, dass man lernt, damit umzugehen.»Ganz anders sieht das FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. «Das Ziel kann nicht sein, dass der neue Lehrplan sämtliche gesellschaftlichen Probleme aufnimmt», sagt der Präsident der Bildungskommission. «Die Schule sollte vor allem die Grundkompetenzen vermitteln.»
Eltern sollen lernen
Die Frage nach der Legalität von Film-Downloads gehört für ihn nicht dazu. Probleme wie Verschuldung, der Umgang mit Alkohol oder Cybermobbing sind seiner Meinung nach auch nicht prioritär in der Schule zu diskutieren: «Wenn man all diese Fragen an der Schule behandeln will, macht man eine grosse Selbsthilfegruppe aus ihr.»Vielmehr sei es Aufgabe der Eltern, mit ihren Kindern über mit solche Fragen zu reden. Und wenn die Eltern selber nicht Bescheid wissen? «Dann müssen sie es eben lernen, statt das Problem zu delegieren.»“


Lehrplan 21: Die Jugend will mitreden (Remo Schläpfer, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, 28.10.13)
„Zudem scheint es grossen Aufklärungsbedarf über die Gefahren des Medienkonsums und die Internetnutzung zu geben. Die grosse Mehrheit der Jugendlichen (62 %) wünscht sich mehr Infos über die rechtlichen Folgen beim Herunterladen von Musik oder Filmen. Ob Medienkompetenz, Nachhaltigkeit oder Mitspracherecht: Die Jugendlichen wissen, was sie wollen – werden aber nur selten danach gefragt. Die Bildungskoalition NGO fordert deshalb, die Wünsche der Jugendlichen im Lehrplan 21 zu berücksichtigen. Den gewünschten Bildungsinhalten sollen feste Zeitfenster zugewiesen werden. Auch Reynard und Indelicato sind sich einig: «Der Lehrplan 21 ist eine Chance für die Jugend. Eine Chance, die genutzt werden muss.»“


«Die Volksschule muss
das reale Leben abbilden» (Patrick Feuz, Anja Burri, Tages Anzeiger, 08.10.13)
Christian Amsler: „Der Lehrplan schlägt vor, ICT und Medien fächerübergreifend zu unterrichten. Kommt man aber nach der Konsultation zum Schluss, es brauche dafür ein eigenes Fach, kann dies nur zulasten eines anderen Faches gehen. Egal welches ich Ihnen jetzt nennen würde, es käme schlecht an.“


Programmieren als Schulfach, damit Kinder besser gefördert werden (fit-in-it, SRF, Michaël Jarjour, 09.09.2013)
„Medienwissenschaftler fordern ein eigenes Fach während Informatiker sich für das Programmieren stark machen. In einer neu gegründeten Arbeitsgruppe müssen sie nun gemeinsam einen umsetzungsfähigen Vorschlag ausarbeiten, wie Informatik, ICT und Medien in den Lehrplan integriert werden.“


Dem Lehrplan 21 fehlt Informatik-Verbindlichkeit (Fabian Vogt, Computerworld, 02.09.13)
„ICTswitzerland will die Informatik über das bestehende Fach «Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG)» in den Lehrplan21 integrieren. Dadurch soll der Fachbereich «ICT, Medien und Informatik» gleichberechtigt mit dem Bereich «Natur und Technik» werden.Im Lehrplan21 ist bisher vorgesehen, dass «ICT und Medien» überfachlich unterrichtet wird. So sollen die Schüler beispielsweise Algorithmen in Kochrezepten erkennen können und erklären, wie Computer mittels 0 und 1 verschiedene Datentypen speichern. Die Kinder sollen auch verschiedene Speicherarten mit ihren Vor- und Nachteilen aufzählen können, Betriebssysteme und Anwendungssoftware unterscheiden und für den Umgang mit Social Media sensibilisiert werden.Diese Massnahmen seien zwar« begrüssenswert», schreibt ICTswitzerland, «es fehle aber die notwendige Verbindlichkeit, wie sie beispielsweise für den Fachbereich «Natur und Technik» gegeben sind». Mit der aktuellen fächerübgreifenden Lösung bestünde dadurch Gefahr, dass «in der Schule die systematische und fachkundige Vermittlung der entsprechenden Kompetenzen zeitlich und qualitativ nicht gewährleistet ist». Zudem sei dadurch die entsprechende Weiterbildung der Lehrpersonen gefährdet. Ähnlich äusserte sich Juni Lehrplan-21-Mitgestalter Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger gegenüber Computerworld.Indem der Bereich «NMG» durch die Informatik ergänzt wird – das Fach würde dann «Natur, Information, Mensch und Gesellschaft (NIMG)» heissen – sollen diese fehlenden Verbindlichkeiten beseitigt und die damit verbundenen Probleme aus der Welt geschafft werden, hofft ICTswitzerland. Diese Lösung sei «einerseits pragmatisch und schlank, andererseits auch inhaltlich kompatibel mit der bestehenden Fachbereichsstruktur.»“


