Category: Allgemein

Making von aussen betrachtet – was Besuchende sehen und was uns antreibt

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Der Besuch externer Gäste machte sichtbar, welche starke Wirkung Making auf Lernende, Lehrpersonen und die ganze Schule hat. Trotz begrenzter räumlicher und finanzieller Mittel entstanden Ateliers, in denen Begeisterung, Produktivität und gegenseitige Unterstützung deutlich spürbar waren. Besonders hervorgehoben wurde der Fokus auf den Lernprozess statt auf ein fertiges Produkt – Making wird als Haltung verstanden, die Ausprobieren, Scheitern und Weiterdenken einschliesst. Die altersdurchmischten Gruppen, das Arbeiten mit Händen und Materialien sowie die feste Verankerung im Schulalltag beeindruckten die Besucherinnen nachhaltig. Die positiven Rückmeldungen bestärken das Team darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und Making weiterhin als Teil der Schulkultur zu leben.

zITBOx Story

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Digitale Kompetenzen im Kindergarten spielerisch entdecken

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Digitale Medien gehören längst zur Lebenswelt von Kindern – auch im Kindergarten. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Zugang zu Geräten, sondern vor allem ein sinnvoller und altersgerechter Einsatz im Unterricht. Die Beispiele in der zITBOx-Story zeigen, wie Kinder erste digitale Kompetenzen spielerisch und forschend entwickeln können. Damit die Kinder auch selbstständig arbeiten können, sind Bilder-Anleitungen mit den einzelnen Schritten unverzichtbar.

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Welche Kompetenzen brauchen unsere Kinder wirklich?

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Als Vater ertappe ich mich manchmal dabei, Dinge beibringen zu wollen, die mir selbst geholfen haben: Fleiss, Fachwissen, Durchhaltevermögen.
Aber dann beobachte ich, wie Kinder mit KI-Chatbots sprechen, wie selbstverständlich sie algorithmisch kuratierte Inhalte konsumieren — und ich frage mich: Bereiten wir unsere Kinder auf unsere Welt vor? Oder auf ihre?

Zwei Forschungsarbeiten geben mir dabei zu denken:

  • Die OECD hat mit dem Learning Compass 2030 drei sogenannte transformative Kompetenzen definiert: Neues schaffen, Spannungen und Dilemmata aushalten, Verantwortung übernehmen. Im Zentrum steht dabei Student Agency — also die Fähigkeit, nicht einfach zu reagieren, sondern aktiv zu gestalten (OECD, 2019).
  • Ein aktuelles integratives Review zur KI-Literalität bei Kindern und Jugendlichen (Gu & Ericson, 2025) zeigt: Bestehende Ansätze vermitteln oft technisches Verständnis — aber selten die Fähigkeit, KI-Ergebnisse kritisch einzuordnen, Verzerrungen zu erkennen oder das eigene Urteil bewusst einzusetzen.

Das deckt sich mit dem, was mich auch in meiner Forschung umtreibt:
Wir brauchen keine Generation, die KI besser bedienen kann. Wir brauchen eine Generation, die weiss, wann sie ihrem eigenen Denken mehr vertrauen sollte als einer Maschine.
Ich nenne das: epistemische Resilienz — die Fähigkeit, das eigene Urteil auch dann zu behaupten, wenn ein System schneller, überzeugender und eloquenter antwortet als man selbst.
Kein Lehrplan wird das allein lösen. Aber jede Familie, jede Schule, jede Lernsituation kann dazu beitragen.

Welche Kompetenz ist euch für eure Kinder am wichtigsten?

Dr. Georg Winder
Co-Founder & CEO aprendo.ch | Teacher & Board Member | Building the future of learning


Die Bestnote bekommen Schweizer Schulen nicht

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Foto: K. Hofer

John Hattie besucht eine Zürcher Schule und widerspricht mehreren Gewissheiten des Schweizer Bildungssystems

Der Beitrag in der NZZ am Sonntag von Donze, R. (2026, 22. März) greift zentrale Befunde der internationalen Bildungsforschung von John Hattie auf und stellt diese in den Kontext des Schweizer Bildungssystems. Hatties Perspektive, wonach nicht strukturelle Faktoren allein, sondern vor allem die Qualität der Lernprozesse und die Wirksamkeit der Lehrpersonen entscheidend sind, gilt gemäss Artikel als empirisch breit abgestützt und durch umfangreiche Meta-Analysen belegt.

