QR-Codes im Unterricht – einfach, flexibel und wirkungsvoll einsetzen

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QR-Codes – kleine Quadrate mit grosser Wirkung.

QR-Codes ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu digitalen Inhalten und lassen sich ohne grosse Infrastruktur in nahezu jedem Fach einsetzen. Ob Primarschule oder Oberstufe – QR-Codes eröffnen vielfältige didaktische Möglichkeiten.

Warum QR-Codes?

QR-Codes bieten zahlreiche didaktische Vorteile: Sie fördern Aktivierung und Bewegung, ermöglichen Individualisierung, integrieren multimediale Inhalte (Text, Audio, Video), unterstützen selbstgesteuertes Lernen und lassen sich einfach in bestehende Unterrichtssettings einbauen.

Gerade weil sie mit der Kamera-App eines Tablets oder Smartphones gescannt werden können, sind sie sofort einsetzbar – ohne zusätzliche Apps oder aufwändige Technik.


QR-Codes konkret im Unterricht einsetzen

1. Arbeitsblätter multimedial erweitern

Statt nur Text anzubieten, können Lehrpersonen QR-Codes nutzen, um Videos, Audios oder weiterführende Materialien zu verlinken. Im Geschichtsunterricht etwa lassen sich Filmsequenzen direkt auf dem Arbeitsblatt hinterlegen, wodurch Vergleiche oder Analysen gezielt unterstützt werden.

Auch Lösungen können digital bereitgestellt werden – als Text oder PDF, z.B. über OneDrive. Der QR-Code führt direkt zur Lösung und ermöglicht eine schnelle Selbstkontrolle.

Mehrwert:

  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Entlastung der Lehrperson bei Korrekturen
  • Bewegtes Lernen
  • Differenzierung durch zusätzliche Hilfen oder Vertiefungen

2. Bewegung und Lernen verbinden

QR-Codes eignen sich ideal für Postenläufe (z. B. OL) oder Schnitzeljagden. Werden reine Textnachrichten im Code hinterlegt, ist nicht einmal ein Internetzugang notwendig.

In der Primarschule können so Mathe-Parcours, Lesespuren oder Hörstationen entstehen. In der Oberstufe lassen sich komplexere Aufgabenstellungen, etwa im Englischunterricht oder bei Schulhaus-Rallyes, umsetzen.

Mehrwert:

  • Lernmotivation durch spielerische Elemente
  • Förderung von Teamarbeit
  • Lernen ausserhalb des Klassenzimmers

3. Kreative Projekte und Produktorientierung

QR-Codes eröffnen neue Präsentationsformen:

  • Ein Hörmuseum, bei dem Lernende eigene Audioerklärungen aufnehmen
  • Origami- oder Gestaltungsprojekte mit Videoanleitungen
  • Ein Bilderbuchprojekt mit ergänzendem Animationsfilm
  • Von Lernenden produzierte Erklärvideos als Lernhilfe vor Prüfungen 

Mehrwert:

  • Förderung von Medienkompetenz
  • Sichtbarmachung von Lernprodukten
  • Einbindung von Eltern und Öffentlichkeit

Differenzierung leicht gemacht

QR-Codes können unterschiedliche Niveaus abbilden:

  • Basis- und Vertiefungsaufgaben
  • Audio-Unterstützung für schwächere Leser:innen
  • Selbsttests und Feedbackformulare

Lernende wählen Inhalte passend zu ihrem Lernstand – ein wichtiger Schritt in Richtung adaptives Lernen.


Praktische Tipps für den Einstieg

QR-Codes lassen sich einfach mit Online-Tools wie goqr.me oder qrcode-monkey.com erstellen

Für QR-Codes, die zu Audio-Aufnahmen führen, eignen sich beispielsweise Recarena oder Voraroo. Beide Tools ermöglichen eine unkomplizierte Aufnahme direkt im Browser und stellen einen Link bereit, der einfach als QR-Code hinterlegt werden kann – ideal für Hörtexte, Erklärungen oder Sprachaufnahmen von Lernenden.

Für Video-Inhalte bieten sich Plattformen wie Microsoft Stream (besonders im schulischen Microsoft-365-Umfeld), YouTube (mit der Einstellung „nicht gelistet“) oder Vimeo an. Diese Dienste ermöglichen eine kontrollierte Freigabe per Link, sodass Videos datenschutzkonform im Klassenkontext geteilt werden können.