Mehr Verbindlichkeit für Informatik im Lehrplan 21 (ICT Switzerland, 02.09.13)
„ICTswitzerland, die Dachorganisation der Verbände sowie der Anbieter- und Anwenderunternehmen von Informations- und Kommunikationstechnologien, begrüsst die Berücksichtigung des Bereichs «ICT und Medien» im Lehrplan 21. Zur Sicherstellung der Verbindlichkeit fordert ICTswitzerland ein erweitertes Fach «Natur, Information, Mensch und Gesellschaft (NIMG)». Damit soll der Fachbereich «ICT, Medien und Informatik» gleichbedeutend dem Bereich «Natur und Technik» im Lehrplan 21 verankert werden.“


Medienkompetenz soll im Lehrplan 21 verankert werden (persoenlich.com, 22.08.13)
„Jugendliche müssen lernen, sich gegen die Gefahren, die im Internet lauern, zu schützen. Pro Juventute fordert deshalb, dass Medienkompetenz im neuen Lehrplan 21 verankert wird.«Im Internet surfen ist heute für Jugendliche oft gefährlicher, als nachts in der Grossstadt unterwegs zu sein», wird Urs Kiener, Kinder- und Jugendpsychologe bei Pro Juventute, in einem Communiqué vom Donnerstag zitiert. Es brauche unbedingt eine Sensibilisierung für Cyber-Risiken, sowohl im Elternhaus wie im Schulunterricht. Die Einführung des Lehrplans 21 biete die Chance, ‚längst nötige Schritte umzusetzen’. Nach Ansicht von Pro Juventute muss ein verantwortungsbewusster Umgang mit Neuen Medien vermittelt werden, ‚wie Lesen und Rechnen auch’.Im Communiqué verweist Pro Juventute auf den Fall eines 17-jährigen Schotten, der übers Internet von einer jungen Frau dazu verführt wurde, sich in expliziten Posen vor der Kamera zu zeigen. Anschliessend wurde er mit den Bildern erpresst. Der junge Mann beging Selbstmord.“


Informatik und Medienbildung: Ein heisses Eisen im «Lehrplan 21» (SRF, Rendez-vous, 19.08.13)
„Internet, Tablet-Computer und Handys gehören zum Alltag und deshalb auch in den Schulunterricht. Da sind sich Lehrer, Fachleute und Bildungspolitiker einig. Doch was genau soll unterrichtet werden? Wie viel Platz sollen Informatik und Mediennutzung einnehmen? Die Meinungen gehen stark auseinander.“