Vor diesem Hintergrund lässt sich das bereits bekannte zukunftsgerichtete Zielbild für Bildungsinstitutionen ableiten: Im Zentrum steht nicht mehr die reine Wissensvermittlung, sondern die aktive Begleitung individueller Lernprozesse. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, ihr eigenes Lernen zu verstehen und zu steuern. Damit verschiebt sich die Rolle der Lehrperson hin zu einer lernprozessbegleitenden und didaktisch vielseitigen Fachperson.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Klassenlehrpersonen eine systemrelevante Schlüsselrolle einnehmen. Ihre Fähigkeit, komplexe Klassengefüge zu führen und lernwirksame Situationen zu gestalten, beeinflusst den Lernerfolg massgeblich. Entsprechend ist eine gezielte Weiterbildung zentral – insbesondere im Umgang mit Heterogenität, Feedbackprozessen und individualisiertem Lernen. Auch strukturelle Faktoren wie Klassengrössen entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn sie mit qualitativ hochwertigem Unterricht und gezielten Lernerfahrungen verbunden sind.

Hier setzt das Institut Digitale Bildung (IDIB) der PHSG an: Es unterstützt Bildungsfachpersonen dabei die Digitalität zu steuern und digitale Medien nicht isoliert, sondern lernfördernd und evidenzbasiert einzusetzen. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler im Verlauf ihrer Schullaufbahn Kompetenzen entwickeln, um digitale Werkzeuge reflektiert und wirksam für ihren eigenen Lernerfolg zu nutzen. Damit verbindet das IDIB die Erkenntnisse der Bildungsforschung mit konkreter Schul- und Unterrichtsentwicklung und leistet einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen, wirksamen Bildungspraxis.

Andreas Weh, Bereichsleiter Weiterbildung und Dienstleistungen PHSG

Bericht NZZ am Sonntag 22. März 2026

Links zur Thematik


Vom Klick zum Können – Making als Haltung und Methode

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Wie ein Challenge-basierter Digitalkurs an der Schule Walenstadt entwickelt und durchgeführt wurde – und weshalb spielerische Zusatzformate den entscheidenden Unterschied machten. Ein persönlicher Erfahrungsbericht aus der 3. Oberstufe.

Der Erfahrungsbericht beschreibt den challenge‑basierten Digitalkurs Ctrl + Shift + Wow an der Schule Walenstadt, der Lernenden in der 3. Oberstufe einen selbstgesteuerten Zugang zu Microsoft 365 ermöglichte. Zentrales Element waren frei wählbare Challenges und sogenannte Boss‑Levels, in denen typische digitale Probleme eigenständig gelöst und reflektiert wurden. Der Kurs folgte einer makerorientierten Haltung, bei der die Lehrperson bewusst vom Erklären ins Begleiten wechselte. In der Umsetzung zeigte sich jedoch, dass klassische Challenges allein nicht alle Lernenden motivierten. Erst spielerische Zusatzformate wie ein Escape Room führten zu deutlich mehr Engagement und vertieftem Lernen.

zITBOx Story


QR-Codes im Unterricht – einfach, flexibel und wirkungsvoll einsetzen

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QR-Codes – kleine Quadrate mit grosser Wirkung.

QR-Codes ermöglichen einen niederschwelligen Zugang zu digitalen Inhalten und lassen sich ohne grosse Infrastruktur in nahezu jedem Fach einsetzen. Ob Primarschule oder Oberstufe – QR-Codes eröffnen vielfältige didaktische Möglichkeiten.

Warum QR-Codes?