Wichtige Hinweise:

  • Bei allen Tools die Datenschutz- und Freigabeeinstellungen prüfen.
  • Wenn möglich, schulinterne Plattformen (z.B. Microsoft 365 oder eine Lernplattform) bevorzugen.
  • Vor dem Verteilen der QR-Codes immer testen, ob der Link ohne Anmeldung zugänglich ist – oder bewusst mit Login arbeiten, wenn Inhalte geschützt bleiben sollen.

Fazit

QR-Codes sind kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, ein kleines Quadrat – mit grossem pädagogischem Potenzial: Sie verbinden analoge Lernumgebungen mit digitalen Inhalten auf einfache Weise. Richtig eingesetzt, fördern sie Aktivierung, Selbstständigkeit und Differenzierung – und bringen Bewegung sowie Multimedialität in den Unterricht.


Lernen erleben im Klassenlager: Making im Campo Cortoi

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Die zITBOx Story beschreibt ein Klassenlager im Campo Cortoi im Tessin, in dem Lernen im Freien und makerorientierte Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. 

Die Jugendlichen verbringen den Lageralltag weitgehend ohne digitalen Komfort, versorgen sich selbst, kochen am Feuer und erleben so bewusst die natürlichen Ressourcen und Abläufe. Durch praktische Tätigkeiten wie Bauen, Reparieren und Gestalten werden Selbstständigkeit, Teamgeist und Eigenverantwortung gefördert. 

Making wird dabei nicht nur als Unterrichtsform, sondern als pädagogische Haltung verstanden, bei der nicht perfekte Ergebnisse, sondern die Erfahrung und der Lernprozess im Vordergrund stehen. 

Das Lager bietet viele sinnliche und ganzheitliche Lerngelegenheiten, die über klassischen Unterricht hinausgehen und Kopf, Herz und Hand ansprechen. Der naturverbundene Rahmen und die Herausforderungen des Lageralltags schaffen ein Umfeld, in dem die Jugendlichen ihre Ideen einbringen und ihre Umgebung aktiv mitgestalten können. 

Lehrpersonen erhalten mit dem Campo Cortoi einen durchdachten Rahmen und Erfahrungswissen, um Klassenlager als Bildungs- und Beziehungserfahrung zu gestalten.

zITBOx Beitrag


Crêpes, Kreativität und Gemeinschaft draussen erleben

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Die zITBOx Story beschreibt ein Bildungsprojekt, bei dem Naturpädagogik und makerorientiertes Lernen kombiniertwurden: Eine Klasse der Schule Walenstadt und die Stiftung Silviva kochten gemeinsam Crêpes im Wald und schnitzten dafür ihr eigenes Besteck. 

Durch das Lernen im Freien werden alle Sinne aktiviert und die Schüler:innen erleben den direkten Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Ergebnis, was Selbstwirksamkeit und tieferes Verständnis fördert. Das gemeinsame Kochen und Gestalten schafft besondere Erfahrungen von Kreativität und Gemeinschaft, die weit über klassischen Unterricht hinausgehen. Beim Schnitzen der Löffel und Gabeln verbinden die Jugendlichen praktische Fertigkeiten mit einem bewussten Umgang mit Materialien und Umwelt. 

Die Kooperation zwischen Schule und externem Partner zeigt, wie Bildung im Naturraum nachhaltig und alltagsnahumgesetzt werden kann. Solche Aktivitäten eröffnen neue Perspektiven für zukunftsorientierte Bildungsansätze, die Erlebnis, Kreativität und praktische Arbeit vereinen. 

zITBOx Beitrag


Die Kanban-Methode

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Wie können die Lernenden, aber auch ich als Lehrperson, im Fach «Selbständige Projektarbeit» auf der 3. Oberstufe den Überblick über die zahlreichen Arbeitsschritte behalten? Was sind die nächsten Tasks? Was muss noch erledigt werden? Welche Teilschritte sind bereits beendet? Zu welcher Aufgabe ist ein kurzes Feedback gewünscht? Vor dieser Herausforderung stehe ich jedes Jahr. Sind doch die zu erledigenden Aufgaben sowie der aktuelle Projektstand genau so unterschiedlich wie die einzelnen Projekte. Wie kann ich die Lernenden in der Planung ihrer SOL-Zeit unterstützen, dass sie den Aufwand der einzelnen Aufträge richtig einschätzen und planen? Charlotte Zogg und Erich Spocchi haben die Projektprozessmethode Kanban im Zyklus 3 getestet: Und zwar digital und analog.

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