Lehrplan 21 macht Facebook zum Schulstoff (Franziska Ramser, SRF, 10.08.13)
„Chatten auf WhatsApp, Fotos austauschen auf Instagram: Die Kommunikation im Netz ist für Kinder und Jugendliche selbstverständlich – aber sie will gelernt sein. Im Lehrplan 21 soll die Medienerziehung darum einen festen Platz erhalten. Das gefällt nicht allen.Mit dem Handy Fotos schiessen, die Bilder zu einer Diashow verbinden und als Selbstporträt auf das Videoportal Youtube hochladen: Das war eine Aufgabe für die sechste Klasse bei Silvie Spiess in Volketswil. Die Schüler hätten dabei viel gelernt, sagt die Lehrerin zu «10vor10». «Wie stelle ich mich dar? Möchte ich mich in fünf bis zehn Jahren noch so sehen? Das sind Fragen, die man in der Schule behandelt und reflektiert.»Im Lehrplan 21, der ab 2014 in der ganzen Deutschschweiz eingeführt werden soll, hat die Medienerziehung einen festen Platz erhalten. Die Schule solle «erwünschte und problematische Auswirkungen» der Mediennutzung thematisieren und den Kindern zu einem «verantwortungsvollen Umgang» verhelfen.Der SVP-Bildungspolitiker Ulrich Schlüer findet das falsch. Die Neuen Medien hätten im Unterricht keinen Platz. «Das geht auf Kosten der Grundkompetenzen, also das, was Kinder und lebens- und berufstauglich macht.» Die Schule solle sich aufs Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren.
Kommunikation im Internet als «vierte Kulturtechnik»
Das sieht der oberste Vertreter der Lehrer, Beat W. Zemp, anders: «Lesen, Schreiben und Rechnen sind wichtige Kulturtechniken – aber heute gibt es eine vierte: der Umgang mit dem Internet.» Es werde in wenigen Jahren keinen einzigen Beruf mehr geben, in dem man ohne diese Kompetenz auskomme.Wie viel darf man auf Facebook von sich preisgeben? Wie schützt man seine Daten? Ulrich Schlüer räumt ein, dass man den Kindern vermitteln müsse, wie sie sich im Internet benehmen sollen. Aber das sei nicht Aufgabe der Schule, sondern der Eltern. Diese müsse man in die Pflicht nehmen und sie auf ihre Verantwortung hinweisen.
Eltern sind überfordert
Der Medienpädagoge Urs Utzinger sagt indes, viele Eltern seien mit der raschen Entwicklung im Medienbereich überfordert. «Vor zwei Jahren kam Facebook auf, heute sind WhatsApp und Instagram gross, in zwei Jahren ist es vielleicht wieder etwas anderes.» Man könne es nicht den Eltern allein überlassen, die Kinder im Umgang mit diesen Medien anzuleiten. Utzinger würde sich darum sogar ein eigenes Fach für den Medienunterricht wünschen, das von Speziallehrkräften unterrichtet würde.Was genau die Kinder im Medienunterricht lernen sollen, legt der Entwurf des Lehrplan 21 nicht fest. Eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe soll sich in den nächsten Wochen zusammensetzen, um die Inhalte zu präzisieren.“


Medienkompetenz im Lehrplan 21 (10vor10, 09.08.2013


«Jedes Kind muss programmieren lernen» (Walter Jäggi, Tagesanzeiger, 09.07.13)
„Im Lehrplan 21 nehmen Informations-technologie und Medien einen grossen Raum ein. ETH-Professor Juraj Hromkovic warnt davor, die Informatik in diesem Paket zu verstecken: Vielmehr brauche sie den Stellenwert eines eigenen Schulfachs.Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und die Medien seien daran, «unseren Alltag so grundsätzlich zu verändern, dass auch allgemeine Bildungsziele einer Wandlung unterliegen», heisst es im Kapitel «ICT und Medien» des Lehrplans 21, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Die Potenziale von ICT und Medien sollten in der Schule besser genutzt werden, wird von den Autorinnen und Autoren gefordert, was keine neue Erkenntnis ist. Überraschend ist aber, wie weit der Lehrplan den Begriff ICT und Medien fassen will: von Edutainment über Cybermobbing und Wetterkarte, Manipulation sowie Medien als vierte Gewalt im Staat gehen die Stichworte bis Computer und Datenstruktur.“
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Konsultation des Lehrplans 21 ist eröffnet (Irena Kulka, fit-in-it, 09.07.2013)
„Mit der Publizierung des Lehrplans 21 hat die D-EDK am 28. Juni die öffentliche Konsultation des Lehrplans 21 eröffnet. Verschiedene Medienberichte thematisieren Informatikunterricht, ICT und Medien im neuen Lehrplan 21. Das Thema wird seitens der D-EDK in den kommenden Wochen nochmals überarbeitet.Der sagenumwobene Lehrplan 21 ist nach mehreren Arbeitsjahren publik. Das viel diskutierte Thema Medienbildung und ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie) zählt im Lehrplan 21 zu den neuen fächerübergreifenden Themen, wird also nicht als ein klar umrissener Fachbereich behandelt. Der Begriff „Informatik“ hat im Lehrplan 21 bisher nicht Einzug gehalten, obwohl sich Informatik als technische Wissenschaft grundlegend von den tendenziell sozialwissenschaftlichen Fragen der Medienbildung unterscheidet und auch von ICT-Anwendung unterscheidet.
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