QR-Codes bieten zahlreiche didaktische Vorteile: Sie fördern Aktivierung und Bewegung, ermöglichen Individualisierung, integrieren multimediale Inhalte (Text, Audio, Video), unterstützen selbstgesteuertes Lernen und lassen sich einfach in bestehende Unterrichtssettings einbauen.

Gerade weil sie mit der Kamera-App eines Tablets oder Smartphones gescannt werden können, sind sie sofort einsetzbar – ohne zusätzliche Apps oder aufwändige Technik.


QR-Codes konkret im Unterricht einsetzen

1. Arbeitsblätter multimedial erweitern

Statt nur Text anzubieten, können Lehrpersonen QR-Codes nutzen, um Videos, Audios oder weiterführende Materialien zu verlinken. Im Geschichtsunterricht etwa lassen sich Filmsequenzen direkt auf dem Arbeitsblatt hinterlegen, wodurch Vergleiche oder Analysen gezielt unterstützt werden.

Auch Lösungen können digital bereitgestellt werden – als Text oder PDF, z.B. über OneDrive. Der QR-Code führt direkt zur Lösung und ermöglicht eine schnelle Selbstkontrolle.

Mehrwert:

  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Entlastung der Lehrperson bei Korrekturen
  • Bewegtes Lernen
  • Differenzierung durch zusätzliche Hilfen oder Vertiefungen

2. Bewegung und Lernen verbinden

QR-Codes eignen sich ideal für Postenläufe (z. B. OL) oder Schnitzeljagden. Werden reine Textnachrichten im Code hinterlegt, ist nicht einmal ein Internetzugang notwendig.

In der Primarschule können so Mathe-Parcours, Lesespuren oder Hörstationen entstehen. In der Oberstufe lassen sich komplexere Aufgabenstellungen, etwa im Englischunterricht oder bei Schulhaus-Rallyes, umsetzen.

Mehrwert:

  • Lernmotivation durch spielerische Elemente
  • Förderung von Teamarbeit
  • Lernen ausserhalb des Klassenzimmers

3. Kreative Projekte und Produktorientierung

QR-Codes eröffnen neue Präsentationsformen:

  • Ein Hörmuseum, bei dem Lernende eigene Audioerklärungen aufnehmen
  • Origami- oder Gestaltungsprojekte mit Videoanleitungen
  • Ein Bilderbuchprojekt mit ergänzendem Animationsfilm
  • Von Lernenden produzierte Erklärvideos als Lernhilfe vor Prüfungen 

Mehrwert:

  • Förderung von Medienkompetenz
  • Sichtbarmachung von Lernprodukten
  • Einbindung von Eltern und Öffentlichkeit

Differenzierung leicht gemacht

QR-Codes können unterschiedliche Niveaus abbilden:

  • Basis- und Vertiefungsaufgaben
  • Audio-Unterstützung für schwächere Leser:innen
  • Selbsttests und Feedbackformulare

Lernende wählen Inhalte passend zu ihrem Lernstand – ein wichtiger Schritt in Richtung adaptives Lernen.


Praktische Tipps für den Einstieg

QR-Codes lassen sich einfach mit Online-Tools wie goqr.me oder qrcode-monkey.com erstellen

Für QR-Codes, die zu Audio-Aufnahmen führen, eignen sich beispielsweise Recarena oder Voraroo. Beide Tools ermöglichen eine unkomplizierte Aufnahme direkt im Browser und stellen einen Link bereit, der einfach als QR-Code hinterlegt werden kann – ideal für Hörtexte, Erklärungen oder Sprachaufnahmen von Lernenden.

Für Video-Inhalte bieten sich Plattformen wie Microsoft Stream (besonders im schulischen Microsoft-365-Umfeld), YouTube (mit der Einstellung „nicht gelistet“) oder Vimeo an. Diese Dienste ermöglichen eine kontrollierte Freigabe per Link, sodass Videos datenschutzkonform im Klassenkontext geteilt werden können.

Wichtige Hinweise:

  • Bei allen Tools die Datenschutz- und Freigabeeinstellungen prüfen.
  • Wenn möglich, schulinterne Plattformen (z.B. Microsoft 365 oder eine Lernplattform) bevorzugen.
  • Vor dem Verteilen der QR-Codes immer testen, ob der Link ohne Anmeldung zugänglich ist – oder bewusst mit Login arbeiten, wenn Inhalte geschützt bleiben sollen.

Fazit

QR-Codes sind kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, ein kleines Quadrat – mit grossem pädagogischem Potenzial: Sie verbinden analoge Lernumgebungen mit digitalen Inhalten auf einfache Weise. Richtig eingesetzt, fördern sie Aktivierung, Selbstständigkeit und Differenzierung – und bringen Bewegung sowie Multimedialität in den Unterricht.


Selbst erklimmen oder mit der Seilbahn fahren?

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Verändert KI das Lernen?

In der aktuellen Diskussion um Künstliche Intelligenz (KI) wird oft suggeriert, Lernen werde durch KI fundamental geändert, revolutioniert oder gar überflüssig gemacht. Doch dieser Eindruck ist aus pädagogischer Sicht trügerisch. Prof. Dieter Euler, emeritierter Wirtschaftspädagoge, nimmt in seinem Beitrag eine klare, differenzierte Perspektive ein:
KI verändert nicht das Lernen selbst – wohl aber die Bedingungen und Kontexte, unter denen wir lernen.

Lernen versus Information

Ein zentraler Punkt im Beitrag ist die Unterscheidung zwischen:

  • Information: Daten, Fakten, Inhalte – ohne eigenen Kontext.
  • Wissen: Informationen, die eine Bedeutung bekommen.
  • Lernen: Der Prozess, bei dem Wissen dauerhaft erworben und angewendet wird. 

KI-Tools wie ChatGPT können uns heute in Sekundenschnelle Texte generieren, Zusammenfassungen liefern oder Antworten auf Fragen geben. Sie machen Informationen schnell zugänglich, teilweise sogar in „Fertigform“ – quasi als Rohstoff für das Denken

Aber: Nur weil KI Informationen bereitstellt, bedeutet das nicht, dass gelernt wird.
Der entscheidende Lernprozess findet erst statt, wenn Menschen diese Informationen verarbeiten, einordnen, hinterfragen und selbst anwenden – und das kann keine Maschine für uns übernehmen. 

Der Mensch lernt – nicht die KI

Euler betont:

Lernen findet nicht in Chips statt, sondern in den kognitiven, emotionalen und sozialen Prozessen des Menschen.

KI kann unterstützen – indem sie z. B. Texte schreibt, Inputs liefert oder Ideen strukturiert. Doch der Lernende muss diese Outputs kritisch bewerten, modifizieren oder verwerfen, um echten Wissenserwerb zu erreichen. 

Das Lernen selbst – also das intentionale Aneignen von Wissen und Kompetenzen – bleibt eine zutiefst menschliche Leistung.

Aufgaben und Didaktik neu denken

Angesichts der neuen Möglichkeiten durch KI fordert Euler eine Neuausrichtung von Lernaufgaben:
Sie sollten weniger auf das blosse Produzieren von Antworten abzielen, als auf das Bewerten, Begründen, Vergleichen und Diskutieren dieser Antworten. 

Beispiel: Statt Lernende nur einen von KI generierten Text abschreiben zu lassen, könnten sie den Text analysieren, Schwächen und Stärken identifizieren und eigene Versionen entwickeln. So wird kritisches Denken aktiviert – ein Kernprozess beim Lernen. 

Lernen als Herausforderung

Der Autor nutzt ein starkes Bild:

Es ist ein Unterschied, den Berg selbst zu erklimmen oder mit der Seilbahn hinaufzufahren.

KI kann wie eine Seilbahn viele Informationen bequem zugänglich machen – doch tiefes, nachhaltiges Lernen entsteht erst beim eigenen „Aufstieg“, bei der aktiven Auseinandersetzung und Überwindung von Herausforderungen.

Fazit: KI verändert Kontexte, nicht das Lernen selbst

  • KI unterstützt Informationszugang – aber sie lernt nicht für uns.
  • Lernen bleibt ein aktiver, menschlicher Prozess, der Kontext, Bedeutung und Aneignung braucht. 
  • Bildungskonzepte und Aufgaben müssen angepasst werden, um die Potenziale von KI sinnvoll zu nutzen und echtes Lernen zu ermöglichen. 

Kurz gesagt: KI verändert das Spielfeld – aber die Regeln des Lernens bleiben menschlich.


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Das 3×3-Modell für KI-resilientere Aufgaben

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KI löst Schulaufgaben in Sekunden. Eine komplette Erörterung schreiben, anspruchsvolle Berechnungen vornehmen oder eine Karikatur analysieren: Viele solcher schulischen Aufgabenstellungen lassen sich mittlerweile mühelos von KI erledigen. Das wirft eine zentrale Frage auf: Wie gestaltet man Aufgaben, bei denen Eigenleistung trotz KI sichtbar bleibt?

Ziel des 3×3-Modells von Manuel Flick ist es, Aufgaben so zu gestalten, dass sie KI-resilienter werden – also trotz KI-Einsatz echtes Denken und Arbeiten erfordern. Das Modell fungiert als Baukasten mit neun Bausteinen, strukturiert in drei Dimensionen: Darstellungsform, Aufgabenfokus und Rahmenbedingungen.

  • Unter Darstellungsform fallen Formate wie mündlich/dialogisch, analog/praktisch oder multimodal mit sichtbarem Eigenanteil.
  • Der Aufgabenfokus berücksichtigt kognitive Anforderungen wie Urteil & Reflexion, Prozessdokumentation und Transfer bzw. Verknüpfung von Wissen.
  • Rahmenbedingungen beziehen sich darauf, wie und wo die Leistung erbracht wird, z. B. beaufsichtigt, kollaborativ oder kontext- und ortsgebunden.

Eine einzelne dieser Massnahmen erhöht die KI-Resilienz nur wenig; effektiv ist vor allem die Kombination mehrerer Bausteine aus unterschiedlichen Dimensionen. Beispiele zeigen, wie solche Aufgaben praktisch aussehen können, etwa ein Erklärvideo mit Prozessdokumentation oder eine Fallstudie mit lokalem Bezug.

Das Modell ist als Poster und Planungshilfe verfügbar und soll Lehrkräften helfen, Aufgaben zielgerichtet und flexibel anzupassen. Der zentrale Anspruch ist, Eigenleistung sichtbar zu machen und Lernprozesse so zu gestalten, dass sie nicht vollständig an KI delegiert werden können, ohne den sinnvollen Einsatz von KI grundsätzlich auszuschliessen.

Mehr Infos im ausführlichen Blog-Beitrag von Manuel Flick


Kling Glöckchen, KI-Glöckchen – Musik & Geschichten mit KI

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Das digitale Buch zeigt Schritt für Schritt, wie man mithilfe von KI eine Weihnachtsgeschichte entwickeln und weiterverarbeiten kann. Zuerst wird erklärt, wie ChatGPT beim Ideensammeln und Schreiben unterstützt und warum gute Prompts wichtig sind (KI als Werkzeug, nicht als „Zauberautomat“). Als Beispiel wird die Geschichte „Das magische Glöckchen – Ein Weihnachtswunder in Norwegen“ mit Weihnachtsmann, Kindern und Rentier vorgestellt. Danach wird gezeigt, wie man den Text mit Text-to-Speech-Tools (z. B. ElevenLabs oder Fliki) als Erzählung bzw. Podcast sprechen lassen kann. Zusätzlich werden Möglichkeiten vorgestellt, Podcasts mit KI zu erstellen, etwa über NotebookLM (Google) oder PodcastGen. Für die visuelle Umsetzung wird erklärt, wie man zu den Textabschnitten passende Bilder mit DALL·E generiert und warum man dies am besten abschnittsweise macht. Anschliessend wird gezeigt, wie daraus ein fertiges Bilderbuch in Word oder Pages gestaltet werden kann. Das Dokument liefert ausserdem eine Anleitung, wie ChatGPT sogar ein Kinderbuch im einheitlichen Stil (z. B. Watercolor) mit konsistenten Figuren unterstützen kann. Danach folgt ein Beispiel, wie man aus der Geschichte ein Hörspielskript generiert und es im Unterricht von Kindern aufnehmen lässt. Zum Abschluss wird erklärt, wie man mit Suno einen passenden Weihnachtssong erzeugt (z. B. „Roter Mantel, goldener Stern“) und das Projekt als kreativen KI-Jahresabschluss nutzt.

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KI-Didaktik: Eine Planungsvorlage zur Aufgabenkultur im KI-Zeitalter

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Der Beitrag stellt eine didaktische Planungsvorlage vor, die Lehrkräften helfen soll, Aufgaben für den Unterricht im Kontext von Künstlicher Intelligenz (KI) bewusst und reflektiert zu gestalten. Ausgangspunkt ist das zuvor entwickelte Orientierungsmodell der fünf Dimensionen des Lernens mit, durch, über, trotz und ohne KI, das hier weitergedacht und praxisbezogener gemacht wird. 

Zentrale Ideen

1. Von einem Orientierungsmodell zur konkreten Planung:
Die ursprünglichen fünf Dimensionen waren hilfreich, blieben aber zu grob für konkrete Aufgabenplanung. Deshalb wurde die Vorlage weiterentwickelt, um eine differenziertere didaktische Struktur zu bieten.

2. Vier Aufgabenkategorien als didaktischer Entscheidungsraum:
Statt einer starren Abfolge bietet die Vorlage vier Aufgabenkategorien, die sich aus den Dimensionen ableiten und je nach Lernzielen und Kontext kombiniert werden können: 

  • KI-thematisierende Aufgaben: KI steht im Mittelpunkt des Lernens (z. B. Funktionsweisen, Chancen und Risiken). Fokus auf Verstehen und Einordnen.
  • KI-integrierende Aufgaben: KI wird als Lernressource gezielt zur Bearbeitung fachlicher Aufgaben eingesetzt.
  • KI-reflektierende Aufgaben: Lernende hinterfragen KI-Ergebnisse, vergleichen Ergebnisse, betrachten Verzerrungen und reflektieren ihre eigenen Lernstrategien.
  • KI-limitierende Aufgaben: KI wird bewusst eingeschränkt, um Kompetenzen ohne technologische Unterstützung sichtbar zu machen.

Diese Kategorien sind nicht als feste Reihenfolge gedacht, sondern als didaktischer Orientierungsraum, der Entscheidungen erleichtert und den Blick von der Frage „darf ich KI nutzen?“ hin zur Frage „welche Art von Aufgabe passt zu meinem Ziel?“ verschiebt.

3. Planungsfragen zur Reflexion:
Die Vorlage regt Lehrkräfte zu gezielten Überlegungen an, etwa:

  • Welche fachlichen und überfachlichen Ziele verfolge ich?
  • Wo soll KI thematisiert, integriert, reflektiert oder begrenzt werden?
  • Wie hängen diese Entscheidungen mit Kompetenzen zusammen, die die Lernenden entwickeln sollen?

4. Kein Rezept, sondern ein Rahmen:
Die Planungsvorlage versteht sich bewusst nicht als Checkliste oder normatives Raster für „guten“ KI-Unterricht. Sie soll vielmehr Diskussion, Reflexion und Verständigung über Aufgaben im KI-Zeitalter fördern – z. B. im eigenen Unterricht, im Kollegium oder in Fortbildungen.

5. Lizenz und Nutzung:
Alle Materialien einschliesslich der Planungsvorlage stehen unter einer CC-Lizenz (Creative Commons) und dürfen genutzt, bearbeitet und geteilt werden, solange der Urheber genannt und die Lizenz beibehalten wird. 


Kurz gesagt: Der Artikel bietet Lehrkräften eine didaktisch fundierte Vorlage, um Aufgaben im Unterricht unter den Bedingungen generativer KI bewusst zu planen, zu begründen und zu reflektieren – weg von reiner Tool-Orientierung hin zu sinnvoller Integration basierend auf Lernzielen.


Quellen: